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DCI. Nerium 1 ) L. Oleander.
Zu der Gattung gehören nur wenige im Mittelmeergebiet, in Arabien, Vorderasien und Ostindienbeheimatete Arten. Ausser nr. 2276 wird N. odörum Sol. (= N. odorätum Lam., = N. Indicum Mill.), ver»breitet von Persien bis Zentralindien (in Japan wahrscheinlich nicht einheimisch), mit lineal-lanzettlichen Laub=blättern und wohlriechenden Blüten bei uns gelegentlich kultiviert. Aus Nerium (Wrightia) t i n c t ö r 1 u m Roxb.wird in Indien Indigo gewonnen.
2276. Nerium Oleander 2 ) L. Oleander, Rosenlorbeer. Franz.: Nerier ä feuilles delaurier, laurier rose; engl.: Oleander; ital.: Leandro, mazza di san Giuseppe. Fig. 3033,
3034 und 3035.
Aufrechter, kahler, kleiner Baum oder bis 5 m hoher Strauch. Laubblätter meist zu3 quirlständig, seltener gegenständig oder zu 4 quirlständig, lederartig, lanzettlich, spitz, in
den Stiel verschmä»lert, mit starkemMittelnerven undmit zahlreichen, fastparallelen, eng an=geordneten Seiten»nerven, am Randeumgerollt. BlütenH //. ^ ^ ^ ansehnlich, zu end=
lyf c ^ Iffc /*" N ständigen, trugdol«
^ •— r Iii /' \ V einigt. Blütenstiele
vlliry/ ( ! 1 J mit hinfälligen Trag»
W 7 l lfm blättern. Kelch trich»
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'I yf $ tj g ) drüsig, mit ab»
^ stehenden, eilanzett»
Fig. 3033. Nerium Oleander L. a Blühender Zweig, b Zweig mit gefüllten Blüten, c Blüte. liehen, ZUgCSpltztcnd Fruchtender Zweig, e Samen. /Axilläre Papillen am Grunde eines Laubblattes, g Ausgebreitete Krone y- r i \r
und Nebenkrone (Fig./und g nach Glück). AlpICln. JVTOnC pl"ä-
sentiertellerförmig,
leuchtend rot oder weiss, mit 5 nach rechts gedrehten, radförmig ausgebreiteten, schiefabgeschnittenen Zipfeln; im Schlünde mit 5 gezähnten oder geschlitzten Schuppen (Neben»kröne) besetzt (Fig. 3033g). Staubblätter im Schlünde befestigt, in der Krone einge»schlössen, mit einem lang schwanzförmig über die Antheren hinaus vorgezogenen, behaartenMittelbande (Konnektiv) und einer unter dem Antherenkegel liegenden Platte. Fruchtknotenin jedem Fach mit zahlreichen Samenanlagen, am Grunde ohne Honigdrüsen; Griffelfadenförmig, mit dickem, zylindrischem Narbenkopf. Balgkapseln schotenartig verlängert(Fig. 3033 d), gerade, etwas zusammengedrückt, aufrecht, deutlich kantig, bis 15 cm lang,längere Zeit zusammenhängend, später wenig spreizend. Samen dicht zottig, an der Spitzemit hinfälliger Haarkrone (Fig. 3033 e). — VII bis IX.
Angeblich wild an felsigen Abhängen am Gardasee (am Westufer am Pönale beiRiva, häufiger am Ostufer). Ausserdem allgemein als Topf» und Kübelpflanze kultiviert.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (von Südportugal und Nordafrikabis Palästina, Syrien und Mesopotamien).
1 ) Griech. vrjQiov [n&rion] bei Dioskurides (Mat. med. 4, 81) Name von Nerium odorum Sol.
2 ] Anscheinend zu lat. ölea = Oelbaum gehörig ; wegen der ähnlichen Blätter.