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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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(Fig. 3045g, h). Narbe breit, 5=eckig. Balgkapselnkajakartig geformt (Fig.3046c), lanzettlich, 5 bis7 cm lang, am Grunde abgerundet, vorn zugespitzt, kahl. Samen eiförmig, flachgedrückt,6 bis 7 mm lang, scharfrandig, mit weissen Haarschopf (Fig. 3046 g, h). V bis VIII.

Gruppen» bis herdenweise an sonnigen, trockenen Orten auf Schutthängen, Sanddünen,Trockenwiesen, Weiden, an Felsen, in lichlen Gebüschen und Wäldern. Von der Ebene bis in diesubalpine Stufe: in den Bayerischen Alpen bis 1700 m, in Tirol bis etwa 1500 m, im Tessinund im Wallis bis 1600 m, im Unterengadin bis 1800 m, im Gotthardgebiet (Maderanertal) bis1730 m, im Hochjura bis 1300 m, in den Sudeten bis in die Knieholzstufe aufsteigend. Im Haupt«Verbreitungsgebiet boden vag,, aber mit

Annäherung an die nördliche Ver= |»j /

breitungsgrenze kalkliebend und auf ijjj j

Urgestein fast ganz fehlend. ' w if

In Deutschland ziemlich ver« [jf| _ l//_ _-y

breitet in der Ebene bis in die Bergstufe auf /7 tri]

kalkreidien Unterlagen, in den höheren Mittel» flj 1 jJb

gebirgen und auf kalkarmen Unterlagen der ' j | ^ \$//~

tieferen Lagen (z. B. auf Keuper) fehlend oder |jl ^

sehr zerstreut, nördlich bis zum Niederrhein yy - \J/

(Hiesfeld, Wesel, Xanten, Krefeld, Kempen), (jÄNl

Westfalen (Bodenwerder a. d. Weser, zwischen ^ mm ) Sv

Herstelle und Carlshafen, bei Lengerich im 4p| W & |) ^

Busdi bei Colon Oberesch, Altenberge, Lotte,

Liesborn), Hannover (in der Klötzschie beiHitzacker), in der Horst bei Lauenburg, inHolstein (im Buchwerder im Dassower See beiLübeck, früher [1780) auf den Inseln in denPreetzer Seen und [1797] Propstenwerder), ineinigen Teilen der Ostseeküste fehlend. InOesterreich und in der Schweiz meistverbreitet, doch z. B. im Schweizerischen Mittel,lande im Molassegebiete seltener.

Allgemeine Verbreitung:

Europa (Fig. 3047), nördlich bis Bebgien, Holland, Nordwestdeutschland,

Dänemärk, Südost=Norwegen, Mittel»

Schweden, Aland, Abo, Nyland, Oesel,

Estland Livland, Witebsk; Kaukasus, Fig.3046. Vincetoxicumofficinale Moeoch. a Stengel mit Früchten.

' ..1 .1 1 TT' 1 ^ und c Frucht (natürliche Grösse), d. Samenpfropf, e und / Frucht geöffnet.

Westasien, östlich bis zum oimdldyd g und a Samen,

und Altai; Nordafrika.

Vincetoxium officinale ist eine ausserordentlich formenreiche Art, deren Gliederung bis heutenoch nicht erfolgreich durchgeführt worden ist. Vor allem ist die Art je nach den standörtlichen Ver»hältnissen sehr veränderungsfähig. In feuchten Gebüschen, auf nährstoffreichen Böden wird sie bisweilenbis 2 m hoch und besitzt dann windende Stengelspitzen (f. scändens Bedchaus); an schattigen Ortenwird die Behaarung dichter (f. tomentösum Bedchaus); an trockenen, sonnigen Orten treten Individuen mitdichten, knäueligen Trugdolden auf (f. glomerdtum Beckhaus) oder die ganze Pflanze ist purpurn über«laufen (f. purpuräscens Bedchaus). Andere Abänderungen sind: f. pub6rulum (Bede). Krone innenfeinflaumig. f. stenolöbum Geisenheyner. Blüten gross. Blütenknospen etwa 3»mal so lang als breit,ei-lanzettlich. Kronzipfel lineal, 4*/2. bis 6.mal so lang als breit. f. platylöbum Geisenheyner. Blütenklein bis mittelgross. Blütenknospen breit=eiförmig bis kugelig. Kronzipfel eiförmig, vorn abgerundet, so breitbis '/ 3 so breit wie lang. Thilo Irmisch (Verhandlungen des Botanischen Vereins für die ProvinzBrandenburg, 1859) stellte folgende 3 Blütenformen fest: 1. Krönchen von oben gesehen fast einen Kreisbildend, auf 2 / a der Länge 5»spaltig; Ränder der rundlich-eiförmigen, stumpflichen, innen schwach gewölbtenAbschnitte einander anliegend. 2. Krönchen einen stumpfeckigen Stern bildend; die 5 innern wulstigen