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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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2017
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2017

lederig, lineaManzettlich, spitz, 1 bis 6 cm lang, nahe dem Grunde am breitesten, etwa4=mal so lang als breit, am Rande fast gar nidit papillös; die stengelständigen (1 bis5 Blattpaare) kleiner, die obersten dem Kelch genähert. Blüten meist einzeln, endständig.Kelch röhrig, 2 bis 2,5 cm lang, oft violett überlaufen, an den Kanten deutlich geflügelt(Flügel bis 4 mm breit); Kelchzähne 6 bis 8 mm lang, zuweilen am Rande papillös; Buchtender Keldizähne lanzettlidi spitz; Fruchtkelch 12 bis 15 mm breit. Krone stieltellerförmig,18 bis 25 mm breit, tief azurblau, mit bis 3 cm langer Röhre und mit eiförmigen, spitzenLappen, zwischen den letzteren mit je einer spitz vorgezogenen Falte. Keldi und Kronröhreoft violett überlaufen. Griffel ungeteilt; Narben am Rande mit kegelförmigen Zähnen besetzt.Samen ungeflügelt. — IV bis VI.

Stellenweise im Süden und Westen auf trockenen Wiesen, von 300 bis 2000 m.Nur auf Kalkboden.

Fehlt in Deutschland vollständig. — In Oesterreich vereinzelt in Steiermark (Merzlica planinabei Cilli, zirka 1000 m), in Kärnten (Drauufer bei der Schwabegger Ueberfahrt, Lavanttal), Krain (nördlich bisIdria, Uratatal, Schlossberg bei Adelsberg,

Auersperg, Nanos, ferner Baggaberg beiClana, Hl. Krenz bei Neumarktl usw.)und Küstenland (Wippachtal, Karst, MonteSpaccato beiTriest usw.). — In der Schweizangeblich (jedenfalls kaum typisch) in denwestlichen Kalkalpen (Freiburg, Ormonts,

St. Bernhard, Salfeve usw.).

Allgemeine Verbreitung:

Pyrenäen, Seealpen, Westschweiz,

Italien (Apennin), Kärnten, Krain,

Küstenland, Kroatien, Dalmatien,

Balkan (exkl. Griechenland undTürkei).

Gentiana Tergestina isf Jeden«falls eine verhältnismässig junge Rasseder G. verna, weichte sie im Süden derAlpen stellenweise vertritt. Während Pospichal annimmt, dass beide Arten in einander übergehen,sollen nach den Beobachtungen von E. Rogenhofer (Variationsstatistische Untersuchung der Blättervon G. verna L. und G. Tergestina. Oesterr. Botan. Zeitschrift. Bd. LV, 1905) solche Zwischenformen fehlen.Theilung (briefl.) schlägt vor, die Pflanzen der Westschweiz als subvar. psetido»Tergestina zubezeichnen. Im Osten schliesst sich G. Tergestina an G. angulosa Bieb. an, für welche sie auch längere Zeitangesehen wurde. Nach Marie Soltokovic (Die perennen Arten der Gattung Gentiana aus der SektionCyclostigma. Oesterr. Botan. Zeitschrift. Bd. LI, 1901) dürften alle als G. verna bezeichneten Pflanzen ausdem Apennin, den Pyrenäen zu G. Tergestina zu ziehen sein. Beck zählt die Art zu seinen pontisch» Uly»rischen Pflanzen, die im allgemeinen ihre Verbreitung nach Norden um Adelsberg abschliessen. Das Vorkommenauf der Merzlica planina bei Cilli — neben Asphodelus albus und Ranunculus scutatus, Orchis speciosa usw. —sieht Hayek als postglazialer Relikt an. G. Tergestina ist für die Karstwiesen bezeichnend; sie erscheint dortnach Schiffner in Gesellschaft von Narcissus radiiflorus, Crocus variegatus und C. vernus, Lathyrus versi«color, Genista sagittalis, Alectorolophus Freynii,Globularia bellidifolia, Veronica multifida, Orobanche lutea, Seneciolanatus, Jurinea mollis usw. Nach Pospichal ist die Pflanze ein beliebter Artikel der Triester Blumenmädchen.

2252. Gentiana brachyphylla Vill. (= G. verna L. var. brachyphylla Grisebach, = G.verna Bertoloni). Kurzblätteriger Enzian. Taf. 217, Fig. 4; Fig. 2991 und 2992.

Ausdauernd, 3 bis 6 cm hoch, rasenbildend, 1 =blütige und blütenlose, bis 1 cm hoheSprosse bildend. Alle Laubblätter grundständig, dicht dadiig, glänzend, fast ziemlich gleichgross (höchstens doppelt so lang als breit), rhombisch, kurz zugespitzt, in der Mitte ambreitesten, nach beiden Enden verschmälert, etwa 1 cm lang und 0,5 cm breit, mit deutlichen,

blatt. d Kelch.