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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Mitteldeutschland, Böhmen, Mähren, Nord=Ungarn und MittebRussland, versprengt im Unter»engadin, Münstertal und um Bormio; Nord» und Mittelasien bis zum Altai und bis zur Mongolei.

Von dieser Unterart ist folgendes saisondimorph gegliedertes Rassenpaar bekannt: var. linguläta (C. A.Agardh) (= subsp. lingulata Hartm., = var. turfösa Celak., = G. Livörnica Eschscholtz, = G. obtusifölia Willd. var.Uechtritzii Sag. et Schneider p. p.). Fig. 3023 und 3021 a, c. Pflanze 3 bis 33 cm hoch, mit 3 bis 6 (8) Stengelgliedern,meist purpurrot überlaufen. Die unteren und mittleren Stengelblätter zungenförmig, die oberen stets mehrfachkürzer als die zugehörigen Stengelglieder. Kronröhre fast zylindrisch, meist grünlichgelb,die Zipfel schmutzig violett bis bläulich. Kelchzähne bisweilen ziemlich schmal, meistlänger als ihre Röhre.VI, VII. Sommerform. Bisher beobachtet in Deutschlandnur im östlichen Ostpreussen in den Kreisen Memel, Heydekrug, Tilsit, Pillau, Goldap,

Oletzko und Lydc. In Oesterreich in Nordböhmen bei Vsetat, Liblic und Cela«kovic. Ferner verbreitet durch das ganze Gebiet der Unterart, aber gegenwärtig inDänemark, im übrigen Mitteleuropa und in Nordfrankreidi noch nicht nachgewiesen.

2. var. axillaris (F. W. Schmidt) (= G. pratensis Froel.) Fig. 3022. Pflanze 3 bis60 cm hoch, mit (4) 6 bis 12 Stengelgliedern. Die mittleren Stengelblätter aus eiförmigenGrunde zugespitzt, gleich den oberen kürzer oder nur wenig länger als die zugehörigenStengelglieder. Krone 6 bis 20 mm lang; Kronröhre im oberen Teil etwas erweitertund weisslich, die Zipfel rotviolett. Kelchzähne lanzettlich. VIII bis X.

In Deutschland im westlichen Teile der Tiefebene fehlend, auch sonst nurziemlich spärlich: im Rheinland in der Eifel (häufig) und im Eschweiler«tale der Münstereifel; im Westfälischen und Hessischen Bergland zerstreut,in den hohen Lagen der Rhön nicht selten, in Thüringen z. B. bei Gera,zwischen Weida und Braunsdorf, bei Schieitz j in Sachsen am Rotsteinbei Soland und bei Unterwiesental; im Harz wahrscheinlich fehlend; inBrandenburg in den Wrietzener Bergen; in Pommern bei Pyritz; inWestpreussen bei Danzig, Sdiwetz, Karthaus, Kulm, Marienwerder usw.

(vorwiegend in der var. pyramidalis); in Ostpreussen bei Königsberg,

Lötzen, Goldap, Rastenburg, Lyck, Orteisburg, Neidenburg; in Posen beiRokietnica ; in Schlesien spärlich bei Bunzlau, Görlitz, Jauer, Siebenhufen.

Bolkenhain, Schönau, Zobten, Reichenstein. In Oesterreich inBöhmen im nördlichen Landesteile zerstreut, ferner bei Worlik; in Mährenbei Iglau, Triesch, Saar, Natin bei Gross»Meseritsch, Namiest, mehrfachum Brünn; in Schlesien sehr zerstreut. In der Schweiz im Unter»engadin von Süs an abwärts, auf der Alp la Drosa unterhalb des Ofen«berges (1750 m) und oberhalb Santa Maria im Münstertal; angrenzendin Italien vereinzelt im obersten Veltlin bei Bormio. Als abweichendeForm ist hierzu zu stellen f. pyramidalis Willd. Pflanze kräftig, bis60 cm hoch, vom Grunde auf buschig verzweigt, vielblütig. Stengeltiefpurpurn. Laubblatter und Kelchzipfel breiter. Krone grösser. Sonicht selten mit dem Typus, doch auch allein (so z. B. in der Mark Brandenburg).

Kalkboden.

2. subsp. uliginösa Willd. (= G. lancifölia Rafn. nec Besser, = G. AmarellaMert. et Koch p. p., = var. uliginösa Rchb.). Pflanze stets 1.jährig. 2 bis 20 (25) cmhoch. Stengel einfach oder vom Grunde oder auch von der Mitte ab verzweigt, zurBlütezeit noch die sehr kleinen, kurzeiförmigen bis fast rundlichen Keimblätter tragend. Grund«ständige Laubblätter spitz; die unteren Stengelblätter ± zugespitzt oder spitz, die obersteneirund bis fast 3=eckig=lanzettlich, am Grunde verbreitert, meist kürzer als die Stengelblätter.Kelchzähne bisweilen (namentlich an Kümmer» und Stümmel.Formen) etwas ungleich. Blütenkleiner als bei der subsp. eu«Amarelta; Kronröhre den Kelch nicht oder kaum überragend,nicht selten 4«zählig. VIII bis X.

Eine der Gentiana campestris subsp. Baltica entsprechende einjährige Rasse, dievorzugsweise an feuchteren Orten als die subsp. eu«Amarella auftritt. In Deutschlandziemlich verbreitet von Ostfriesland und Oldenburg östlich bis Ostpreussen, Posen undSchlesien, südlich bis Westfalen (Münster), Thüringen (Frankenhausen, Kahla), Sachsen© undOberschlesien (reichlich besonders im Schwarzerdegebiet). In Oesterreich in Böhmen bei Bösig und

Fig. 3022. GentianaAmarella L. subsp.eu-Amarella Mur-beck var. axillaris (F.W. Schmidt), a Habi-tus. b AufgeschnittenerKelch.

Gern auf

Fig. 3023. Ha-bitus der Gen-tiana Ama-rella L. subsp.eu-AmarellaMurbeck var.linguläta (C.

A. Agardh).

in Mähren. In der Schweiz fehlend.

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