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gäta Spreng., G. capitäta Dougl. usw.) eignen sich wegen ihrer Reichblütigkeit gleichfalls als Gruppen- undUmfassungspflanzen. Als Zimmerpflanzen wären noch die halbstrauchige Bonpldndia geminiflöra Cav.aus dem tropischen Mexiko und Guatemala, sowie die strauchige C ä n t u a buxifölia Juss. aus dem tropischenandinen Südamerika (zwischen 3000 und 4000 m Höhe) zu nennen. Vgl. ausserdem die Gattungen Polemoniumund Collomia.
Adventiv wurden als Gartenflüchtlinge beobachtet: Cobaea scandens Cav. im Schlossgarten inSchwetzingen (1909), Phlox paniculata L. (wiederholt, so im Elsass bei Pulversheim im Walde, im KantonZürich bei Horbas in einer Kiesgrube), Phlöx subuläta L. in der Pfalz beim Friedhof Königsbach (1912),Gilia tricolor Benth. bei Mannheim (Friedhof) und Basel (Aedcer an der Delsbergerallee, 1915), G. achil«leaefölia Benth. aus Süd« und Mittelkaliformen in Schlesien (mit Grassamen in Seiffersdorf Kreis Schönau[1902] eingeschleppt), Dampfmühle Wandsbeck bei Hamburg und in Basel (Güterbahnhof Wolf, 1917), G. multi«caülis Benth. aus dem westlichen Kalifornien in Zürich 1916, G. capitäta Dougl. aus dem Pazifischen»
Nordamerika im Elsass (Schlosswald bei Münster, 1854), G. densi«flöra Benth. aus Kalifornien bei München (Hartmannshofen, 1919),Navarettia pubdscens (Benth.) Hook, et Arnold aus Kalifornienbei Solothurn (1918), Navarettia pusflla Mich, im Hafen vonMannheim (1910). Vgl. auch die Gattungen Polemonium (siehe unten)und Collomia (pag. 2117).
1. Laubblätter unpaarig gefiedert. Krone fast radförmig,
himmelblau oder weiss Polemonium DCV.
1*. Laubblätter einfach, ungeteilt. Blüten stieltellerförmig,zu einem Köpfchen vereinigt Collomia DCVI.
DCV. Polemonium 1 ) (Tourn.) L. Sperrkraut.
Zu der Gattung zählen 18 verschiedene Arten, die mitAusnahme von P. caerüleum und P. lanätum Pallas auf Nord,amerika beschränkt sind. Die letztere ziemlich vielgestaltige, aufdie Arktis und den Altai beschränkte Art unterscheidet sich vonP. caeruleum durch den niedrigen Wuchs, zahlreiche Stengel unddurch die aus 17 bis 21 Teilblättchen zusammengesetzten Laubblättern.P. Sibiricum D.Don (= P. diss^ctum Rchb.) ist nach A. Brand(Polemoniaceae in Engler's Pflanzenreich. Heft 27, 1907) eine durchKultur aus P. caeruleum entstandene „Art" mit tief fiederschnittigenLaubblättern. Adventiv wurde bei Speyer (Rheinpfalz) P. rdptansL. aus dem Atlantischen Nordamerika beobachtet. Als erste sicher«gestellte Hybride der Gattung konnte im Mai 1920 im BreslauerBotanischen Garten von A. v. Lingelsheim der Bastard P. cae«ruleumL. X P. reptansL. (= P. Limprichtii Lingelsheim)festgestellt werden (siehe Oesterr. Botan. Zeitschrift. Bd. CXIX, 1920).
Fig. 3083. Polemonium caeruleum L.a Spross mit Früchten, b Junge Frucht vomKelch eingeschlossen, c Querschnitt durch denFruchtknoten, d bis / Samen.
2293. Polemonium caerüleum L. (= P. elätum Salisb., = P. vulgäre S. F. Gray, = P.läcteum Lehm., = P. valerianaefölia Gilib.). Blaues Sperrkraut, Himmelsleiter. Franz.:Valeriane grecque, polemonie; engl.: Blue Jacob's Ladder, greek valerian. Taf. 218, Fig. 5;
Fig. 3079, 3083 und 3084.
Vereinzelte Volksnamen der Pflanze sind Jakobsleiter (Thurgau), blaue Sträusseln (TeplitzerGegend), Immeblümli (Aargau), Bipö 1 per 1 i (St. Gallen), Glögglistock (Zürcher Oberland).
Ausdauernd, 20 bis 50 (120) cm hoch. Grundachse walzlich, reichfaserig. Stengelaufrecht, einfach oder oberwärts ästig, kantig gefurcht, hohl, kahl oder oberwärts wie dieLaubblätter etwas zerstreut drüsig=flaumig. Laubblätter wechselständig, länglich, unpaariggefiedert, 7 bis 12 cm lang; die unteren lang, die oberen kurz gestielt, die obersten sitzend; Teil 0
*) Soll von griech. no [pölemos] — Krieg, Streit herkommen, weil nach Plinius (Nat. hist. 25,64) mehrere Könige um den Ruhm, die Heilkraft Pflanze polemonia entdeckt zu haben, in Streit geraten seien.
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