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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1*. Pflanze krautartig. Alle Sprosse liegend. Einzig in Niederösterreidi. V. herbacea pag. nr. 2273.

2. Laubblätter länglidi=lanzettlich, am Rande kahl. Verbreitet V. minor nr. 2275.

2*. Laubblätter eiförmig, am Rande bewimpert. Süd. und Westschweiz. . . V. maior nr. 2274.

2273. Vinca herbäcea Waldst. et Kit. Krautiges Immergrün. Fig. 3029.

Pflanze krautig, 30 bis 60 cm hoch. Stengel ausläuferartig verlängert, nicht einwurzelnd,niederliegend (auch die blühenden Sprosse), alljährlich absterbend, nicht oder sehr selten ver=zweigt, kahl. Laubblätter krautartig, am Rande fein bewimpert; die unteren oval, die obernelliptiscii, die obersten fast lineahlanzettlich. Kelch feinbewimpert. Krone blauviolett (selten weiss),mit schief länglichen Zipfeln. Staubblätter mit löffelartig verbreitetem Konnektiv. Fruchtknoten

walzlich. Narben überdem Griffelring als 5von aufrechtabstehen=den Haaren umgebeneGrübdien entwickelt.

Balgkapseln mehr»sämig. V und VI,zuweilen noch IX.

Selten auf trocke»nen, steinigen,sonnigenAbhängen. Einzig inNiederösterreich.

fn Niederösterreidiim Gebiete der pannoni.

sehen Flora auf den südlichen und östlichen Abhängen des Bisamberges, auf der Hochleiten bei Wolkersdorf,im Bock flüsser Walde, in den Jagdremisen bei Schlosshof; am Schiefer« und Zeilerberg bei Bruck an der Leitha.

Allgemeine Verbreitung: Südöstlichen Europa (Südrussland, Balkan, Rumänien,Siebenbürgen, Ungarn, Kroatien, westlich bis Wien); Orient, Transkaukasien.

Die Laubblätter sind zuweilen in einem 3-gliedrigen Quirl angeordnet, der seinerseits zu einerAscidietriphylle" verwachsen sein kann. Weiter ist eine Vergrünung der Blüten mit Teilung der Kronblätter undmit zentraler vegetativer Durchwachsung beobachtet worden, ebenso das Auftreten eines zweiten Fruchtblatt,paares oberhalb des ersten.

Fig. 3029. Vinca herbacea Waldst. et Kit. a Habitus, b Blüte, c Kelch mit Stempel, ti Frucht-knoten mit Honigdrüsen.

2274. Vinca mäior L. (= Pervinca maior Scop.). Grosses Immergrün. Franz.:Grande pervenche, pucelage; engl.: Greater periwinkle. Fig. 3030a bis g, 3031 und 3028d, e.

Pflanze ausdauernd, halbstrauchig, 10 bis 30 (80) cm hoch. Grundachse niederliegend,kriechend, gestredet, an den Knoten wurzelnd, aufrechte bis aufstrebende, blühende undniederliegende, nichtblühende Sprosse entwickelnd. Laubblätter Wintergrün, eiförmig, vornverschmälert, am Grunde abgerundet und fast herzförmig, deutlich fiedernervig, bis 5 cmlang und bis 2 cm breit, gestielt, am Rande fein bewimpert, im Alter i verkahlend; untereStengelblätter kleiner. Blüten einzeln aus den oberen Blattachseln entspringend, lang gestielt,45 bis 50 mm im Durchmesser; Blütenstiel kürzer als das zugehörige Laubblatt. Kelchkurz trichterförmig, mit langen, schmal linealen, spitzen, bewimperten Zipfeln (Fig. 3030 d).Krone hellblau oder violett (selten weiss), mit trichterförmiger Röhre und mit 5 schiefen, vornabgeschnittenen Zipfeln. Staubblätter mit den Staubfäden der Kronröhre ganz angeheftet.Früchte oft ungleich gross. III bis V, zuweilen nochmals im Herbst.

Selten am Rande von Gebüschen, an Bächen, in feuchten Hecken. Ursprünglichvielleicht oder doch schon lange eingebürgert im westlichen und südlichen Gebiet der Schweiz,so im Wallis bei Conthey, um Sitten (bis Savieze), Siders und im Tessin bei Tenero, Luganound Locarno. Einheimisch sicher im Küstenland.

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