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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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2018
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2018

stark papillösen Knorpelrand. Stengel fehlend oder sehr kurz, eine einzige endständige Blüteentwickelnd. Kelch sehr sdilank, 1 bis 1,5 cm lang, halb so lang als die Kronröhre,ungeflügelt oder ganz kurz geflügelt; Kelchzähne 3=eckig=lanzettlich, 0,5 cm lang, spitz, fastfx halb so lang als die Kelchröhre. Krone stiel»

tellerförmig, dunkelazurblau, 13 bis 22 mmJJ breit, mit bis 2 cm langer Röhre und mit 5

langen, eilanzettlichen, stumpfen Zipfeln. Griffelungeteilt; Narbenrand gezähnt, Zähne papillös.Samen ungeflügelt, braun=schwarz, 1,2 bis 1,5 mmlang und 1 mm breit. — VII, VIII.

#Im Rasen, seltener auf Schutt undAlluvionen der alpinen und nivalen Stufev der Alpen, von 1800 bis 3100 m, seltenV höher (4200 m). Mit Vorliebe auf kalkarmer

t Unterlage.

AM/1 ' n Deutschland selten in den Bayerisdien

/ ' \ I r|: 11 Alpen von 1800 bis 2570 m. — In Oesterreich in/; | \ \V || den Alpen von Tirol (bis 3100 m), Vorarlberg, Liechten»( »'I .' ! i ) llSiif stein (Falknisspitze 2560 m), Salzburg, Oberösterreich\ vll , / !f (Monsberg bei Windisch Garsten), Steiermark (Zentral«\ \\\ / j ||i alpen von 1900 bis 2600 m, Stangalpenzug; in den nörd«\3j!/ q I liehen Kalkalpen auf dem Rabling bei Admont und dem

Reiting) und in Kärnten (Malnitzer Tauern, Mölltaler»,Fig. 2991. G en ti an a brach yphy IIa Vill. a, b, c Habitus. Astner. und Flatnitzer Alpen) j fehlt in den Kalkalpend Kelch, e Laubblatt. von Niederösterreich und Krain. — In der Schweiz

in den Zentralalpen auf Urgestein und Schiefer ver»breitet von 1800 bis 3000 m (im Wallis an der Schulter am Matterhorn noch bei 4200 m).

Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpen (von den Seealpen bis Steiermark),Siebenbürgen (Bucsecs).

Diese Pflanze, die von vielenAutoren nur als hochalpine Form der Gen«tiana verna angesehen wird und morpholo«gisch der G. Favrati und hochalpinen Formenvon G. Bavarica und G. verna (f. com»pacta) sehr nahe steht, scheint ihre Haupt«

Verbreitung in den Zentralalpen zu haben,wo sie besonders auf Urgestein und Schieferauftritt. Die Angaben in den nördlichenKalkalpen bedürfen der Nachprüfung. Inden Zentralalpen erscheint G. brachyphyllaals Bestandteil des nivalen Curvuletum und

Elvnetum, sowie der Schuttfluren und der „„„„ „ .. , . . ,, „ , ,

' ' Fig. 2992. G e n 11 a n a b r a c h y p h y 11 a Vill., im Curvuletum aut dem San

Schneetälchenflora. Giacomopass, ca. 2000 m (Schweiz). Phot. Emil Ganz, Zürich.

2253. Gentiana Favrati 1 ) Rittener (=; G. Bavarica Schur, = G. orbiculdris Schur, = G.brachyphylla Vill. var. subacaülis Gremli, = G. verna L. var. Hinterhuberi Schultz, = G.obtusifölia Boissier). Rundblätteriger Enzian. Fig. 2993.

Ausdauernd, 3 bis 6 (8) cm hoch, kahl, kurze ( J /2 bis 3 cm hohe), blütenlose, dicht»beblätterte, einfache und l=blütige Sprosse treibend. Alle Laubblätter rosettenartig, besonders

*) Benannt nach Louis Favrat aus Lausanne 1827/1893, einem eifrigen Erforscher der Waadtländer undWalliser Flora, der sich besonders auch um kritische Genera wie Rubus, Rosa und Hieractum bemüht hat. Vgl. dieNekrologe von R.Bus er in Bull. Herb. Boissier nr. 5,1893 und vonE.WilczekimBull. Soc.Vaud.sc.nat.XXIX, 1893.