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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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2033
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2033

Stufe der Ost» und Südalpen: in Steiermark zwischen 1500 und 2000 m, in Tirol zwischen 1000und 2540 m, in Kärnten bei Möderndorf bis 880 m herabsteigend. Nur auf Urgestein.

In Deutschland ganz fehlend. In Oesterreich in den Alpenländern mit Ausnahme vonNieder» und Oberösterreich: in Salzburg nur auf dem Nassfeld bei Gastein, am Gamskogel, im Lungau undam Radstälter Tauern; in Tirol von Trafoi, vom Gschnitztal, Pfitsch»Ahrntal und Kais südwärts (namentlichsüdlich vom Vintschgau und Pustertal und der Linie Brixen-Meran) verbreitet; in Kärnten und Krain (namentlichsüdlich der Drau) verbreitet ; in Steiermark häufig in den Karawanken und Sanntaler Alpen, ferner bei Cilli,Riez, Prassberg usw. In der Schweiz für das Wallis fraglich (Val d'Illiez), hingegen im Tessin (z.B. amSan Giorgio) und Graubünden (z. B. im Oberengadin und im Puschlav).

Allgemeine Verbreitung: Südalpen: von der Schweiz (Wallis?) ostwärts überGraubünden und die Bergamasker Alpen durch dieOstalpen bis Salzburg, Steiermark, Krain und Kro=atien; Abruzzen, Apennin (?).

Gentiana anisodonta gliedert sich in eine Hochgebirgesippe und in ein saisondimorph geteiltes Sippenpaar, das dieniedrigeren Lagen besiedelt:

1. var. calycina (Koch) (Fig. 3007 a). Pflanzeniedrig, gedrungen, aber meist nur im oberen Teile verzweigt.

Stengelblätter wenige, die unteren eilänglidi, stumpf, die oberenzugespitzt, so lang oder etwas länger als die Stengelglieder.

VII, VIII. Dies die monomorphe Hochgebirgsform.

2a. var. antecedens Wettstein. (Fig. 3007b). Stengelschlank, zart, meist unverzweigt, in der Regel nur an derSpitze die doldentraubig geordneten Blüten tragend; Stengel»glieder wenige (3 bis 5), länger als die stumpfen Laubblätter.

VI, VII. Die frühblühende Sippe der Voralpen. Meistvi el seltener als die beiden übrigen Formen. 2b. var. ani»s o d 6 nt a (Borb.) (Fig. 3007 c). Stengel oft vom Grunde auf ästig,mit zahlreichen (meist 4 bis 9) Stengelgliedern; letztere längerals die 3=eckig«eiförmigen, spitzen Laubblätter. VIII bis X. Dieim Gebiete der Art nicht seltene Herbstform. Als Ueber.gangsform zu Gentiana Austriaca gilt die f. glabr6scensHayek. Kelchzipfel fast kahl; die beiden äusseren wenigerverbreitet. So z. B. im Jezeriatale bei Sulzbach in Steiermark.

Gentiana anisodonta ist eine für die östlichen Süd»alpen sehr bezeichnende Pflanze, scheint aber nach denDarlegungen von G. Samuelsson (Vierteljahrsschrift derNaturforschenden Gesellschaft in Zürich. Bd. 67, 1922) in der

obigen Fassung eine Sammelart darzustellen, zu der Wettstein früher auch die G. Engadinensis gezogenhatte. Nach G. Samuelsson dürfte in Kärnten, Krain, Istrien und auch im Piemont eine vom grossblütigenanisodonta.Kreise abweichende und sich durch kleinere, schmutzig violette (kaum weisse) Blüten, ziemlich starkumgerollte Kelchzipfel und fast sitzenden Fruchtknoten auszeichnende Rasse vorkommen, die neben der unge«gliederten Form auch eine Aestivalform besitzt, die aber nicht mit dem engeren Formenkreise der G. Enga»dinensis übereinstimmt.

Fig. 3007. Gentiana anisodonta Borbas. a Habitusder var. calycina (Koch), b der var. antecedensWettst., c der var. anisodonta (Borb.). d Kelch auf-geschnitten (nach Wettstein).

2265. Gentiana Engadinensis (Wettstein) Braun=Blanquet et Samuelsson (= G. calycina

[Koch] Wettstein f. Engadinensis Wettst.). Engadiner=Enzian. Fig. 3008.

Zweijährig, 4 bis 15 cm hoch. Stengel aufrecht, meist vom Grunde und vom erstenKnoten an Blüten oder Aeste tragend, grün oder purpurn überlaufen. Grundständige Laub=blätter verkehrt«eiförmig=spatelig, leicht zugespitzt; Stengelblätter eiförmig=lanzettlich, in derRegel mindestens 3=mal länger als breit, zugespitzt, meist deutlich länger als die Stengel«glieder. Kelch, Krone und Androeceum 5=zählig. Kelchzähne kürzer als die Kronröhre,stark ungleich, die 2 grösseren äusseren ausserdem am Rande deutlicher (wenn auch immernur schwach und kurz) bewimpert und bisweilen nach aussen schwach umgerollt; Buchten