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Oberhautzellen nur sehr schwach und stumpf vorgewölbt), nicht zurückgerollt; Buchtenzwischen den Kelchzähnen abgerundet (getrocknet oft schwer feststellbar). Krone durch»schnittlich 10 bis 20 mm lang (meist nur etwa 1 \/2=mal so lang als der Kelch), glockig»röhrenförmig, innen bärtig, helllila oderweisslich (beim Trocknen leicht bläulich
werdend), selten schwefelgelb. Fruchtknoten s tT,
und Kapsel gestielt. — VII bis IX.
Truppweise auf sonnigen Trocken»matten, Weiden, grasigen Halden usw. In
der alpinen und nivalen Stufe: in Grau» \ j f' VMr >'mf*'bünden zwischen 1700 und 2800 m (Cima \
di Carten),^ im Wallis bis 3100 m. Nur j
In Deutschland vollkommen fehlend.
— In Oesterreich nur in Südtirol bei Lappach
(2500 m), auf dem Platzerberg bei Gossensass, am TiSt
Stilfserjoch und wohl noch anderwärts in den Zen« llr
tralalpen. — In der Schweiz in den Zentralalpen jf
der Kantone Wallis, Tessin, Bern, Uri und Grau. Ä
bünden zerstreut bis häufig. Ii
Allgemeine Verbreitung: Ji
Zentralalpen: vom Wallis und Piemont bis «hStn,
Lockerästige, bis 30 cm hohe Pflanzenwerden als f. v^geta Br.-Bl. bezeichnet. Weiss. Fig. 3017. G e n t i a n a r a m o s a Hegetschw. Habitus.
blühende Stöcke bilden die f. lactiflör a Ronniger.
Gentiana ramosa ist eine durch die rundlichen Kelchbuchten und schmalen Keldizipfel sehr gutkenntliche Art, die auch bereits durch ihre meist gedrungene Tracht und die Anwesenheit auffällig kleinerBlüten an den Aesten des Stengelgrundes nicht leicht zu verwechseln ist. Die Pflanze besitzt infolge ihres
Auftretens in der alpinen und nivalen Stufe keine saison»dimorphen Formen. Sie ist kieselliebend und ein sehrbezeichnender Begleiter der Festuca varia.Gesellschaft(vgl. z.B. Helianthemum nummularium Bd. V/1, pag. 570).Etwas seltener tritt sie auf den Festuca violacea» undCarex sempervirens»Halden mit Potentilla grandiflora,Daphne striata, Achillea moschata, Senecio Doronicumusw. auf. Die Ausstreuung der Samen erfolgt überWinter (Wintersteher). Die Keimung scheint sehr schwervor sich zu gehen und dürfte eine vorherige Frost«einwirkung erfordern.
2270. Gentiana Austriaca A. et J. Kerner.Oesterreicher Enzian. Fig. 3019 und 3021 e.
Zweijährig, (3) 6 bis (25) 40 cm hoch.Stengel aufrecht, kahl, häufig rot überlaufen,in der Regel reichlich und dabei bis unter dieMitte (doch nur ausnahmsweise bis unmittelbar
Fig. 3018. Gentiana ramosa Hegetschw., au! einer Alpenmatte . 1 ^ n ... u
im Wallis mit Euphrasia alpina(links). Phot. Dr. G. Heg i, München" ÜD6r Q6I1 Cjrund) VCFZWClgt, SCllCIlCr CinidCtl 5
Aeste ziemlich lang, schräg aufwärts gerichtetund häufig fast ebensträussig, seltener doldentraubig. Grundständige Laubblätter spateiförmigbis verkehrt»eiförmig, die mittleren und die oberen Stengelblätter 3=eckig=eiförmig bis länglich»lanzettlich und meist ziemlich lang, alle kahl. Kelch, Krone und Androeceum 5=zählig. Kelch»