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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1985
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1985

G. Terglouensis

G. brachyphylla

G. utriculosa

o

G. Rostani besitzt. Der dritte Stamm der Sektion Cyclostigma wird durch die europäisch alpin-präalpine C. utri»culosa (sie reicht in Deutschland nördlich bis ins Rheingebiet von Mainz, fehlt aber den Vogesen, der Hercynicaund den Sudeten) und durch die arktisch.alpine G. nivalis vertreten. Von der kleinen Sektion Comastoma,deren Schwergewicht in den Gebirgen von Zentralasien liegt, hat G. tenella alpin.arktischen Charakter, G.nana alpin-asiatischen. G. Froelichii der Sektion Frigida ist ein Alt»Endemismus der Karawanken, währendG. frigida der Karpaten, der Eisenerzer Alpen und den Niedern Tauern von Kusnezowals eine geographischeRasse der polymorphen, in Nordasien und Nordamerika weit verbreiteten G. älgida Pall. gehalten wird. Einegleichfalls sehr isolierte Stellung, als einziger Vertreter der Sektion Chondrophylla in Mittel.Europa, nimmtG. prostrata ein, die wohl in der Eiszeit aus Zentralasien nach den Alpen von Oesterreich und der Schweizvorgedrungen ist. Dem mitteleuropäischen Florenreich gehören die folgenden Arten an: G. ciliata, die inSüd. und Mitteleuropa (sie reicht nördlich bis ins belgisch.rheinische Kalkgebirge, bis Holstein, Thüringen undSüdpolen) vorkommt als einziger Vertreter der Sektion Crossopetalum, welch' letztere heute mit etwa 10 Artenin den Hochgebirgen dernördlichen Erdhälfte zu Hauseist. G. asclepiadea und G.

Pneumonanthe sind Gliederder heute über Europa undNordasien verbreiteten Sek»tion Pneumonanthe. G ascle»piadea ist als alpin »präalpinzu bezeichnen und steigt inden Alpen bis 2200 m hinauf.

Wie G. Pneumonanthe ist auchG. Cruciata, als einzige Artder hauptsächlich in Zentral»asien stark ausgebildeten Sek»tion Aptera heute in Süd« undMitteleuropa weit verbreitet,bewohnt aber im Gegensatzzu der mehr feuchtigkeits»liebenden G. Pneumonanthetrockene und warme Stand»orte (sie steigt im Engadinbis 2050 m hinauf). G. Cru«ciata dürfte wohl an geeig»neten Stellen in Süd» undMitteleuropa die Eiszeit über»dauert haben. Von der äusserstvielgestaltigen Sektion Endo»tricha bildet die vorwiegendnord» und mitteleuropäische

G. campestris mit der auf die Pyrenäen beschränkten O. hypericifolia einen engeren Formenkreis; sie dürfte sichaus einer tertiären Urform, z. T. unter dem Einflüsse der regelmässigen Wiesenmahd (siehe pag. 1983/84) heraus-gebildet haben. Eine ähnliche, Jedoch viel weiter gehende Gliederung hat die zweite Kollektivart — sie kann als G.polymorpha Wettst. bezeichnet werden — durchgemacht. In den Alpen hat sie die kalkfliehenden G. anisodontaund G. ramosa, dann die kalksteten G. pilosa, G. Engadinensis und G. aspera erzeugt. Eine grosse Verbreitungbesitzt in Mitteleuropa G. Germanica (= G. Wettsteinii), besonders die beiden Unterarten subsp. eu=Germanicaund subsp, solstitialis, die auch in der Tiefebene vorkommen, während die beiden weiteren Unterarten, subsp.Kerneri und subsp. Raetica, die Alpen bewohnen. G. Austriaca und G. praecox können dem pannonischen1 lorenreich zugezählt werden; die erstere erreicht westlich den Böhmerwald, Steiermark und Kärnten, diezweite das Erzgebirge, Kärnten und Krain. Von der dritten über Nord» und Mitteleuropa, sowie über Nord»und Mittelasien verbreiteten Hauptart G. Amarella, die in ihrer Gliederung stark an G. campestris erinnert,dürfte die subsp. eu.Amarella var. lingulata nach der heutigen Kenntnis auf das östliche Ostpreussen undauf Nordböhmen beschränkt sein, während die var. axillaris in Nord» und Mitteldeutschland, in derTschechoslowakei und dann auffallenderweise im südöstlichen Graubünden und im oberen Veltlin auftritt.Die subsp. uliginosa von G. Amarella erscheint besonders in Norddeutschland, vereinzelt auch in Böhmenund Mähren.

l'ig. 2959.

Tertiäre Urform

Mutmassliche Entwicklung der Sektion Cyclostigma in Mitteleuropa von einemtertiären Urtypus.