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gegen dem Grande zu verdickt. Verwildert sehr selten, so bei Potsdam auf der Pfaueninsel und bei Spandauin der Nähe von Gatow (1882), sowie in der Schweiz. Zur Zeit der Renaissance war sie in Schlesien unterdem Namen Asclepias flore nigro in Kultur.
2277. Vincetoxicum officinäle Moench (= Cynänchum Vincetoxicum B. Br.). Schwalben»würz, St. Lorenzkraut. Franz.: Dompte venin; engl.: Swallows wort; ital.: Vincitossico,
erba seta, asclepide. Fig. 3045 bis 3049.
Der Name Schwalbenwurz, .kraut (selten mundartlich) ist kein echter Volksname, sondern nurdie Uebersetzung des mittellatein. hirundinäria [h&rba] (lat. hiründo = Schwalbe). Die alten Kräuterbücher (z. B.die von Lonitzer und Fuchs) erklären das damit, dass die mit einem Haarschopf versehenen Samen „flie-genden Vögeln nit ungleich" seien. Nach der Gestalt der Frucht nennt man die Pflanze auch Schwarten
, , (Schmalkalden), nach der weissen Blütenfarbe
weisse Kreuzwurz, Weisswurz;ii We (Kärnten). Im Wallis (Zermatt) ist sie als
/ Meisterchrut bekannt. — Im rätoromani.
sehen Graubünden heisst die Schwalbenwurz6 tiSmOi/ f 611 a s da cavall, toschik, tossik.
" Ausdauernde, 30 bis 120
fcpT (200) cm hohe Pflanze. Primärwurzel
f 'M / zuletzt schwindend, durch zahlreiche,
weissliche, dicke Adventivwurzeln er«\\ setzt. Grundachse mehrköpfig, wag»
\| recht, 2,5 bis 5 cm lang und 0,5 bis
\ . ' , 1 cm dick, knotig. Stengel meist zu
'ifk: Ii Ii /jPjrvfc mehreren, aufrecht, einfach, seltener im
ä \ 11 i\ /'IMB fr R oberen Teile kurz ästig, stielrund, hohl,
% w Wim PI 2»zeilig, flaumig behaart. Laubblätter9 ^ \ flll W gegenständig, selten zu 3 oder 4 quirl»
ständig, die untersten etwa 0,5 cm langgestielt, rundlich»3=eckig, stumpf, amGrunde herzförmig, klein, entfernt»stehend, die mittleren etwa 1 cm langgestielt, ei»länglich, gross, am Grundeherzförmig, lang zugespitzt, die oberstenetwa 0,5 mm lang gestielt, lanzettlichbis lineaHanzettlich, am Grunde abge»rundet, ganzrandig, wie der Stiel be=sonders auf den Nerven und am Randekurzflaumig»behaart, verkahlend, ober»seits sattgrün, unterseits heller bläulich»grün. Blüten in blattachselständigen,trugdoldigen, lockeren bis ziemlich dichtkugelig »knäueligen, mit pfriemlichenDeckblättern versehenen Cymen aufverschieden langen, kurzhaarigen Stielen, 5 bis 9 mm lang. Kelch mit 5 kleinen, spitzen Zipfeln,kahl. Krone 5 bis 15 mm im Durchmesser, mit 5 elliptischen, stumpflichen, am Rande deutlicheingerollten, 2 bis 5 mm langen, weissen, grünlichen (selten schwarzpurpurnen), hellgelblichen, in derKnospe nach rechts gedrehten Lappen, am Grunde grünlich, kahl, selten innen fein flaumig. Staub»blätter 5, mit 5 zu einem 5»kantigen, halbkugeligen Krönchen verbundenen Rückenanhängseln.Pollenballen (Pollinien) je zweier benachbarter Staubbeutel durch Klemmkörper verbunden
Fig.3045. Vincetoxicum officinäle Moench. a BlühenderSpross. b,b\ Erd-stöcke. c Längsschnitt durch die Blüte, d Gynostegium. e Querschnitt durchdie Mittelsäule und die 5 damit verwachsenen Antheren. /Antherenzwischen-wand (sich frühzeitig von der Mittelsäule ablösend), g , h Pollinien mit Klemm-körper. i Querschnitt durch den Fruchtknoten (Fig. e und /nach Ed. Kuhn).