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durch die kleineren Blüten, den nur sehr kurz gestielten Fruchtknoten und die viel schmaleren Laubblätter.Saisondimorphe Formen sind z. Z. nicht bekannt.
2267. Gentiana äspera Hegetschw. (= G. Sturmiäna A. et J. Kerner p. p., = G. obtusi»fölia Willd. p. p.). Rauher Enzian. Fig. 3010 und 3011 und 3021 d.
Zweijährig, 4 bis 20 (30) cm hoch. Stengel ästig oder einfach. Stengelglieder meistkurz, wenig zahlreich (in der Regel 3 bis 5), zuweilen auch verlängert. Grundständige unduntere Stengelblätter verkehrteiförmig bis spateiförmig, an der Spitze abgerundet, die mittleren3=edrig=eiförmig oder eilanzettlich, höchstens 3»mal so lang als breit, die oberen gegen denGrund zu am breitesten und spitz, besonders die oberen am Rande und bisweilen auch aufdem Mittelnerven kurz bewimpert. Blüten5=zählig. Kelchzähne viel länger als dieKelchröhre; 2 der Kelchzähne nur wenigbreiter als die anderen (Fig. 3010f), amRande nicht oder nur wenig umgerolltund dort, sowie auf dem Mittelnervenrauhhaarig=papillös, zuweilen auch aufder Fläche behaart; Buchten zwischenden Kelchzähnen spitz. Blüten gross.
Krone violett, lila oder selten weiss(Kronröhre beim Trocknen gelblich) odergelb, bis 40 mm lang, im Schlündebärtig. Fruchtknoten ziemlich lang ge»stielt. — V bis IX.
Truppweise und vielfach geselligan grasigen, steinigen und etwas feuchtenHängen, auf Matten, zwischen Gebüschin den nördlichen Kalkalpen und den vorgelagerten Gebieten. Vom oberen Hügelland bis indie alpine Stufe: in den Bayerischen Alpen bis 2500 m, in Kärnten bis 2300 m, hie undda als Schwemmling in das Flachland herabgeführt. In den Alpen wohl nur auf Kalk (daherin den Zentralalpen fast fehlend).
In Deutschland in den Berchtesgadener Alpen und im Mittelstock ziemlich verbreitet, in denAllgäuer Alpen vereinzelt, im Alpenvorlande zerstreut bis zur Donau (Regensburg, Deggendorf), ferner imFränkischen Jura (Müggendorf, Bürtel, zwischen Klausen und Kleinmainfeld, Ossingen, Sackdilling, Ranna undBayreuth-, im Keupergebiete bei Creussen; für Coburg (Tal des Wilhelmbrunnens) fraglich ; in der ProvinzSachsen und im angrenzenden Hannover (Halle, Blankenburg, Eisleben, Hildesheim, Ottendorf usw.) 1 ) für denFreistaat Sachsen zwar angegeben, aber sicher fehlend. — In Oesterreich in den nördlichen Kalkalpen vonNiederösterreich (bis zur Donau bei Mauters, Baumgarten und Kritzendorf reichend) über Oberösterreich, dasnordwestliche Steiermark (Südgrenze zumeist das Ennstal), das nordwestliche Kärnten (Oberdrauburg, Heiligen«blut), Salzburg, Tirol (nördlich der Linie Hochfilzen-Wörgl, im ganzen Inntal und nördlich davon verbreitet,sonst nur noch im Stubaital bei Mieders) bis Vorarlberg (verbreitet); nördlich der Donau vereinzelt im Ober«österreichischen Granitgebiete (auf tertiärem Mergel) am Pfennigberge bei Linz, ferner sehr verbreitet imwestlichen Böhmen vom Erzgebirge bis zur Linie Pribram.Klattau; in den übrigen österreichischen Gebietenfehlend. — In der Schweiz nur im östlichen Teile : vom Maderanertal (Uri) östlich in den Kantonen Glarus,St. Gallen, Zürich (z. B. mehrfach in der Speergruppe bis zur Schindelbergerhöhe) und im nördlichen Graubünden.
Allgemeine Verbreitung: Oestliche Kalkalpen (vom Kanton Uri bis Nieder»Österreich) samt ihrem Vorlande, Fränkischer Jura, mitteldeutsches Bergland, westlichesBöhmen.
*) Möglicherweise bezieht sich die von Thal in seiner Harzflora (1588) angeführte Viola calathiänaaltera s. polyänthemos auf diese Art.
Fig. 3010. Gentiana aspera Hegetschw. a bis d Blühende Pflanzen.e Kelch, / desgl. aufgeschnitten, g Bliite im Längsschnitt.