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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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darstellen, zuweilen Reste einer Spreitenbildung aufweisen oder überhaupt in Blattform ausgebildet sein. Neben tetra.meren und hexameren Blüten gibt es oft Blüten mit 2, 4 oder 5 (statt 3) Carpellen. Audi können die Petalen bis zumGrunde getrennt sein. Phlox Drummöndii Hook. Drummond's Flammenblume, aus Texas und Nord»Mexiko, verwildert in Argentinien, Natal, Japan usw. (Fig. 30S1 a, b). Einjährig, zottig und drüsig behaart,5 bis 40 cm hoch. Stengel einfach oder locker ästig. Laubblätter einfach, lanzettlich, am Grunde halbstengel»umfassend, ganzrandig. Blüten in gedrängten, trugdoldenartigen, 3. bis 5»zähligen Büscheln. Kelch röhrig.glockig, tief 5.spaltig, mit 5 pfriemlich«lanzettlichen Abschnitten. Krone stieltellerförmig, doppelt so lang alsder Kelch, mit dünner, schmaler Röhre und mit 5 wagrecht abstehenden, ovalen, an der Spitze abgerundetenLappen, bei der Stammform rot, bei den Gartenformen sehr verschieden gefärbt, einfarbig rosa, purpurrot, weiss,dunkelviolett, doch auch gestreift oder marmoriert, zuweilen gefüllt oderKronlappen sternförmig gefranst (f. fimbriäta Wittmack). Staubblätter(wie bei allen Arten der Gattung) der Kronröhre sehr ungleich hoch ange.heftet, aus dem Schlünde nicht herausragend. Griffel viel kürzer als derKelch. Diese 1835 aus Texas eingelührte, einjährige Art wird in zahl«reichen, ziemlich samenbeständigen Sorten allgemein als Zierpflanze ge»zogen. Phlox paniculäta L. (= P. acuminäta Pursh, = P. undulätaLam., = Lychnidea fölio salicino Dillen.). Stauden Phlox, Herbstflieder.

Fig. 3081c. Heimat: Atlantisches Nordamerika. Stattliche, 50 bis 120 cmhohe, straff aufrechte Staude. Stengel einfach oder oberwärts ästig, kahl oderoberwärts rauh. Laubblätter eirund=lanzettli<h bis elliptisch, 6 bis 12 cmlang und 15 bis 35 mm breit, lang zugespitzt, fast sitzend, am Grunde ±abgerundet; die unteren kreuzgegenständig, die oberen wechselständig.

Blüten zu dichten, endständigen, gewölbt»doldentraubigen oder pyramiden«förmigen Blütenständen vereinigt. Kelch glockenförmig, tief geteilt, mitpfriemlichen Zipfeln. Krone stieltellerförmig, 18 bis 25 mm lang, 3« bis4-mal länger als der Kelch, mit schmaler, behaarter Röhre und mit 5wagrecht abstehenden, abgerundeten Zipfeln, bei der Stammform hellrot,bei Gartenformen hellrosa bis dunkelpurpurn, lachsfarben, violettrot, reinweiss, einfarbig, gestreift oder gescheckt. Griffel so lang als die Kronröhre.

Kapsel rundlich «oval, so lang als der Kelch. Samen oval, schwarz bisbraun, rauh. Der Stauden»Phlox, in der Schweiz (Walenstadt)Putsch«nägeli" geheissen, wird seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in Europa all«gemein im Garten (auch auf Friedhöfen) oder als Topfpflanze gezogen underfreut sich wegen seiner späten Blütezeit (blüht von Juni bis Oktober) undseiner Genügsamkeit allgemeiner Beliebtheit. Die als proterandrische Falter»blumen zu bezeichnenden Blüten werden auch in Europa von Faltern (Tauben«

Schwänzchen = Plusia Gamma usw.) besucht, andrerseits auch von Bienen(Anthidium strigälum Latr., A. flävipes L. und Halictus smeathman£llus K.) und(ob mit Erfolg?) von Fliegen. Der Honig wird im Grunde der engen Krön»röhre vom Fruchtknoten, der an seiner Basis von einem wallartigen Nek»tarium umgeben ist, abgesondert. Gelegentlich werden 3«gliederige Laub«blatt.Quirle, sowie tri» oder tetramere Blüten (im letzteren Falle mit 4 epipetal stehenden Fruchtblättern) beobachtet. Ebenso ist Polyem»bryome festgestellt worden. In gleicher Weise wurde früher der habituellsehr ähnliche, gänzlich kahle Phlox maculäta L. aus dem Atlantischen Nordamerika mit schmal zylindrischerDoldentraube und kahler Kronröhre, sowie Bastardformen der beiden oben genannten Arten (= Phloxpyramidalis Sm.) mit breit pyramidenförmigen Doldentraube gezogen. Nur gelegentlich besonders inalpinen Anlagen werden auch kleine, niedrige, rasenbildende oder halbstrauchige Arten angetroffen, soPhlox ovdta L. mit roten Blüten, Phlox amoena Sims mit roten Blüten. Phlox divaricdta L.mit blauen Blüten (1746 eingeführt), Phlox rcptans Michx. mit roten Blüten, Phlox subuläta L. mitsparrig»spreizenden, pfriemlich»lanzettlichen Laubblättern und blaulilafarbenen Blüten usw. Gilia tricolorBenth., aus dem Pazifischen Nordamerika. Pflanze 1-jährig, 20 bis 50 cm hoch, klebrig=weichhaarig. Stengelaufrecht, einfach oder oberwärts locker=ästig. Laubblätter wechselständig, einfach oder doppelt fiederspaltig,etwas fleischig. Blüten zu wenig.zähligen, endständigen, trugdoldigen Büscheln vereinigt. Krone 2» bis 3»malso lang als der Kelch, breit glockig-trichter förmig, mit rundlichen, lilafarbenen oder violetten Lappen, imSchlünde dunkelpurpurn punktiert. Staubblätter gleich hoch unter dem Schlünde angeheftet. Diese und weitereArten der Gattung (Gilia liniflöra Benth., G. densiflöra Benth. [Fig. 3082], G. lütea Steud., G. aggre«

Fig. 3082. Gilia densiflora Benth.a Habitus, b Blüte mit Blattquirl.