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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1968
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1968

Molinieten oder auf lehmigen Stellen an Waldrändern neben Calamagrostis lanceolata, Agrostis vulgaris, Brizamedia, Epipactis rubiginosa, Gymnadenia conopea, Tofieldia calyculata, Parnassia palustris, Sanguisorbaminor, Ononis, repens, Latbyrus pratensis, Daucus Carota, Brunella vulgaris, Origanum vulgare, ScabiosaColumbaria, Succisa pratensis, Alectorolophus angustifolius, Campanula rotundifolia, Bupbthalmum salici-folium usw. In den südöstlichen Alpen gehört sie nach Vierhapper wie Andropogen Gryllus, Erythroniumdens canis, Ornithogalum Pyrenaicum, Serapias longipetala, Dianthus Seguierii (Bd. III, pag. 328), Crepisincarnatus usw. der pontisdien Heidewiese an. Merkwürdig ist das Zusammentreffen dieser und weitererwärmeliebender Pflanzen (Geranium sanguineum, Asperula cynanchica) in dem extrem ozeanischen Klima vonWesterland mit alpinen und subalpinen Arten wie Dryas octopetala, Euphrasia Salisburgensis und Gentianaverna. Die goldgelben, nektarlosen Blüten sind während der Nacht geschlossen. Die Kronröhre liegt dem Frucht«knoten dicht an. Wahrscheinlich erfolgt Selbstbestäubung. Die Exine der kugeligen, 20 bis 24 fj messendenPollenkörner besitzt auf ihrer Oberfläche netzaderig verlaufende Membranleisten. Gr ab er, ebenso Thellung,machten im Jahre 1910 die Beobachtung, dass die gleichen Pflanzen (subsp. eu.perfoliata) 2.mal blühten, am15. Juli und am 18. September. Die Herbstexemplare näherten sich allerdings stark der subsp. serotina. VonAbnormitäten sind 3.blätterige Blattquirle, sowie 4. bis 12. (und noch mehr») zählige Blüten beobachtet worden.Von Schmarotzer«Pilzen wird einzig Puccinia Chlörae De Bary genannt. Das bittere Kraut war ehedemals IIerba Centaürii lütei offizineil. Es enthält als alleiniges Glykosid das Gentiopikrin (in der frischenPflanze bis zu 1,5 °/°) und wird noch heute gelegentlich wie Tausendgüldenkraut verwendet. Im HormsEystettensis wurde die Pflanze 1597 als Centaurium flore luteo kultiviert.

DXCVI. Centaurium 1 ) Hill em. Andanson ( Erythraea 2 ) Necker). Tausend-güldenkraut.

Ein» oder zweijährige bis ausdauernde, meist straff aufrechte, zuweilen stark verzweigteKräuter. Blüten 5=zählig, in didit gedrängten oder lockeren Trugdolden, selten auch inverlängerten Aehren, zuweilen heterostyl. Kelch röhrenförmig, mit linealen, gekieltenAbschnitten. Krone triditer» oder präsentiertellerförmig, rosarot, weiss oder gelb, dünn» undlangröhrig, unter dem Schlünde eingeschnürt, mit 5=teiligem, über der Kapsel zusammen»gedrehtem Saum. Staubblätter 5 (4), der Kronröhre eingefügt (Taf. 215, Fig. la); Antherennach dem Verstäuben ± stark spiralig» (korkzieherartig») gedreht (Taf. 215, Fig. 1 c). Griffelfadenförmig, mit 2»lappiger Narbe (Taf. 215, Fig. 1 b). Kapsel linealisch=zylindrisch, 2»fächerig(Fig. 2948 c), 2=klappig septizid aufspringend. Samen sehr zahlreich, mit netzaderiger Schale(Taf. 215, Fig. 1 e).

Die Gattung umfasst etwa 50 voneinander schwer zu unterscheidende Arten, die über die nördlichgemässigte Zone, die warme und subtropische Zone, Chile und Australien verbreitet sind. In Europa kommenim Süden (auch in Istrien) ausser den auch in Mitteleuropa vertretenen Arten von rotblühenden FormenC. spicatum (L.) Fritsch und C. tenuiflörum (Hoffgg. et Link) Fritsch, von gelbblühenden C. mariti.mum (L.) Fritsch vor. Kritische Bemerkungen über die britischen Centaurium.Arten haben kürzlich J A.Wehldon und C. E. Salmon in Journ. of Botany 63, 1925 bekannt gegeben, ebenso Ronniger über Nord«albanien in Mitteil, des Naturwiss. Vereins für Steiermark [II, 1915] und in Oesterr. Botan. Zeitschrift.Bd. CXIX, 1920, pag. 230.

1. Stengel erst im Blütenstande verzweigt, am Grunde mit einer Blattrosette 2.

1*. Stengel meist vom Grunde oder doch von der Mitte an gabelästig, ohne grundständige Blatt-rosette C. pulchellum nr. 2233.

2. Stengelblätter länglich.eiförmig bis lanzettlich. Kelch beim Aufblühen halb so lang als dieKronröhre C. umbellatum nr. 2231.

2*. Stengelblätter lineal bis ÜneaMänglich. Kelch beim Aufblühen so lang als die Kronröhre. Gernauf Salzboden C. vulgare nr 2232.

') xevtavQiov xo jj.ixQuv [kentaürion to mikrön] = kleines Kentaurion bei Dioskurides (Mat. med. HI, 7),Name einer rotblühenden Pflanze, wahrscheinlich des Centaurium umbellatum. Nach Plinius (Hist. nat.XXV, 33) wurde das centaurion von dem Kentauren Chiron entdeckt) vgl. auch Tausendgüldenkraut.2 ) Von griech. eQvftQalo? [erythraios] = rötlich; nach der Farbe der Krone.