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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1982
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1982

durch Falten in eine Röhre verwachsen. Kronschlund meist nackt, ohne Schuppen. Staubbeutel verbundenoder frei. Honigabsonderung am Grunde des Fruchtknotens.

Sektion Coelänthe Grisebach (= Ast6rias Ren. p. p.). Ausdauernde Arten mit grundständigenBlattbüscheln. Wurzeln kräftig. Stengel aufrecht, einzeln, dick, hohl. Laubblätter breit; die unteren gestielt.Blüten ansehnlich. Kelchröhre ungeteilt oder halbseitig aufgeschlitzt, scheidenartig. Krone fast radförmig oderglockenförmig, mit oder ohne Faltenlappen, gelb oder purpurrot, meistens punktiert. Griffel deutlich; Narbelänglich, zurückgerollt. Kapsel sitzend oder kurz gestielt. Samen linsenförmig, ringsum geflügelt. Hierher iGentiana lutea, G. punctata, G. purpurea und G. Pannonica; ausserdem G. Burs^ri Lapeyr. in den Pyrenäenund G. Villärsii Grisebach in den Westalpen.

Sektion Pneumonänthe Necker. Ausdauernde Arten ohne wurzelständige, gebüschelte Laub»blätter. Krone röhrig.glockig bis trichterförmig, mit meist gut entwickelten, unsymmetrischen Faltenlappen<Taf. 215, Fig. 2 a). Griffel deutlich; Narbe länglich, zurückgerollt. Kapsel i deutlich gestielt. Samenlinsenförmig, ringsum oder einseitig geflügelt oder ganz ohne Flügel. In Europa und Nordasien verbreitet.

Hierher: G. asclepiadea und G. Pneumonänthe ;ebenso G. septemfida Pall. aus dem Kaukasusund Altai.

Sektion Frigida Kusnezow. Aus»dauernde oder einjährige Arten mit kurzemStengel, rasenbildend. Krone ansehnlich, glockigoder trichterförmig, in den Falten mit einemzackenartigen Zahn. Narbe länglich, zurück«gerollt oder aufrecht und einen Trichter bildend.Kapsel lang gestielt. Samen kugelig bis länglich,dicht mit weisslichen, häutigen Lamellen besetzt.Meist hochalpine Arten im Himalaya und inChina, einzelne Arten in Zentralasien, Turkestan,Sibirien, Europa und Indochina. Hierher einzigG. frigida (Steiermark, Karpaten) und G. Froe»lichii in den Karawanken.

Sektion Aptera Kusnezow. Pflanzenmehrjährig. Grundachse schopfig. Laubblätterlänglich-lanzettlich bis linealisch. Krone röhrig.glockig, selten präsentier.tellerförmig, mit allmäh»lieh in die Röhre übergehenden oder einen flachenSaum bildenden Lappen; in den Falten 1 bis 2deutliche Zähne. Griffel fehlend oder deutlich;Narbe länglich, zurückgerollt. Samen glatt, un.geflügelt. Hauptsächlich in Zentralasien, einigeArten in Sibirien und Europa. Hierher G. Cru«ciata mit der Unterart phlogifölia Schott et Kotschyin den Karpaten und in Siebenbürgen.

Sektion Chondrophylla Bunge.Meist kleine, rasenbildende Pflanzen mit ± starkverzweigten Stengeln. Laubblätter knorpeligberandet. Blüten meist klein. Kelchröhre ungeteilt. Krone blau, violett, purpurrot oder weiss, trichter« oderpräsentiertellerförmig, mit deutlichen Faltenlappen. Griffel fehlend oder vorhanden; Narbe länglich, zurück»gerollt. Kapsel gestielt. Samen länglich, glatt, ungeflügelt. Die meisten Arten im Himalaya und in den Hoch«gebirgen von Westchina, einzelne in Europa, Asien, Nord« und Südamerika. Hierher: G. prostrata.

Sektion Thylacites Ren. (= Megalänthe Gaudin). Ausdauernde, rasenbildende Arten mit starkausgebildeter Wurzelblattrosette. Stengel fehlend bis sehr kurz. Blüten ansehnlidi. Krone berlinerblau,keulenförmig, mit allmählich in die Röhre übergehenden Lappen; Faltenlappen deutlich ausgebildet. Griffelkurz; Narbe verbreitert, gefranst. Kapsel kurz gestielt. Samen länglich, ungeflügelt, mit gewunden höckerigerSchale (Fig. 2980 f, g). Diese Sektion besteht aus einer einzigen Gesamtart (Gentiana acaulis L. im weitesten Sinne),die sich in ± scharf geschiedene und auch geographisch lokalisierte Sippen (Unterarten) gespalten hat (vgl. pag. 2009).

Sektion Cyclostigma Grisebach. Einjährige oder ausdauernde, rasenbildende Pflanzen. Stengeleinfach oder verästelt, sehr oft stark verkürzt. Blüten meist ansehnlich, zuweilen auch klein. Krone gewöhnlichpräsentiertellerförmig, seltener trichterförmig, mit langer, enger Röhre, mit fünfspaltigem Saum und mit kleinen,

Fig. 2957. Gentiana Germanica Willd. subsp. eu- Ger-manica Br.-Bl., als Vertreter der Sektion Endotricha. Phot. Dr.Hrch. Marzeli, Günzenhausen (Bayern).