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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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2078

1. Pflanze mit grünen Laubblättern und mit grossen Blüten 2.

1*. Schmarotzerpflanzen ohne Laubblätter und mit kleinen Blüten Cuscuta DCIV.

2. Narbe 2-lappig oder 2=geteilt; Lappen eirund oder lanzettlich, fädlidi oder abgeplattet ... Convo 1 vulus DC11I.

2*. Griffel fadenförmig, mit fast kugeliger, ungeteilter oder 2.kopfiger oder 2-kugeliger, dicker Narbe(Gattung Ipomoea L. s. lat.). Kultivierte Pflanzen 3.

3. Blüten in Doppelwickeln. Kelchblätter gehörnt. Krone aus kurzröhrigem Grunde plötzlicherweitert, gekrümmt.primatisch, gelb und rot. Staubblätter und Griffel hervortretend. Mit 2 Arten in Mexikoheimische Gattung, davon in Kultur Minalobata (pag. 2075).

3*. Blüten in Dichasien oder in doldenartigen bis kopfigen Blütenständen. Krone trichter., glocken.oder flach.tellerförmig 4.

4. Staubblätter und Griffel aus der Kronröhre hervortretend ... 5.

4*. Staubblätter und Griffel in der Kronröhre eingeschlossen 7.

5. Blüten sehr gross (bis 16 cm lang), fladi.tellerförmig, mit enger, zylindrischer Röhre und breitem Saum.Tropisch<amerikanische Gattung mit 4 Arten, wovon häufiger in Kultur Calonyction speciosum (pag.2075).

5*. Blüten mittelgross 6.

6. Pflanzen 1 «jährig. Kelchblätter meist mit plötzlich aufgesetzter Spitze. Krone röhrig, nach obenerweitert, öfters unter dem wenig ausgebreiteten oder glockigen Saume zusammengezogen, rot oder gelb. Mitetwa 10 Arten in den Tropen verbreitete Gattung Quamoclit Tournef. nr. 2076.

6*. Pflanzen ausdauernd. Kelchblätter meist an der Spitze abgerundet. Krone rßhrig, nach obenetwas erweitert, mit mittelgrossem Saume, meist rot. Mit 15 Arten im tropischen Amerika. Davon als seltenereZierpflanze Exogonium Purga (pag. 2076).

7. Kelchblätter krautig, allmählich verschmälert.zugespitzt oder lang, und schmal.zugespitzt. Frucht,knoten meist 3.fächerig und 6>samig. 50 bis 60 Arten starke Gattung aus den wärmeren und tropischenGebieten. Häufige Zierpflanzen Pharbitis Choisy pag. 2077.

7*. Kelchblätter häutig oder lederig, stumpf bis spitz. Fruchtknoten in der Regel 2« oder 4=fächerigund 4»samig S-

8. Kapsel der Länge nach 4-, selten 2.klappig aufspringend. Mit 300 Arten in allen tropischen undwärmeren Gebieten verbreitete Gattung Ipomoea L. s. str. (pag. 2076).

8*. Kapsel quer, und unregelmässig zerreissend, bisweilen fast deckeiförmig aufspringend. Mit10 Arten im tropischen Amerika und in Ostindien heimisch . . . Operculina Silv. Manso (pag. 2077).

DCIII. ConvÖlvulllS 1 ) L. Winde. Franz.: Liseron, lizeron; engl.: Bindweed;

ital.: Vilucchio.

Aufrechte oder niederliegende, windende Kräuter, Stauden, Halbsträucher und Sträuchermit meist einfachen, herz», pfeil- oder spiessförmigen, seltener gelappten oder fiederspaltigenLaubblättern. Blüten einzeln oder in mehr» bis vielblütigen Blütenständen in den Achselnder Laubblätter, meist gross, verschiedenartig gefärbt. Vorblätter klein und schmal odergross, laubblattartig und den Kelch einschliessend. Kelchblätter frei, meist gleichlang. Kronetrichterförmig bis glockig, mit i deutlichem, 5=eckigem Saume. Staubblätter am Grunde derKrone entspringend; Staubfäden am Grunde meist verbreitert; Staubbeutel länglich, sichnach innen öffnend 2 ). Diskus ring» oder becherförmig. Fruchtknoten 1= oder 2=fächerig oderunvollkommen 2=fächerig, 4=samig. Griffel fädlich; Narbe 2=lappig, fädlich, ei=keulenförmigoder flach. Kapsel kugelig, meist 2=fächerig, 4=klappig aufspringend oder selten unregelmässigzerbrechend oder l=samig und geschlossen bleibend. Samen 1 bis 4, kahl, glatt oder mitverschiedenartiger Skulptur.

') Abgeleitet von lat. convölvere = zusammenwickeln; wegen der sich zusammenfaltenden Krone.Der Name findet sich bereits bei P1 i n i u s.

Die Staubbeutel werden irrtümlicherweise, wohl auf Aug. Schulz (Beiträge zur Kenntnis derBes täubu ngseinrichtungen und Geschlechtsverteilung bei den Pflanzen, 1888) zurückgehend, von Knuth undKirchner als extrors bezeichnet.