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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1967
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1967

In Deutschland einzig in der Rheinebene von Basel abwärts bis Mainz und Bingen, so in Baden imRheingebiet (und zwar bereits bei Jestettenj früher [184S] auch bei Konstanz), Vorhügel des Schwarzwaldes, sowiebei Bruchsal, in Württemberg früher (ob noch?) bei Rot am See im Oberamt Gerabronn, in Elsass zerstreut,in der Vorderpfalz (bei Nussbach wegkultiviert); in der Rhön fraglich. InOesterreich zerstreut in Niederöstereich (im Gebiet der pannonischen Flora) «

häufig an der March zwischen Oberweiden, Zwerndorf und Baumgarten, bei ^

Weikendorf, Engelharsstetten, Wolfstal, früher auch bei Simmering-, in Steier« ilflkSiVl

mark (an der Mur bei Peggau, Graz und Wildon; angeblich auch bei Marburg), \ tw|

in Krain (so bei Gurkfeld), Küstenland, in Südtirol (nördlich bis Bozen und Nals) \

und in Vorarlberg (um Bregenz; früher auch im Tisener Ried und bei Dornbirn). mL 1 \f

In der Schweiz ziemlich verbreitet, besondersauf der Hochebene, in den Alpen y M T e U

fehlend (die subsp. serotina wahrscheinlich auf das mittlere Wallis beschränkt). LJ \

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (östlich bis ||^ j jjf

in den Orient und bis Persien), Westeuropa (nördlich bis Belgien,

Holland und Irland), Süddeutschland (Rheinebene).

Zerfällt in die beiden Unterarten: 1. subsp. eu»perfoliäta Hegi. Pflanzekräftig, bis 40 cm hoch. Stengelblätter gross, 14 bis 18 mm breit, eirund«dreieckig, mit ihrer ganzen Breite verwachsen. Grundständige Rosette vorhanden.

Kelchzipfel fast lineal, 1 .nervig, kürzer als die Krone. VI bis VIII. Verbreitet.

Hierher auch var. acuminäta(Grisebach)(= Chlöra acuminata Rchb., = Chloraintermedia Ten.). Laubblätter i grün. Kelchzipfel lineal, fast so lang als die

Krone. Kronzipfel zugespitzt.

2. subsp. serötina (Koch)

Bede. Fig. 2945. Stengel zart, ein«fach oder wenig ästig, 10 bis 30 cmhoch. Grundständige Rosette nurschwach ausgebildet oder fehlend.

Stengelblätter eilanzettlich, nur amabgerundeten Grunde miteinanderverwachsen. Kelchzipfel schwach 5»nervig, lanzettlich.pfriemlich, so langwie die Krone.VIII, IX. Hierher scheint nach Maly und nach E.

Janchen (Oester. Botan. Zeitschr.

CX1X, 1920, pag. 230) eine bereitsim Juni und Juli blühende Pflanze(f. aestivälis Maly) zu gehören,die im Mittelmeergebiet verbreitetsein dürfte.

Die beiden Unterarten, diesich ausser den morphologischen

Merkmalen durch die verschiedene Blütezeit unterscheiden undschon alssaisondimorphe Arten" angesprochen wurden, sinddurch Uebergänge untereinander verbunden. In Niederöster«reich und in Steiermark scheint einzig die subsp. serolina vor«zukommen. Blackstonia perfoliata ist eine wärmeliebendePflanze, die in Deutschland wie andere mediterrane Thermo«phyten (Colutea arborescens, Lepidium graminifolium, Crassularubens, Heliotropium Europaeum, Crepis pulchra usw.) einzigin der oberrheinischen Tiefebene, dem wärmsten Striche vonDeutschland, auftritt. Dem weiteren Vordringen nach Nordendürften bei Bingen die vorspringenden Gebirge eine orographischeGrenze gesetzt haben. Im Rheingebiet scheint die Pflanze mit Vorliebe die warmen Alluvial« und Diluvialbödenaufzusuchen, wo sie in Gesellschaft von Cyperus fuscus und C. flavescens, Juncus. und Scirpus.Arten, Triglochinpalustre, Spiranthes aestivalis, Allium acutangulum, Helosciadium repens, Centunculus minimus, Centauriumpulchellum (pag. 1972), Samolus Valerandi usw. auftritt. Im Zürcher Oberland erscheint die Pflanze gern in

Fig. 2945. Blackstonia per-foliata (L.) Huds. subsp. sero-tina (Koch) Beck. a. b, c Habi-tus von verschiedenen Fundorten.cl Blüte (geöiinet). e Reife Frucht(vom Kelch umgeben).

AM,, 29 !. 46 ' ^ la ?kstonia perfoliata (L.) Huds., imAbblühen begriffen. Phot. Dr. G. Hegi, München.