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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
Entstehung
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2070
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Abschnitte nach aussen gebogen, durch eine fast durchsichtige, ziemlich breite Bindehaut miteinander ver«schmolzen; die Bindehaut hie und da in ein Zähnchen auslaufend und infolgedessen dann das KrönchenlO.lappig. 3. Krönchen einen tief geteilten Stern bildend; die 5 Abschnitte zur Hälfte von einandergetrennt, eiförmig, zugespitzt, innen sehr wulstig. Grössere systematische Bedeutung kommt dieser verschie«denartigen Ausgestaltung der Nebenkrone nicht zu, weil sich alle 3 Formen bisweilen an Individuenein und desselben Standortes vorfinden, wie schon Irmisch bemerkte und Geisenheyner (Festschriftzu Aschersons 70. Geburtstag) bei Untersuchungen im Nahegebiet bestätigen konnte.

Nachfolgend sei folgende, im Wesentlichen von Rouy stammende Gliederung in Vorschlaggebrachti 1. var. älbidum (Jord. et Fouc.) Rouy. Mittlere Laubblätter eilänglich, am Grunde abgerundet.Krone weiss; Kronzipfel eilanzettlich, stumpflich; Krönchenabschnitte gestutzt, gelblichweiss. Frucht ± ver«längert, länglich»lanzettlicb. 2. var. dumeticolum (Jord. et Fouc.) JRouy. Laubblätter breit«eiförmig,kürzer zugespitzt. Krone grünlichweiss; Kronzipfel länglich, etwas ausgerandet; Krönchenabschnitte gestutzt,

grünlichweiss. Frucht ziemlich kurz, läng«licholanzettlich. 3. var. Beugesiacum(Jord. et Fouc.) Rouy. Laubblätter eilan.zettlich, am Grunde etwas herzförmig.Krone grünlich; Kronzipfel eiförmig, etwasspitz. Blütenstand dicht, vielblütig, fastzusammengesetzt. Frucht schmal»lineal«lanzettlich. 4. var. ochroleücum(Jord. et Fouc.) Shuttl. (= var. flävumReinecke). Laubblätter breit und kurzeiförmig, am Grunde etwas herzförmig,bleichgrün. Blüten mittelgross. Kronelebhaft gelb, mit eiförmigen, einander fastberührenden Zipfeln. 5. var. p e t r 6philum (Jord. et Fouc.) Rouy (= V.läxum Godr. et Gren. p. p. max., Bartl.p. p.). Pflanze zart. Laubblätter lanzett«lieh, lang zugespitzt, am Grunde schwachherzförmig. Blütenstände lockerblütig.Krone bleichgelb, mit grünlichen, deutlichgestutzten Zipfeln. Früchte länglich.lan»zettlich, vorn lang zugespitzt. 6. var.1 u 16 o 1 u m (Jord. et Fouc.) Rouy. Pflanzekräftig. Laubblätter freudig grün, herz«förmig. Blüten gross. Krone bleichgelb;Fig. 3047. Verbreitung von Vincetoxicum ofiiduale Moench in Europa Krönchenabschnitte von einander entfernt,(nach Rikard s t e r n e r). eilänglich, durch eine durchscheinende Haut

verbunden. So in der montanen und sub»alpinen Stufe der Alpen und Voralpen, vielleicht auch in den Mittelgebirgen. Hierher gehört f. robüstumHegi et Schmid. Eine besonders kräftige Form mit an der Spitze häufig windenden und reichlich ästigenStengeln. Aeste bis über 12 cm lang. Blütenstände locker, von lanzettlichen Hochblättern durchsetzt. Fruchtkurz und breit. So in lichtem Gebüsch und in Laubwäldern der Südalpentäler. 7. var. alpicolum (Jord.et Fouc.) Rouy. Laubblätter sciimal = lanzettlich, lang zugespitzt, am Grunde meist abgerundet (nicht oderkaum herzförmig), freudiggrün. Stengel kahl oder verkahlend. Blüten klein. Krone schwefelgelb, mit ei«förmigen, stumpfen, kahlen Zipfeln. So in den Alpen (ob auch im Gebiete?). 8. var. HausskndchtiiBornmüller. Blüten schwärzlich.purpurn. Thüringen (Ettersberg in den Teufelskrippen). Behält in der Kulturdie Blütenfarbe bei.

Vincetoxicum officinale besitzt gegenwärtig eurasiatische Verbreitung, dürfte aber nach Mitteleuropavon Osten her eingewandert sein. Die Pflanze ist ein thermophiler Hemikryptophyt, der mit Vorliebe undvielfach herdenweise auf sonnigen, trockenen Schutthalden auttritt. Im Jura findet er sich nach Gradmannund Kelhofer zusammen mit Melica eiliata, Sesleria caerulea, Polygonatum officinale, Thlaspi montanum,Coronilla montana, Teucrium montanum und T. Chamaedrys, Carduus defloratus usw. Im Lauterbrunnentaleerscheint er eingesprengt im Dryopteridetum Robertianae auf steilen Grobgeröllhalden und bereits etwasreichlicher im Stipetum Calamagrostitis auf reichlich mit Feinerde durchsetzten Hängen. Im Unterengadin beiCresta unweit Zernez zählt die Pflanze zu den Charakterpflanzen der Vincetoxicum officinale « Rumex scutatus»