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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Fig. 3080. Cobaea scandens Cav. a Sprossstück in Blüte, b Blütenknospe.c Querschnitt durch dieselbe, d Reife Frucht, e, f Samen (stark vergrössert).

verwildern beginnt. In Australien, in Afrika, ebenso im tropischen Asien fehlen die Polemoniaceen vollständig.Die Unterfamilie der Cobaeoideen mit z. T. rankenden Sträuchern ist im tropischen Amerika (Urwald) heimisch,

während die überwiegende Mehrzahl derPolemonioideen (etwa 200 Arten) auf Nord,amerika vor allem auf der pazifischenSeite (Californien und angrenzende Staaten)

vorkommt. Die Polemoniaceen sind pro-terandrische Insektenblütler, denen keingrosser Nutzen zukommt. Phlox ovata dientzur Verfälschung von Spigelia MarylandicaL. (pag. 1952). Dagegen sind verschiedeneArten allerdings z. T. nur als Modeblumen

zu beliebten und dankbaren Zierpflanzengeworden, so vor allem: Cobaea scän.d e n s Cav. (Fig. 3080). Stattlicher, bis18 m hoher Kletterstrauch (im Gebietmeist 1.jährig gezogen), mit kahlen, einfachgefiederten (jederseits 2 bis 3 Paar Fiedern)zu Ranken auslaufenden Laubblättern.Blüten gross, einzeln, an langen Stielenhängend, 15 bis 22 cm lang. Kelch tiefgeteilt, mit 5 breit-eiförmigen, meist violettüberlaufenen Abschnitten. Krone glocken-förmig, den Kelch überragend, zuerst grün,später bläulich violett (bei der f. flöreälbido weisslich). Griffel so lang als die5 Staubblätter. Frucht ziemlich gross (etwa4 cm lang), länger als der Kelch (Fig. 30S0d),fachspaltig (septicid) aufspringend. Samen

flach, zirka 15 mm lang (Fig. 3080e, f). Diese aus Mexiko (Yedra morada" der Mexikaner) und Costarica stammende,rasch wüchsige Kletterpflanze wurde 1789

In den Botanischen Gärten zu Madrid ein» ^ r

geführt, von wo aus sie sich sehr schnell ver. . r; efr - 'J-

breitete. Heute wird sie allgemein zur Be. *?

kleidung von Baikonen, Gitterwerk, Lauben, \j r|. T r / '' f'

auch auf Gräbern, und zwar zufolge ihrer V*/.,' '#»

Frostempfindlichkeit als 1»jährige Pflanze j ^ \ A '

gezogen. Die Vermehrung erfolgt durch > f* d

Stecklinge oder Samen. Wahrscheinlich x .Jjf

wird die Pflanze in der Heimat durch «jj»

Kolibris, im Gebiet wohl durch Schwär. pi 7

mer oder Hummeln bestäubt. Die Blüten I t a C

machen nacheinander ein männliches, weib. <id r

liches und hermaphroditisdies Stadium,wobei die Blüten hängend werden, durch.

Nach der Blüte führen die Blütenstielesehr auffällige, elegante Bewegungen aus.

Es erfolgt einmal eine Saförmige BewegungIm vorderen Teile des Blütenstieles, danneine Senkung des ganzen Blütenstieles, so=dass die reife Frucht nach abwärts gerichtetIst. Beides dürfte nach G o e b e 1 (Ent.faltungsbewegungen, pag. 117) durch dieDorsiventralität des Blütenstieles und durch Fig. 3081.die Einwirkung äusserer Faktoren bedingtsein. Gelegentlich können 2 Teilblättchen

eines Paares zu einem Laubblatt verwachsen sein. Ebenso können die Ranken, die metamorphosierte Teilblättchen

a und bSorten. -

Phlox Drummondii Hook., zwei verschiedene Bliiten-- c Phlox paniculata L. Blühender Spross.