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von Neuseeland in Kultur. Sie führt, wie die Batata bei den peruanischen Quichua.Indianern, den NamenKumara. Die knolligen Wurzelstücke (nicht wie bei der Kartoffel Sprossknollen) enthalten frisch etwa 60 bis 74°/oHsO, 1 bis 3 °/o Stickstoffsubstanzen, 0,5 bis 2,5 % Fett, 0,8 bis5,6°/o reduzierten Zucker, 3 bis 8 (20%) Gesamt»zucker, 20 bis 27°/o stickstofffreie Extraktstoffe usw. Sie sind etwas schleimig und schmecken etwa wie Artischoken.Sie ersetzen vollständig die Kartoffel und werden auch wie diese gekocht oder geröstet. Sie dienen ferner zurHerstellung von Spiritus (für Maschinen« und Automobilbetrieb) und Branntwein, als Viehfutter (auch das vorder Ernte geschnittene Laub), zur technischen Herstellung von Stärke usw. Der Anbau ist sehr einfach. DieVermehrung erfolgt fast stets durch ganze Knollen, vereinzelt auch durch Setzlinge. In Peru sind die SortenPorto viejo, Boca sagarto und Nina sehr geschätzt, auf den Westindischen Inseln die Sorte Providence, imMittleren Nordamerika derPumkinYam und Shanghai oder California Yam, in Ostafrika die Sorten Kindolo,Schumbalino, Kitaita usw. Versuchsweise wurde die Pflanze in Frankreich in Gemüsegärten gezogen. In Zier»garten wurde sie bereits 1580 eingeführt. — Als beliebte chinesischeGemüsepflanze sei I. aquatica Forsk. genannt, deren }ungen Triebegekocht oder in Oel gebacken genossen werden. Auch andereIpomoea-Arten werden hie und da gezogen, spielen aber keinebedeutende Rolle. Genannt sei z. B. I. trilöba L. aus Peru,die verwildert auf einem Felde zwischen Tramin und Kallern inSüdtirol angetroffen wurde, I. sangufnea Vahl aus Südamerika(verwildert auf Schutt in Neustadt Pfalz, 1910). Eingeschleppt fandsich ferner I.eriocärpaR. Br.(=I.sessiliflöra Roth), ein pantropischesGewächs, bei der Oelfabrik in Mannheim. — Eine in den Tropenan sandigen Küsten weitverbreitete Pflanze ist I. pes cäprae Sw.,die Ziegenfuss .Winde, die meist rot gefärbte Blüten besitzt und mitbis 30 m langen, an den Knoten wurzelnden Stengeln als Festigerinder Dünen und des lockeren Meeressandes eine bedeutende Rollespielt. — Pharbitis purpürea (L.) Voigt (= P. hispida Choisy,
= Ipomoea purpurea Lam.) Fig. 3050. Einjährige, bis über 3 mhoch windende Pflanze. Stengel ästig, steif rückwärts gerichtetbehaart. Laubblätter herzförmig, zugespitzt, gestielt, weichhaarig.
Blüten in 2« bis 5=blütigen, die Tragblatter weit überragenden Blüten-ständen. Kelchzipfel ei.lanzettlich, spitz, besonders am Grunde steif»haarig. Krone glockig-trichterförmig, gross, purpurrot. Narbe kopfig.
Frucht 3» bis 4«fächerig. Heimat: Tropisches Amerika. 1629 in Europaeingeführt und in zahlreichen Farbenabweichungen im Freilande, anHauswänden, Altanen, Lauben, Fenstern, auf Friedhöfen usw. ge«zogen. Im Hortus Eystettensis trug die Pflanze den Namen Con»volvolus indicus, Fremde indianische veilbraune Windglöcklein.
Verwildert nicht selten, so bei Mannheim (1909), auf Schutt beimFriedhof von Dürkheim (in einer zweifelhaften Form, vielleichtsubsp. nivälis [Lodd.] Brand [= P. nivea G. Don], 1911), imPark zu Sanssouci bei Potsdam, Strassburg, Naundorf bei Kötsehen» Fig. 3050. Pharbitis purpurea (L.) Voigt,broda (Sachsen), München, Erlangen, Zürich (1917), Basel (1908 " Blühender Spross. b Frucht,
und später mehrfach) Kirchenfeld bei Bern (1901, weissblütig), Solo«
thurn (1915), Fully (Wallis), Intragna und Pedemonte (Tessin), bei Bozen und Riva auf Aeckern und anWegen. — P. Nil (L.) Choisy (= Ipomoea Nil Roth, = I. punctata Pers., = I. scäbra Gmel.). Einjährige,2 bis 3 m hoch windende Pflanze. Laubblätter herzförmig, 3«lappig, lang gestielt. Krone himmelblau. HeimatsTropisches Amerika. In verschiedenen Kulturformen im Freiland und in Töpfen gezogen. Im Hortus Eystet.tensis fand sich diese Art unter dem Namen Nil Arabum, Fremde blaue Windglocken. Verwildert wurde sieim Tessin bei Fornasette (Lugano) 1904 angetroffen. — Operculina ventricösa (Choisy) Peter. Halb«strauchige, windende Pflanze. Stengel fast kantig, mit brauner Rinde, kahl. Laubblätter ungeteilt, herzförmigzugespitzt, netzaderig. Blüten meist zu 4, auf filzigen Blütenstielen. Kelchblätter sehr gross, weiss, trichter»förmig. Heimat s Surinam und Guadeloupe. Als nicht winterharte Topfpflanzen für sonnige, warme Gebieteoder für geheizte Räume geeignet. — Medizinische Bedeutung besitzt O. Turp^thum (L.) Peter aus Ost»indien mit glockigen Blüten, deren Wurzeln (Rädix Turp^thi) bisweilen als Ersatz oder als Verfälschung derRädix Jälapae benutzt werden. In Indien sind sie offizineil. — O. tuberöse (L.) Meiss., aus Mittelamerikaund Ostindien, ist eine geschätzte Gemüsepflanze. — Zur Unterfamilie der Cuscutoideae gehört nur dieGattung Cuscüta (pag. 2089,).
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