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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1956
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1956

Gentianoideae besitzen eine Mykorrhiza, womit die geringe Wasserbilanz, das Fehlen der Wurzelhaare, derMangel an Stärke in den Blättern (es sindZudcerblätter"), die schlecht ausgebildeten Gefässe und das Fehlender Wasserporen und der Wasserausscheidung in Beziehung steht. Die Menyanthoideae dagegen entbehreneiner Mykorrhiza. Nach Stahl (Pringsheims Jahrbücher. Bd. XXXIV, 1900) gehören ihre Laubblätter zum TypusderStärkeblätter , in denen sich schon nach wenigstündiger Besonnung grosse Stärkemengen nachweisenlassen. Für die beträchtliche Transpirationsgrösse spricht das Vorkommen von Wasserspalten und beiMenyanthes das Vorhandensein der bei Sumpfpflanzen oft fehlenden Wurzelhaare. Im Gegensatz zu denGentianoideen lassen sich die Menyanthoideen leicht in Kultur nehmen, so Menyanthes trifoliata, Nymphoides(pag. 1961) und Villdrsia (z. B. V. reniförmis R. Br.) aus Australien.

Gentiana lutea und verwandte Arten, pag. 1992, Menyanthes trifoliata, pag. 1957, Centaurium umbellatum,pag. 1969, sind offizinell oder sind als Volksmittel im Gebrauch. Ferner gehören hierher! Gentiana scabra Bungein Japan, G. Catesbaei Elliot (blue gentian) in Nordamerika, G. Tannitami Azara in Peru, G. Dahürica

Fisch, und G. Kürroo Royle aus Kasmir in Vorderindien,Exacum pedunculätum L., E. tetrdgonum Roxb., E.Wightiänu m Arn. u. a. in Indien, Sebaea älbens R. Br. undS. aürea (L. f.) R. Br. im Capgebiet, Sw6rtia Chiräta Buch.»Ham. in Ostindien (pag. 1974), Swertia (Fras6ra) Carolinen»sxs Walt, in Nordamerika (Radix Fras£rae dient als Ersatz derColombowurzel), Centaurium Chilense (pag. 1974), Black«stönia perfoliäta (pag. 1966), Sabbätia anguläris Pursh(American Centaury) in Nordamerika, Sabbatia ElliöttiiSteud. Quinxn flower in Nordamerika (Herba Sabbätiae Elliötiigegen Malaria und Fieber), Canscöra perfoliäta Lam. undC. decussäta Roem. et Schult, in Indien, Lisiänthus amplis»simus Mart., L. alätus Aubl., L. caeruUscens usw. imtropischen Südamerika, H a 16 n i a Sibirica Borkh. in Sibirien,Tächi a (Myrmecia) Guianensis Aubl. in Brasilien und Guay»ana (Radix Tächiae Guianensis oder R. Quässiae Paraensis alsAntipyreticum und Prophvlacticum gegen Malaria), Coutoubeaspicäta Aubl. und C. densiflöra Mart. in Guayana undBrasilien, Deianira eruböscens Cham, et Schlecht, et D.nervösa Cham, et Schlecht, in Brasilien usw.

Als Zierpflanzen haben die Enziangewächse trotz ihrerprächtigen Blumen keine grosse Bedeutung, zumal sie sich mitAusnahme der Menyanthoideen, die eine Mykorrhiza besitzen(siehe Nymphoides pag. 1961), oft nur schwer kultivieren lassen. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass dieSamen der Gentianoideen (ähnlich wie die der Orchideen) zur Keimung einer Mykorrhiza benötigen. Andererseitsmüssen sie (dies gilt wenigstens für die einheimischen Gentianen) nach Kinzel neben einer ± starken Frost»einwirkung (Winterkälle) gleichzeitig auch einer ± langen Belichtung ausgesetzt sein. Diese Ansprüche sindJedoch bei den einzelnen Arten sehr verschieden, so dass also Je nach der Herkunft entsprechende Kältegradeangewendet werden müssen. So ist es auch einigermassen verständlich, dass die Anzucht unserer Enziane mitgrossen Schwierigkeiten verbunden ist. Verhältnismässig leicht mit einiger Aussicht auf Erfolg lassen sichG. lutea und G. asclepiadea (auch weissblühend) heranziehen, 'während andere perennierende Arten wieG. Kochiana, G. Clusii, G. verna, G. Pneumonanthe, ebenso Swertia perennis und S. punctata, in der Kulturmeist nach kurzer Zeit eingehen. Von ausländischen Arten verdient Exacum affine Balf. f. von der InselSokotra als Topfpflanze für Warmhäuser Erwähnung, ein reizendes, einjähriges, verzweigtes Gewächs mitschön himmelblauen Kronblättern und sehr langen, goldgelben mit 2 Poren sich öffnenden Antheren (Kontrast«färbung). Für den Staudengarten eignet sich Gentiäna septemfida Pall. aus dem Kaukasus, Turkestanund Altai; sie gehört in die Sektion Pneumonanthe. Adventiv sind ausser den bei den einzelnen Gattungenerwähnten Arten in der Pfalz bei Mundenheim (öfters zwischen 1882 und 1902) und bei Mannheim Cic6ndiapusilla (Lam.) Griseb. (= C. CandoM [Bat.] Griseb., = Exacum pusillum DC., = Exäculum pusillum Caruel]aus dem westlichen Mittelmeergebiet festgestellt werden. Kleines, unscheinbares, stark verzweigtes, anMicrocala filiformis erinnerndes Pflänzchen mit kleinen, gelben, weissen oder rosaroten, 4»zähligen Blütenund fadenförmigem Griffel und einer in 2 kurze, breite Lappen geteilten Narbe. Ferner (wohl gartenflüchtig)wird aus Ludwigshafen a. Rhein Chirönia Fisch6ri Paxton (= Ch. floribünda Paxton) erwähnt, einePflanze die nach E. Schoch (Monographie der Gattung Chironia L. Beihefte zum Botan. Zentralblatt.Bd. XIV, 1903) nur aus Gewächshäusern bekannt ist.

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MC

Fig. 2935. Pollenkörner: a, b von Centauriumumbellatum Gilib. (avon der Seite, b von oben),c ein Stück der Exine, d von LomatogoniumCarinthiacum (Wulf.) Rchb., e , g von Nym-phoides peltata (Gmel.) O. Kuntze (e von oben,g von der Seite mit Keimspalte und Keimporus),/, h von MenyanthestrifoliataL. Gentianaverna L. k Narbe vergrössert (Fig. a bis h nachAlwin Köhler).