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Narben kopfig, ± abgeplattet. Kapsel in der Regel von der vertrockneten Krone umschlossen,nicht aufspringend, 2» bis 4»samig. Samen eiförmig, meist etwas geschnäbelt, 1,65 mm lang,1,4 mm breit und 1,05 mm dick, gewöhnlich einseitig abgeplattet, rauh, gelb» bis dunkel»braun, im Mittel 0,82 mg schwer. — VIII, IX.
Trupp= oder herdenweise in Luzerne» und Rotkleefeldern in den Gebieten mit Wein»klima sich einbürgernder, sowie vorübergehend auch in anderen Gebieten auftretenderSchmarotzer.
In Deutschland in Bayern bei Altenschönbach und Kieferndorf, in Baden bei Wyhlen undwahrscheinlich noch anderwärts j in Elsass»Lothringen, in der Pfalz bei Friedelsheim, Ellerstadt, Kallstadt,Wachenheim, Ruppertsberg, Dürkheim, Deidesheim, Hasslodis in Hessen (z. B. unweit Cassel bei Schönfeld-Wahlershausen [von Pfeifer 1S43 aufgefunden] und Kratzenberg, sowie im Meissnergebiet bei Witzenhausen[1846] und Eschwege und im südlicheren Rheinland
in heissen Sommern (seit 1S42) öfters auftretend, i
aber wieder verschwindend, in Westfalen (?), Han« ,
nover (z. B. unweit Göttingen bei Klein.Hagen [1844]und Lange Nacht [1894]; in der Norddeutschen Tief«
ebene bei Hammerdorf unweit Hamburg (1914), so« _ Jfr
wie früher bei Segeberg; Braunschweig, Thüringen(z. B. bei Gera); in Schlesien bei Jauer. — In
Oesterreich in Tirol bei Kitzbühel und nach Q
Fritsch in Niederösterreich.— In der Schweiz im 1 l
Kanton Zürich bei Stettbach (um 1880) und bei Basel. jt I//
Chile; eingeschleppt und eingebürgert in Ä)
Mittel» und Südeuropa: Mittel» und Süd» w||W
frankreich, Korsika, Italien, Schweiz, Deutsch» * '
land, Oesterreich, Ungarn und wahrscheinlich t'' ^
Cuscuta suaveolens steht der C. racemosa ^
Martius sehr nahe, unterscheidet sich aber von dieser gm) \j/jsjp
namentlich durch die grösseren Blüten, die an der Spitze ^ fßr
eingebogenen Kronlappen (Fig. 3075 b) und durch dieSchlundschuppen. Sie richtet in Chile in Klee« und
Luzernefeldern grossen Schaden an und ist wahr« Ä jH
scheinlich von dort mit Luzernesaatgut nach Europa
sich in Südfrankreich ausgebreitet zu haben. Um
1840 tauchte sie, mit südfranzösischem Saatgut ein« W®» ä' W W\ m
geschleppt, in Deutschland und in anderen europä« \ ffi V ^ (w^|j|Ä
isdien Ländern auf. 1843 wurde sie in Nassau bei B.|M m f SMJ/Er
Weilburg von dem Apotheker Rudio beobachtet, , / _ " \mjf
wo sie im Verein mit Kleeseide in Luzernefeldern
sehr schädigend auftrat und auch auf Galeopsis Te« Fig.3075. Cuscuta suaveolens Seringe, a Habitus der blühendentrahit und auf Getreide überging. Im Jahre 1846 fand Pflanze, b Blüte, c Längsschnitt durch die Blute, d Fruchtknoten,sie sich (ebenfalls in Luzerne) bei Halle a. S. ein. Bald
breitete sie sich auch in anderen Gebieten Europas in starkem Masse aus und wurde neben C. arvensisin Italien und Frankreich, vor allem aber in Ungarn zum gefürchtetsten Schädling der Klee« und Luzerne«kulturen. Erneut wurde sie gegen das Ende des vergangenen Jahrhunderts mit chilenischen Honigklee (Meli«lotus sp.) und im Jahre 1904 mit chilenischen Rotklee in Oesterreich-Ungarn eingeschleppt und in verschie-denen, bis dahin verschonten Gebieten verbreitet. Erfreulicherweise vermag sie sich in den meisten mittel-europäischen Gebieten nicht zu halten, da das Keimoptimum ihrer Samen ziemlich hoch liegt (bei etwa 20°),demzufolge die Samen erst spät keimen und zwar in der Regel erst zu einer Zeit, in der der Klee oder dieLuzerne schon ziemlich weit entwickelt sind, sodass der Befall bereits auf einige Schwierigkeiten stösst. Ein-zubürgern hat sich hingegen der Schmarotzer in besonders warmen Gegenden vermocht, so besonders in denH e g i, Flora. V, 3. 336