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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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2036
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2036

Audi diese alpin.präalpine Art ist trimorph. Als Typus gilt die ungegliederte, nicht saisondimorphgegliederten Form der höheren Alpen (1. var. aspera Hegetschw.), zu der als Hochalpenformen zu stellensinds f. calycinoidea (L. Keller) Wettst. Stengel höchstens 3 cm hoch, armblütig. Kelchzipfel nur am Randebehaart (so in Oberösterreich am Grossen Pyrgas, Dachstein) und f. pygmaea (Glaab) Wettst. EinblütigeZwergform. In tieferen Lagen findet eine Aufspaltung in eine Sommer, und eine Herbstform statt; 2a. var.Nörica (A. et J. Kerner). Stengel bis 50 cm hoch, einfach oder nur oberwärts verzweigt, seltener schonvom Grunde an mit dünnen, ± aufrechten Aesten; Stengelglieder meist nur 3 bis 5, länger als die zugehörigenLaubblätter. Alle Laubblätter ^ spatelig, stumpf. Die Sommerform; ausserhalb des Alpengebietes anscheinendganz fehlend. Hierzu als extreme Kümmerformi f. pusilla J.Mayer. Pflanze winzig klein, nur l»blütig.2b. var. Sturmiäna A. et ). Kerner. Stengel in der Regel kräftiger und höher (bis 40 cm), meist vom

Grunde an oder nur oberwärts sparrig-ästig; Stengelglieder zahlreich(5 bis 14), meist kürzer als die zugehörigen Laubblätter, nur die Keim,blätter spatelig und an der Spitze abgerundet, die übrigen eilanzettlichbis lanzettlich, gegen den Grund am breitesten, spitz. Die Herbstform,vom VIII an blühend. Einblütige Zwergformen können als f. Gentia.ndlla (Schmidt) bezeichnet werden. Ausserhalb der Alpen scheint dieArt vielfach in Zwischenformen zur Gentiana Germanica (zur subsp.solstitialis und subsp. eu.Germanica) aufzutreten. In den Alpen sindausser solchen auch Uebergänge zur subsp. Raetica (und zwar Sturmiana.Raetica [= f. Nevoleäna Hayek]) anzutreffen. Ferner wird als der G.Austriaca var. lutescens angenäherte Form der subsp. Norica be.schrieben f. A n i s i a c a (Nevole) Hayek. Kelchzipfel weniger dicht behaart.Krone kleiner, mehr trichterig. Steiermark.

Gentiana aspera ähnelt in ihrer Oekologie der Gentiana cam.pestris und G. Germanica, liebt aber etwas mehr Feuchtigkeit. ImBöhmerwald erscheint sie als Begleitpflanze von Phyteuma orbicularein Bergwiesen mit Polygonum Bistorta, Arabis Halleri, CentaureaPhrygia subsp. Pseudophrygia usw. Im Älpenvorlande wächst sie gernauf torfigem Untergrunde in aufgebrochenen Moliniawiesen, in denenihre Herbstform oft weithin auffallende Büsche bildet. In den Sudetenwird sie besonders von Nardus»Weiden mit Scleranthus perennis,Dianthus deltoides, Jasione montana, Carlina acaulis, Hieracium Pilosellausw. genannt. In den Alpen findet sie sich nicht selten auch auf anderenMatten, vereint z. B. mit Silene acaulis, Ranunculus alpestris, Gen.tiana Clusii, Myosotis alpestris, Pedicularis verticillata, Homogyne dis.color usw. Nach den Untersuchungen von Emil S c h m i d können dieBlüten proterandrisch, prolerogyn oder auch homogam sein. Im erstenFalle versperren die in der ersten Phase wagrecht stehenden undgeöffneten Staubbeutel den Eingang der Blüte, während die Narbe nochgeschlossen ist. Im zweiten Stadium nach der Entleerung der Pollenkammernbeginnen sich die Narbenlappen auszubreiten und gleichzeitig etwa 2 bis3 mm über die inzwischen herabgeklappten Staubbeutel emporzuwachsen,sodass dadurch auch der Blütengrund für die besuchenden Insekten freigegeben wird. Bei den proterogynenBlüten stehen die Narbenlappen von Anfang an 2 bis 3 mm über den Staubblättern. Bei den homogamenBlüten sind beide anfangs gleich hoch gestellt, während später die Staubblätter über den Griffel wachsen undzu einer Selbstbestäubung Veranlassung geben können.

2268. Gentiana Germanica 1 ) Willd. non Froel. (= G. Wettsteinii Murb. s. 1.). DeutscherEnzian. Taf. 215, Fig. 7; Fig. 3012 bis 3016 und 2957.

Zweijährig, (2) 15 bis 30 (50) cm hoch. Stengel aufrecht, kahl, bisweilen vollkommenrot überlaufen, in der Regel ästig und meist traubig», seltener doldentraubig=ästig; Aeste auf=strebend. Grundständige Laubblätter verkehrt=eiförmig bis spatelig, stumpf, zur Blütezeit meistschon abgestorben. Kelch, Krone und Androeceum 5=zählig, nur ausnahmsweise an einzelnen

') Bei Bauhin wird eine zu dieser Sammelart gehörige Form als Gentiana pratensis fölio trian-guläre bezeichnet.

Fig. 3011. Gentiana aspera Hegetschw.var. Sturmiana A. et J. Kerner. Habitus.