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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1935
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1935

2225. Olea Europaea L. Oelbaum, Olive. Franz.: Olivier; engl.: Olive tree; ital .s Olivo,oleastro, ulivo, im Tessin: Uliv, Olivetti; Grödner ladin.: Aulif, neif. Fig. 2920 bis 2926.

Bis 10 (20) m hoher Baum oder mässig hoher Strauch mit heller Rinde und rutenförmigen,i 4»kantigen bis rundlichen, anfangs filzigen, dornigen oder dornenlosen Zweigen. Knospen»schuppen fehlend. Laubblätter gegenständig, einfach, schmalelliptisch bis lanzettlich oder herzförmig,an der Spitze mit aufgesetzter Stachelspitze, am Grunde meist rasch in einen kurzen Stiel zusammen«gezogen, ganzrandig und leicht umgebogen, steiflederig, oberseits dunkelgrün, kahl oder mitzerstreuten Schildhaaren besetzt, unterseits von ebensolchen Haaren silbern schimmernd. Blütenin kleinen, blattachsel»ständigen, zusammen»gesetzt = traubigen Blü»tenständen. Kelch 4=zähnig, bleibend. Kronekurzröhrig, 4»lappig,weiss. Staubblätter 2,am Grunde der Krön»röhre entspringend.

(Fig. 2921 c). Frucht»knoten oberständig, 2»fächerig, mit je 2 hän»genden, anatropen Sa»menanlagen in jedemFache. Narbe 2=lappig.

Steinfrucht 1», seltener2'samig, fleischig, pflau»menähnlich oder rund»lieh, bis 3,5 cm lang,glatt,kahl,anfangs grün,dann rot, bei der Reifeschwarzblau 1 ); Stein»kern sehr hart, schief»

länglich oder keulenför* Fig- 2921. Olea Europaea L. a Blühender Zweig, b Blüte, c Desgl. aufgeschnitten, d Längs-ö schnitt durch die Blüte, e Frucht. / Längsschnitt durch die Frucht, g und h Samen im Längsschnitt,

mig, CtWdS zusammen® i Fruchtzweig, k Laubblatt und l Laubblattzweig der Wildform (Fig. b, e, d, g, h nach Knoblauch).

gedrückt, runzelig oder

gefurcht, hellbraun. Samen länglich»zusammengedrückt, 9 bis 11 mm lang, mit reichlichemNährgewebe und geradem Keimling (Fig. 2921 g, h). VI.

Kultiviert bis etwa 600 m auf vorwiegend kalkreichen Unterlagen an sonnigen, ziemlich trockenen,geschützten Hängen: in Südtirol bei Meran (324 m), Bozen (audi verwildert, z. B. vor Runkelstein), um Trient,Beseno, Rovereto, Chizzola, Ala, Avio, im Sarcatal aufwärts bis Vezzano (371 m) und Santa Massenza, amGardasee (bei St. Urbano unweit Arco noch bei 600 m), verwildert am Pönale bei Riva; in der Schweiz imsüdlichen Tessin bei Locarno, Ascona, im Val Solda, von Oria bis San Mammete (Italien), bei Gandria, amMonte Br6, bei Castagnola, San Salvatore, Monte Arbostora, von Lugano bis Melide und Morcote, Bissone,Maroggia, Melano, Chiasso usw.

Allgemeine Verbreitung (Fig. 2922): Mittelmeergebiet (± einheimisch), von denKanarischen Inseln, Marokko, Spanien und Portugal ostwärts bis Iran(?), nordwärts bis Süd»frankreidi (bis Donzere bei Valence), Ligurien, bis zum Südrand der Alpen (bis zum Tessin,Südtirol und bis zu den Lessinischen Alpen), längs der Küste der Balkanhalbinsel bis zum

l ) In Syrien sollen auch weisse Früchte vorkommen.