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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1973
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1973

Ebene und in den Tälern, nur vereinzelt bis 1200 m aufsteigend. Gern auf salzhaltigemBoden, doch auch auf lehmigem, sandigem oder torfigem Grunde.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt nur ganz im Norden; nörd=lieh bis zu den Hvalöern, bis Südnorrland, Äland, Nystad, Satakunta); West» und Zentral 2Asien; Nordafrika.

Aendert ab: var. simpliefssimum (Schmidt) Fr. Zimmermann (= f. palüstre [Gaudin] Schinz etKeller, = Erythraea simplicissima Schmidt, = E. näna Hegetschw., = E. ramosissima Pers. var. pulchellaGrisebach). Pflänzchen 0,9 bis 5 cm hoch. Stengel einfach, sehr dünn, meist nur 1» bis 3=blütig. Blüten5» oder 4»zählig, zuweilen heterostyl. In Sümpfen und Strandmooren. — var. Mey6ri Bunge. Pflanzeschlanker und höher (16 bis 21 cm hoch), langgliederigerund erst oberwärts verzweigt. Laubblätter länglich, bis2 cm lang. Krone meist weiss (Selten in Norddeutschland).

Diese Art ist die kleinste und kleinblütigste vonden einheimischen Centaurien und wechselt in der Grössestark, von 0,9 mm bis 5 cm. Von C. vulgare und C.umbellatum unterscheidet sie sich leicht durch die dunklerenBlüten. Diese öffnen sich zwischen 10 und 12 Uhr vormittagsund schliessen sich zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags. DieBlütedauer beträgt 6 Tage. Da das Abbiegen der Narbe vonden Antheren nicht so deutlich ausgesprochen ist wie bei C.umbellatum, ist Fremd» und Selbstbestäubung möglich. NachAugust Schulz kommt auch Heterostylie in Betracht.

Von den auf Bittersalzboden bei den Jenaer Teufels«löchern vorkommenden Zwergformen, die der var. simpli«cissimum entsprechen dürften, gibt Günther Schmid (inden Berichten der Deutschen Botan. Gesellsch. Bd. XXXVIII,

1920) ausführliche Mitteilungen. Darnach schwankt die Höheder Pflänzchen von 0,9 mm bis 4 cm (im Mittel 2,2 cm).

Der Stengel trägt 2 bis 3 Blattpaare und schliesst gewöhn»lieh mit einer einzigen Blüte ab. Es zeigt sich, dass mitdem Zwergwuchs eine Veränderung im Blütenbaue einher»geht, dass also eine Korrelation besteht. Die 5»zähligeBlüte wandelt sich in eine 4»zählige um, öfters unter gleich»zeitiger Verkürzung der Krone. Uebrigens gibt es alleUebergänge zwischen der Vier» und Fünfzähligkeit. Dasses sich bei dieser Zwergform, die an verschiedenen Stellen

beobachtet worden ist, um eine nicht erbliche Standsortsform handelt, geht aus den Beobachtungen von AugustSchulz bei Münster in Westfalen hervor. Dort kam die Art in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre aufHeideland in einer meist l»blütigen Zwergform vor. Nach Umwandlung des betreffenden Stück Bodens inGartenland erhielt sich die Art, erschien jedoch bald in einer bedeutend grösseren, mehrblütigen und starkverzweigten Form. Nach Mitteilungen von K. Bernau verschwand die Art auf der neuentstandenen Salz»florenstätte bei Halle (beim Bahnhof Trotha) nach 2 bis 3 Jahren wieder vollständig.

Als Bastarde werden genannt: Centaurium vulgare Raf. X C. pulchellum (Sw.)Druce (= C. Aschersoniänum [Seemen]) von den Ostfriesischen Inseln und C. umbellatum Gilibertx C. vulgare Raf. ehemals von Klatt auf der Westerplatte unter den Eltern beobachtet. Der letztereBastard erinnert durch die grossen Blüten, deren Kronlappen breit»eiförmig sind, an C. vulgare.

DXCVII. Swertia 1 ) L. Tarant.

Einjährige oder perennierende, aufrechte, selten audi klimmende (S. seändensTh. Fries am Kenia), einfache oder stark verzweigte Kräuter, mit gegenständigen oder zuweileni abwechselnden, am Grunde oft ziemlich langgestielten Laubblättern. Blüten bläulich,stahlblau, gelb oder weisslidi, in lockeren oder dicht gedrängten, rispenartigen oder traubigen

*) Benannt nach dem holländischen Gärtner Emanuel Swert, welcher 1612 (Frankfurt a. M.) einFlorilegium herausgab. Die meist übliche Schreibweise Sweertia ist also unrichtig.

Fig. 2950. Centaurium pulchellum (Sw.) Druce. a Ha-bitus. b Laubblatt, c Blüte, d Fruchknoten mit Narbe.