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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1936
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1936

Marmarameer, bis zur Südküste der Krim und bis zum Südabfalle des Kaukasus; südwärtsvon Südmarokko über Algerien, Tunesien, Barka bis Südpalästina; ausserdem kultiviert inAbessinien, Süd= und Südwestafrika, Vorderindien, Japan, Australien, Nord=, Mittel* undSüdamerika, auf Jamaika und auf den Bermuda=Inseln. Als Zierbaum noch an der Südwest 5küste von England (Devonshire, Brest, Dublin) im Freien gezogen 1 ).

Als Wildform ist anzunehmen subsp. sil v^stris (Hil)er) Rouy (= O. Oleäster Hoffm. et Link) Fig. 1921 k, 1.Meist sparriger, reichästiger Strauch oder kleiner, selten bis 20 m hoher Baum mit fast hartdornigen und ischarfkantigen Zweigen. Laubblätter elliptisch bis verkehrt«eiförmig, bis 4 cm lang. Frucht rundlich, ölarm.Im ganzen Mittelmeergebiete verbreitet. Von dieser Wildform abzuleiten ist subsp. sativa (Hoffm. et Link)Rouy (= O. officindrum Crantz, = O. Gällica Miller, = O. lancifölia Mndi., = var. sativa DC.) Fig. 1921 a

bis i. Meist bis 10 m hoher Baum mit runden, nicht in Dornen auslaufenden Zweigen. Laubblätter lanzettlich,weidenartig, 5 bis 8 cm lang und 1 bis 2 m breit. Frucht i gross, meist 2 bis 3,5 cm lang, in der Form sehrmannigfaltig, länglich-eiförmig bis kugelig«eirund, am Scheitel i stumpf oder etwas zugespitzt, ölreich, essbar.Wird in zahlreichen Rassen gezogen, in Spanien besonders in breitblätterigen, in Italien dagegen in mehrschmalblätterigen Formen.

Olea Europaea ist eine der charakteristischsten Gestalten des Mittelmeergebietes u.id seit der Zeit vonDe Candolle zur Umgrenzung der Mediterraneis benützt worden, da der Bereich ihrer Verbreitung auchdenjenigen der typischen Mediterrangewächse ± umfasst. Die Polargrenze (Fig. 2922) schliesst sich nachGrisebach dem Verlaufe der 12°»Jahres»Isotherme an, Ist aber nach Th. Fischer besser durch die 4°Januar»Isotherme zu kennzeichnen. Die Höhengrenzen unterliegen bedeutenden Schwankungen. In geschütztenLagen des Kastilischen Scheidegebirges steigt der Baum bis 800 m, im Tietartale sogar bis 900 m. Im Südwest»liehen Galizien erreicht er nur 200 m Höhe, an der Südwestseite der Serra da Estrella 400 m, an derenNordostseite 800 m. Der Höchstpunkt auf der Iberischen Halbinsel liegt im Paqueiratale bei 1400 m. In Frank»reich liegen die oberen Grenzen im Audetal bei 150 m, bei Valence bei etwa 75 m, am Mont Ventoux bei600 m, in den Seealpen bei 800 m, in der Schweiz im Tessin bei 600 m. In Italien werden am Gardasee400 m, in Südtirol und in Ligurien 600 m, in Calabrien 800 m und auf Sizilien am Aetna 920 m erreicht. ImBalkan liegt die Grenze für den Kroatischen Karst bei kaum 200 m, in Istrien bei kaum 400 m (Ragusa), aufKephallinia bei 560 m, im westlichen Pindus bei 500 m, bei Arachova bei 750 m, im östlichen Peloponnes bei600 m, auf dessen Westseite bei 680 m. In Kleinasien schwankt die Höhengrenze zwischen 200 m am Marmara»meer und 1000 m südlich vom Toten Meere. In Nordafrika steigt der Baum im algerischen Auresgebirgebis 1200 m, in Marokko bis 1500 m. Die Verwendung des Oelbaumes zur Umgrenzung des mediterranen

') Nach J. J. F. Meyen (Grundriss der Pflanzengeographie, Berlin, 1S36) gelang es auch im BotanischenGarten zu Bonn ein Oelbäumchen bei geringem Winterschutz einige Zeit im Freien zu ziehen. Auch inSchlesien soll der Baum zur Renaissancezeit (wohl in Kalthäusern) kultiviert worden sein.