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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Stopfmaterial für Kissen, Polster usw. Die wichtigsten dazu benutzten Arten sind die beiden Calötropis»Arten (mit der Ak» oder Akon«Seide), verschiedene A s c 1 e p i a s Arten z.B. A. C u r a s s ä v i c a L. undA. volübilis L. in Westindien und Südamerika, A. Cornüti, Stephanötis floribünda A. Brongn.,Beaumöntia grandiflöra (Roxb.) Wallr., Gomphocärpus semilunatus A. Richter, G. phy.socärpus E. Mey. usw. Zu Speiseszwecken eignen sich nur wenige Asclepiadaceen und besitzendann meist auch nur lokale Bedeutung. So werden z. B. die Knollen einiger südafrikanischer GattungenSchizoglössum E. Mey. und Stenost61ma Schlecht., die jüngsten Zweigspitzen von Cryptolepis R.Br. und Perguläria L., die Früchte von Brachystelma foetidum Schlecht., die Früchte vonPeriplöcaäphylla Dcne. usw. gegessen. Die grossen, fast kugeligen, grünen, rotbackigen Blüten von Calotropisp r o c e r a, der Oscherstrauch, in Indien Modär oder Yerkum geheissen, die einen trockenen, ungeniessbaren Inhaltbergen, werden für die Sodomsäpfel der Bibel angesehen. Kultischen Zwecken als sog. Sorna« oder Haoma dienenin Indien Sarcostdmma äcidum (Roxb.) K. Schum., Periploca äphylla und Calotropis gigant^a-Als Zierpflanzen für Gärten, namentlich aber in Kalt» und Warmhäusern gezogen, kommen in Betracht:Zu der oben charakterisierten Unterfamilie der Periplocoideae mit etwa 40 Gattungen gehörig: Periplöca

Graeca L. (Fig. 3041), ital.« topi,einer der Vertreter der mit 12 Artenim Mittelmeergebiete, im gemässigtenund subtropischen Asien und im tro-pischen Afrika verbreiteten Gattung.Aufrechter oder windender, 4 bis 5 mhoher Strauch mit längli<h»elliptischenbis lanzettlichen, zugespitzten oderstumpfen, am Grunde abgerundeten,ganzrandigen, kahlen, oberseits glän.zend dunkelgrünen, unterseits hell«bläulichgrünen Laubblättern. Blütenin end» und achselständigen, lockeren,armblütigen Rispen. Kelchzipfel kurz,mit 5 Drüsen versehen. Kronzipfel 5,eilänglich bis lanzettlich, stumpf, etwa9 mm lang, am Rande zurückgeschla»gen, oberseits gegen den Rand zu weissbebärtet, unterseits kahl; Krönchenringförmig, kurz» und breit» lO.zipfelig,mit 5 pfriemlichen, lang zugespitztenSchuppen. Staubblätter zwischen denKrönchenlappen eingefügt; Staubfädenfrei; Staubbeutel auf dem Rücken be»haart, mit kurzen Anhängseln, überder Narbe zusammenneigend; Tran»latoren löffeiförmig. Balgkapseln walz,lieh, etwa 6 cm lang, glatt, braun.VII, VIII. Hexmisch im östlichen Mittel,meergebiete (von Dalmatien, Mittel» undSüditalien ostwärts). Der hübsche, sommergrüne, seit 1597 in Kultur befindliche Winder eignet sich zur Bekleidungvon Mauern, Säulen, Baumstämmen usw., ist aber nur für warme, sonnige Lagen verwendbar. Verwildert wurdeer in Bozen (im Garten von Hausmann), in Vorarlberg an der Walsertalstrasse bei Thüringerberg (1919) undunweit Genf bei Chambdsy (1910) angetroffen. Im Kaukasus wächst er besonders in Auenwäldern an Wasserläufen.Die Periplocarinde (Cörtex Periplöcae Greecae, in welcher Gerbstoff, Gallussäure, Zucker, fettes Oel,Harz, ein nach bittern Mandeln riechender Stoff und das Glykosid Periplocin enthalten sind, wird gegenwärtigkaum noch verwendet. Infolge des Periplocins (C30H48O12) stellt sie ein ziemlich starkes Herzmittel dar.Ebenso werden die S6men Periplöcae Greecae, Griechische Periplocasamen, Hundschlangensamen,Malteserkreuzsamen benützt, lieber die anatomischen Verhältnisse der Pflanze vgl. H.Pfeffer (Schriftender Vereinigung von Freunden der Mikroskopie, 1923). Selten gezogen wird P. s6pium Bge. aus China,durch lanzettlichere, lang zugespitzte Laubblätter und zurückgerollte Kronblätter von der vorigen Art unter»schieden. Der Unterfamilie der Cynanchioideae gehören eine grössere Zahl von Zierpflanzen an. DieTribus der Asclepiadeae mit hängenden Pollxnien wird z. B. durch verschiedene Arten der Gattung Asel6.

Fig. 3042. Asclepias Cornuti Decsn. a Abgeblühter und fruchtender Spross.b Aufgesprungene Frucht. c Aus der Fruchtschale ausgelöstes Samenbündel.

d Samen.