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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1913
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1913

Maia, Maiblüa(h) (Oberbayern), Pinksterblöme, .blourae (plattdeutsch), Pängstblum (Nieder,rhein), Pfingstbluem (Elsass), P fingst e» G1 e s Ii [Glesli" eigentlich = Hyazinthe], Pfeistblueme(Schweiz), Ufertsbluest (Basel). Im Mitteldeutschen besonders im Ostmitteldeutschen (obersächsisch usw.)treten häufig Benennungen auf, die anscheinend einen recht ominösen Ursprung haben (Hude auf die Ma(g)d"= coirej Blütezeit im Mai, starker auf die sexuelle Sphäre wirkender Duft!). Meist sind diese Benennungenstark verschleiert : Huckufdemad, Huppufdemad, Kufdemad, Huckauf, Huppuff (Sachsen, Nord»thüringen), Hub»uf»de«M6 (Altenburg), Hep(e)timat (Oberhessen). Eine weitverbreitete Namengruppebilden (oft weitgehende) Entstellungen aus Syringa t Sirene, Siereen, Zorene, Ziereenje, Zitrene(plattdeutsch), Zieren'n (Gotha), Zirenchen, Zitrenchen (Nordthüringen), Zitterene (Hessen),Zerinke (Rheinpfalz), Zirinke ;(alemannisch), Zitterink, Zitterinz (Elsass), Zitrönchenbaum,Rosinenbaum (Oberharz); das elsässisdie Zittelbast ist ausserdem noch an Seidelbast (ähnliche Blüten»form!) angelehnt. Ein verstümmeltesJe länger je lieber" (vgl. Lonicera caprifolium Bd. VI/1, pag. 258) stellendie thüringischen Benennungen Längelieber,

Eng (e)lalieb(e)r, Liwerängl dar. Die A \

Bezeichnungen Li 1 ach (Sachse), Lila (Elsass),

Lilak (Aargau) stammen aus dem französi»sehen Namen des Strauches (franz. lilas unddies aus arab. lilak, pers. nilä = blau; darausauch lila = blassviolett). Vereinzelte Volks»namen sind Kaneelblom, «roes (Schles.wig), Pastoren», Studentenblom (Un»tere Weser), Kasblöm (bergisch), Lemer»s c h w e n z [Gestalt der Blütenrispe] (Ober»hessen), Mühlenblume Moselgebiet), Wein»blume (Baden), Wietruba (St. Gallen), Hup»pendinges (zur Anfertigung vonHuppen"»

Pfeifchen [vgl. Sorbus aueuparia Bd. IV/2.pag. 708] (Lothringen), Zuckerblueme(Elsass).

20 cm bis 10 m hoher Strauch /K

oder kleiner Baum mit kräftiger, weit« * V" \/' f>

streichender Bewurzelung und grau« ^ l

brauner, rauhrissiger, abblätternder Bor« T

kenrinde. Junge Zweige rundlich, glatt, / '/]}/

grau oder olivgrün berindet, anfangs I /" ' / CZ V "

drüsig kurzhaarig. Knospen eiförmig _ \ l Ay

(Fig. 2903), von wechselnder Grösse; 3 W

Schuppen rundlich, etwas gekielt, oliv» * . - q

grün, am Rande braun gesäumt; Lenti- Fjg 2902 Syringa vulgaris L a Fruchtender Zweig, b Frucht, c Quer-cellen vielfach kaum sichtbar; 2=jährige schnitt durch die Frucht, d Samen, e Schnitt durch den Samen.

Zweige grau. Laubblätter 2 bis 3 cm

lang gestielt, meist deutlich länger als breit, am Grunde 3«eckig«eiförmig, herzförmig, abge«rundet oder kurz verschmälert, gegen die Spitze ziemlich lang vorgezogen, oberseits lebhaftgrün, unterseits etwas matter, kahl, dicklich. Blüten in reichblütigen, endständigen Rispen.Kelch 2 mm lang, unregelmässig« und kurz 4«zähnig. Krone etwa 1 bis 1,5 cm lang, mitenger, zylindrischer Röhre und 4 bis 5 mm langen, eiförmigen, vorn abgerundeten Zipfeln,von blau« und rotviolett über rosenrot und himmelblau bis weiss, häufig in Kultur gefüllt(Fig. 2901 c). Staubblätter 2, nicht aus der Kronröhre herausragend, im oberen Teile derKronröhre entspringend (Fig. 2900b). Griffel kurz, in der Kronröhre eingeschlossen; Narbe2=lappig (Fig. 2900 c). Kapsel 2=fächerig, länglich=eiförmig, vorn zugespitzt, 1 bis 1,5 cmlang, zusammengedrückt, kahl (Fig. 2902 b, c), braunglänzend, holzig. Samen länglich, 8 bis10 mm lang, hellbraun, ringsum geflügelt (Fig. 2902 d, e). IV, V.