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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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et Lex. (= Ipomoea lobata [Cerv.] Thell.), Mina.Prunkwinde. Einjährige, 3 bis über 6 m hoch windende Pflanze.Laubblätter herzförmig, 3=lappig, buchtig gezähnt, handnervig.netzaderig. Blütenstand vielblütig. Krone 5»zipfelig,mit nur wenig ausgebreitetem Saume, etwa 2 cm lang, in der Knospenlage leuchtend rot, erblüht orange» bisblassgelb (weiteres s. Schlüssel). Heimat i Mexiko. Die Pflanze wurde 1832 nach England eingeführt und wirdseitdem auch in Mitteleuropa, selbst noch in Norddeutschland, im Freilande kultiviert. Verwildert bei St. Sulpiceunweit Lausanne (1913). Calonyction speciösum Choisy (= Ipomcea aculeäta O. Kuntze, = I. böna»nox L.). Einjährige, bis über 3 m hoch windende, sehr formenreiche Pflanze. Laubblätter herzförmig, gross,kahl. Blüten in 1. bis 5=blütigen Blütenständen. Kelchzipfel gehörnt. Krone sehr gross, weiss. Heimati Tro.pisches Amerika. In Mitteleuropa 1733 eingeführt, beliebt als Zimmer« und Kalthauspflanze, aber für dasFreiland nur in sehr warmen und geschützten Lagen brauchbar. Quamoclit vulgaris Choisy (= IpomoeaQuamoclit L.). Gefiederte Prunkwinde. Franz...Quamoclit cardmal, Liseron ä feuilles laciniees; engl.! IndianPink, cyress vine. Bis 2,5 m hoch windende Pflanze. Laubblätter fiederteilig, mit schmal.linealen Abschnitten.Blüten in 1» bis mehrzähligen, achselständigen Blütenständen. Krone scharlachrot oder karminrot bis purpurn.Heimat: Ostindien, in den Tropen vielfach eingebürgert, in Mitteleuropa in warmen Lagen im Freilandeund in Töpfen kultiviert. Wie die nachfolgende Art bereits zur Renaissance in Schlesischen Gärten bekannt. Q. coccinea (L.) Moench. Bis 5 m hoch windende Pflanze. Laubblätter herzförmig, handnervig, meist± gelappt- Blüten in 3» bis mehrblütigen, die Tragblätter überragenden Blütenständen. Krone etwa 3 cmlang, orangegelb, mit scharlachrotem Saume, wohlriechend. Heimat: Tropisches und subtropisches Amerikaund Asien. In Mitteleuropa als Zierpflanze im Freiland zur Bekleidung von Spalieren gezogen, härter alsQ. vulgaris, aber in neuerer Zeit weniger beliebt. Exogönium Pürga (Wenderoth) Bentham. Bis über4 m hoch windende Pflanze mit knollig=rübenförmig verdickter Grundachse. Stengel purpurn. Laubblätterherzförmig bis breit »herzförmig, zugespitzt, ganzrandig, kahl. Blüten einzeln oder zu 2. Kelchzipfel ohneStachelspitze, purpurn. Krone rot. Heimat: Mexiko. Sehr schöne, aber wenig gezogene Schmuckpflanze fürkalkhaltige Böden. In den Tropen (Ostindien, Ceylon, Afrika, Jamaika) wird die Art vielfach ihrer Wurzel»knollen wegen, die alsTüberaJälapae (Deutsch. Arzneibuch VI, Pharm. Helv.) s. Rädix Jalapae (Pharm. Austr.),echte Jalapawurzel offizineil sind, gebaut. Die bei starker Wärme getrockneten Wurzeln enthalten neben 9,5bis 13,4°/o Hart» und Weichharz Gummi, 19°/o Zucker, Farbstoffe, Apfelsäure (?), Mannit (?) usw. Im Harzefindet sich zu 95°/o das Convolvulin (C54H96O27), auf dem die stark drastisch abführende Wirkung der Drogeberuht. Ferner benützt man die Rdsina Jälapae (Deutsch. Arzneibuch VI/1927, Pharm. Austr.) als Reiz,mittel gegen Gelbsucht, Wassersucht, Würmer usw. Wann die Droge nach Europa gelangte, ist unsicher, dadieselbe medizinische Wirkung einer ganzen Reihe von Convolvulaceen zukommt, so der ostmexikanischenIpomoea Orizabdnsis Ledanois (die Stipites Jalapae, Rädix Jälapae fibrösae s. I6vis s. fusciförmis oderMexikanische Scammoniumwurzel liefernd), der I. simulans Hanbury, Tampicawurzel, der J. triflöraVelasco, Jalape von Quer6taro, der brasilianischen I. operculdta Mart., Brasilianische Jalape, Batatapurgante, Batata do gentio, der tropisch-amerikanischen I. panduräta (L.) Mayer, der nordamerikanischenPharbitis purpürea (L.) Voigt usw. (vgl. auch Dragendorff, G., Die Heilpflanzen der verschiedenenLänder und Zeiten, 1898). Ipomoea paniculdta R. Br. Ausdauernde, windende Pflanze mit dickem,kahlem Stengel. Laubblätter tief 5> bis 7.1appig. Kelchblätter 6 bis 8 mm lang, gleichlang. Blüten in viel»blütigen, kurzen Rispen, lebhaft hellpurpurrot, im Schlünde dunkler. Kronröhre 3 cm lang, mit 7 cm breitem,flach ausgebreitetem Saume. Heimat: Ostindien, Java. Nur für sonnige, warme und geschützte Lagen ver»wendbar. Als Nährpflanze hat in einzelnen Ländern Ipomcea Batätas Lam. (= Batatas edülis Thunbg.)grosse Bedeutung; es ist dies die Batate oder Süsse Kartoffel, franz.: Batate, engl.: Sweet potatoe, in West»indien und Südamerika camotes, amotes, ajes, cumar, jetica oder hetidi geheissen, malayisch ubi djawa, ubi kastela,gumbilli passir, in Ostafrika kiazi geheissen. Ausdauernde, am Boden niederliegende, seltener schlingende oderaufrechte Pflanze. Grundachse mit länglich»spindelförmigen, bis faustgrossen, gelblichen oder weisslichen, 1 bis 2(bei einzelnen Sorten bis 3,5) kg schweren Seitenwurzeln. Laubblätter tief eingeschnitten, 3» bis mehrlappig,kahl. Blüten in mehrblütigen (meist 3 bis 4), gebüschelten Blütenständen, gross, trichterförmig, purpurrot, rötlichoder weiss. Heimat nach Humboldt, Meyen, Boissier, Peter u.a. wahrscheinlich Mittelamerika, 1514wildwachsend in Honduras angegeben (vgl. A. De Candolle, Der Ursprung der Kulturpflanzen, 1884), gegen,wärtig aber nur in zahlreichen Kuliurformen bekannt (vgl. Semler, H. Die tropische Agricultur, Bd. 2, 1900und Winkler H., Botanisches Hilfsbuch, 1912) und in den warmen Gebieten der ganzen Erde bis nach Neu»Seeland, Japan, Algier und bis ins mittlere Nordamerika (bis zum 42° nördl. Breite) im grossen angebaut. Zuihrem Gedeihen benötigt die Batate keine längere Wachstumsperiode als die gewöhnliche Kartoffel, wohl aberbedeutend mehr Wärme. Ist wenig Wärme vorhanden, so schmecken die Knollen unreif, da zu wenig Zuckerausgebildet wird. Immerhin darf das Klima nicht zu feucht sein. Mehr noch als die Kartoffel meidet diePflanze einen nassen Boden; am besten eignen sich für die Kultur leichte Sandböden. Eine als I. chrysorrhiza(Soland.) bezeichnete Form, die nie zur Blüte gelangt, war bei den Maoris bereits zur Zeit der Entdeckung