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DXCIII. Nymphoides 1 ) Hill. (= Limnänthemum 2 ) S. G. Gmel., = Schwey-kerta C. C. Gmel.). Seekanne, Sumpfrose.
Schwimmende oder in Sümpfen kriechende Kräuter mit kreis» oder eiförmigen, tiefherzförmig ausgeschnittenen, ganzrandigen oder schwach gelappten Laubblättern. Kelch tief5»teilig. Krone mit kurzer Röhre, fast radförmig, am Rande nackt oder gefranst, im Schlündezuweilen mit 5 epipetalen Schüppchen. Fruchtknoten 1 »fächerig, mit breitlappiger, oft fast petaloiderNarbe. Kapsel eiförmig oder länglich, nicht oder unregelmässig aufreissend. Samen sehrzahlreich bis wenige, hartkrustig, glatt oder grubig, mit Haaren oder schwachen Stacheln.
Die Gattung umfasst etwa 20 Arten, die über die Tropen und Subtropen verbreitet sind und mehrvereinzelt auch in den gemässigten Zonen auftreten. Sie gliedert sich in die beiden Sektionen Waldt«schmidtia Wigg. (Blüten in dichten Büscheln, von 2 fast gegenständigen Laubblättern gestützt. Samenzusammengedrückt, geflügelt und gewimpert) und- Nymphaednthe Grisebach (Blüten in wenig« bis viel»blutigen Büscheln. Samen fast kugelig, ungeflügelt, glatt oder schwach höckerig bis stachelig). Zu der ersterengehört einzig Nr. 2228. Von der zweiten werden bei uns in Kultur im Freien gelegentlich die gelbblühendenL. trachysp^rmum A. Gray aus dem südlichen Nordamerika, L. 1 acunösum Griseb. aus Nordamerikaund L. geminätum Griseb. aus Australien angetroffen. Nur für Warmhäuser eignet sich L. Humbold«tiänum Griseb. aus Westindien und Südamerika mit weissen, gefransten Blüten.
2228. Nymphoides peltäta (Gmel.) O. Kuntze (= N. flava Hill., = Limnänthemum nym»phaeoides Link, = L. peltatum Gmelin, = Menyänthes Nymphoides L., = Villärsia nym»phoides Vent., = Waldtschmidtia nymphoides Wiggers, = Schweyckerta nymphoides Gmel.).Schildblatt»Sumpfrose. Franz.: Faux nenuphar. Taf. 214, Fig. 2; Fig. 2934, 2935 e, g,
2940, 2941 c bis n und 2942.
Ausdauernde Wasserpflanze mit langkriechender (0,8 bis 1,6 m lang), gegliederter,walzenförmiger, verzweigter Grundachse, lange, peitschenförmige, stielrunde Stengel treibend.Laubblätter wechselständig (oft fast gegenständig), schwimmend, kahl, lederartig, fast kreisrund,ganzrandig oder schwach ausgeschweift, am Grunde mit tiefem, schmalem Herzausschnitt,stumpf, oberseits dunkelgrün, glänzend, unterseits graugrün oder rötlichviolett, drüsig punktiert(Fig. 2940 a), mit langem, am Grunde häufig scheidenförmig verbreitertem Stiele. Blüten gross,trichterförmig, lang gestielt (Stiele flutend, 5 bis 10 cm lang), zu einer von 2 scheinbar gegen»ständigen Laubblättern gestützten Doldenrispe vereinigt (in der Achsel des einen Laubblattesoft einen ähnlichen Blütenstand tragend), heterostyl. Kelchzipfel lanzettlich. Krone tief geteilt,goldgelb, bis 3 cm im Durchmesser; Zipfel mit dunklerem Mittelstreifen, verkehrt=eiförmig,stumpf, am Rande gewimpert»gezähnt, im Schlünde (besonders an der Einfügungsstelle derStaubblätter) bärtig (Fig. 2941 c bis e), in der Knospenlage klappig. Staubblätter 5, der Kroneeingefügt. Kapsel zugespitzt=eiförmig, etwas zusammengedrückt, einfächerig, vielsamig, zuletztunregelmässig zerreissend oder sich meist nicht öffnend, bis 2,5 cm lang, von den Kelch»Zipfeln umgeben. Narbe 2=lappig (Taf. 214, Fig. 2 c). Samen flach, breit»elliptisch (Fig. 2940d),am Rande strahlig»gewimpert, 6 mm lang und 3 mm breit. — VII bis IX.
Stellenweise häufig in stehenden und trägen, langsam fliessenden Gewässern, in Altwässern,Haffen; nur in der Ebene. An vielen Stellen absichtlich eingepflanzt. Fehlt in der Schweiz gänzlich.
In Deutschland zerstreut in Bayern (mehrfach im Donaugebiet zwischen Donauwörth und Neuburg,bei Ingolstadt), Sinzing, Eining, Donaustauf bis Vilshofen [bei Haidenhof nächst Passau eingepflanzt], in der^ Glonn, bei Landshut, im Ries bei Grosselfingen, in der Wörnitz bei Harburg bis gegen Dinkelsbühl, in der
/ Itmühl bei 1 appenheim und bei Schellneck unweit Riedenburg, bei Bayreuth [Sophienberg], in der Pfalz nichtse ten am Rhein und bei Hohenecken), in Baden (einzig im Rheingebiet von Karlsruhe bis Mannheim, beiKets , im St. Leoner Bruch, in den Neckarauer Sümpfen, bei Altfreistätt, Helmlingen, Abtsmoorwald, Mem«prechtshofen), in Elsass.Lothringen (bei Strassburg, mehrfach bei Metz, Diedenhofen, Sierck usw.),
) \\ egen der Aehnlichkeit der Schwimmblätter mit denen von Nymphaea.
) Vom griech. [!imn£] = Sumpf, Teich und uv &£[ aoi > [änthemonj = Blume, also Teichblume.