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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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mit lanzettlichen, etwa 5 bis 15 cm langen, kurzgestielten, oberseits dunkelgrünen, unterseits bläulidigrünenLaubblättern. Blüten in doldigen Blütenständen. Kronzipfel scharlachrot bis dunkelorangerot, selten weiss.Kröndien orangefarben, auf einem etwa 2,5 cm hohen Gynostegiumträger sitzend. Balgfrüchte auf aufrechtenStielen aufrecht stehend, länglich, zugespitzt. Heimat: Tropisches Amerika. Der schönen Blüten wegen alsZierpflanze über die ganze wärmere Erde verbreitet, in Mitteleuropa bereits seit dem 17. Jahrhundert alsTopf» und Lauhauspflanze gezogen, im Sommer auch im Freien gedeihend. Ruderal beim Friedhof von Mann«heim (1910). A. tuberösaL. Bis 60 cm hohe Staude mit knolliger Grundachse. Laubblätter Wechsel»ständig, länglich*lanzettlich bis lineal.lanzettlich, sitzend oder kurz gestielt, rauhhaarig. Blüten in doldigen,an den Stengelspitzen stehenden Blütenständen. Kronzipfel purpurn bis grünlich-orange oder scharlachrot.Krönchen hellorangegelb. Balgkapseln an abwärts gebogenen Stielen aufrecht, grauhaarig. Heimat: Nord»amerika, von Kanada bis Nordmexiko. Beliebte Gartenzierpflanze, die aber Winterschutz erfordert.A. incarnäta L. 60 bis 100 cm hohe Staude mit gegenständigen oder 3»wirteligen, länglich.lanzettlichen,

kurzgestielten Laubblättern und kleinen, in doldentraubigenBlütenständen stehenden Blüten. Kronzipfel rosa oderpurpurn, länglich, 4 bis 5 mm lang. Gynostegium etwagleichlang. Krönchen grünlich, gelblich oder weiss, seltenerrot überlaufen. Balgkapseln auf aufrechten Stielen aufrecht.Heimat: Nordamerika. In Mitteleuropa seit dem 17. Jahr»hundert in verschiedenen Formen gezogen. Als Ad.ventivpflanzen wurden im Rheinhafen von LudwigshafenA. amcena L. aus dem Orient und A. quadrffida L.aus Nordamerika aufgefunden. Aus der vorwiegendBrasilianischen Gattung Oxypetalum R. Br. finden sichmehrere Arten als Topfpflanzen in Pflege, vor allem O.solanoides Hook, et Arn. Halbstrauch mit lanzettlichenoder länglich.herzförmigen, spitzen, filzig behaarten Laub»blättern. Blüten klein, in ± reichblütigen, doldig»rispigenBlütenständen. Kelchblätter klein, zugespitzt. Krone mitlangen, aufrechten, azurblauen, rosarot gezeichneten oderrosaroten Zipfeln. Krönchen einfach, der Staubbeutelröhreangeheftet; Zipfel tief ausgerandet, ohne innere Anhängsel.Gynostegium sitzend; Arme der Translatoren häutig ver»breitert, seitlich von einem nach aussen gekrümmten Hörn«chen begrenzt. Heimat: Argentinien und südlichstes Brasilien.In den Gewächshäusern vielfach unter dem Namen Twee»diea floribünda hört. Von der Tribus der Secamo»n6ae, bei der die Pollinien paarweise und aufwärts ge»richtet in jedem Staubbeutelfach liegen und zu der nur dieGattung Secamöne R. Br. zählt, ist keine Art als Zier»pflanze von besonderer Bedeutung. Aus der Tribus derTylophoreae mit ebenfalls aufrechten, aber nur einzeln inden Staubbeuteltaschen liegenden Pollinien ist die grosseafrikanisch»asiatisch»australische Gattung Ceropdgia L. zunennen, aus welcher einige windende Halbsträucher nicht selten als Zimmergewächse oder in Warmhäusernanzutreffen sind: C. Cumingiäna Dcne. mit eirundlichen, zugespitzten Laubblättern und hellbraun»roten Blüten. Kronzipfel in der Mitte mit einem gelblichweissen oder grünlichen Querbande; C. Can«deläbrum L. Aehnlich der vorigen, aber mit reichlicherem Blütenstand (einem Kronleuchter ähnelnd).Krone bis 3 cm lang, im unteren Teile kugelig aufgeblasen, weiss, rot gestreift, im oberen Teile walzlich,rosarot, mit grünlichen Zipfeln; C. elegans Wall. Von beiden vorausgehenden Arten durch nur1» bis 4=blütige Blütenstände unterschieden. Ferner Laubblätter fein bewimpert, mehr länglich und oft dunkel,braun. Kronröhre im unteren Teile baudiig.gekrümmt, weisslich oder bläulichbraun, violett gefleckt oder purpurnpunktiert; C. Wo ödii Schlechter, C. Sandersönii Dcne. (Fig. 3039), C. stapeliif örmis Haw. ZunehmenderBeliebtheit erfreuen sich die an Kakteen erinnernden Stapelien, von denen etwa 80 Arten in Südafrikaheimisch sind (vgl. Berg er, Alwin. Stapelien und Kleinien. III. Handbuch sukkulenter Pflanzen. Stuttgart,1910). Wohl die am häufigsten anzutreffende Art ist Stap6lia variegäta L. Sukkulenter Strauch mitaufstrebenden, 4=kantigen, spitz» und weitzähnig bewehrten Aesten. Blüten auf zurück gekrümmten Stielen.Kronzipfel eirund, spitz, hell» oder schwefelgelb, oberseits mit purpurnen Queradern und Flecken, am Rande

Fig. 3044.

Hoya carnosa R. Br., kultiviert. Phot. f H.D o p f e r, München.