1904
1. Stengelglieder der meisten Zweige, besonders in ihrem oberen Teile, mit gefächertem Mark erfüllt(Fig. 2894 g) 2.
1*. Stengelglieder stets hohl, in jedem Knoten mit einem kurzen, dichten Markpfropfen (Fig. 2894 h).Zweige anfangs aufrecht, später i überhängend, seltener schon von Anfang an stark überhängend. Bis gegen2 m hoher Strauch mit olivgelben oder rotbraunen, anfangs ± aufrechten, zuletzt fast hängenden, nahezu4=kantigen, durch zahlreiche Lentizellen warzigen Zweigen. Laubblätter z. T. einfach ungeteilt, z. T. 3«spaltigbis 3»zählig, selten fussförmig 5» (7=)zählig, eiförmig bis eilänglich, l 1 /« bis 2 (2 1 /») mal so lang als breit, unregel»mässig gekerbt.gesägt, kahl oder selten behaart, 1 bis 3 cm lang gestielt. Kelchzipfel bis 8 mm breit, eilanzett»lieh. Krone bis 3 cm lang; Kronzipfel bis 8 mm breit. Kapsel schmal-eiförmig zugespitzt, 15 mm lang.Heimat: Nord« und Zentralchina, in Japan nur kultiviert. In Europa 1833 durch Verkerk Pistorius (nachi A Holland) eingeführt. Ueber die
zahlreichen Kulturformen dieserund der nachfolgenden Artenund des Bastardes vgl. C. K.Schneider. Handbuch desLaubholzkunde. Bd. 2. 1912 .. F. suspensa (Thunb.) Vahl.
2. Wuchs völlig aufrecht.Gefächertes Mark auch in denStengelknoten, selbst wenn imunteren Teile der Zweige dieStengelglieder hohl sind. Laub«blätter nie 3<spaltig oder 3»zähnig, zuletzt derb und etwaslederig 3.
2*. Wuchs aufrecht bisstark sparrig und überhängend.Stets ein Teil der Stengelglieder(besonders die oberen) mit ge»fächertem Mark erfüllt; diestengelständigen Markpfropfenmeist dicht oder von gemischterBeschaffenheit, selten ganz ge.fächert. Laubblätter meist ein»fach, an den Langtrieben ver»einzelt bis reichlich auch 2» bis3.spaltig oder 3>zählig . .F. viridissima Lindl. X F.suspensa (Thunb.) Vahl.
3. Laubblätter schmal,länglich oder elliptisch bis lan.
zettlich, 2s bis 4«mal so lang wie breit, ungleich kerbig gezähnt oder ganzrandig. Blütenstiele bis 12 mm lang.Bis über 2 m hoher Strauch mit anfangs (bis zum Anfang des 2. Jahres) grünen, i-päter gelbbraunen, 4»eckigen,aufrechten, durch die Lenticellen rauhen Zweigen. Laubblätter einfach, stets kahl. Blüten einzeln oder biszu 3 aus einer Knospe hervorgehend, aufrecht bis übergeneigt. Kelch etwa V 2,ma l kürzer als die Krön«röhre, 4»teilig; Kelchzipel 4,4 bis 5 mm lang, der Kronröhre angedrückt. Krone bis 2,5 cm lang, hellgelbgrün,mit 12 orangegelben Saftmalen. Kronzipfel am Rande nicht zurückgerollt, gegen die Spitze zu etwa zurück»gebogen. Kapsel breit. eiförmig, zugespitzt, 1,5 cm lang. Heimat: Zentral» und Ostchina. In Europa seit 1846in Kultur; auch in Nordamerika kultiviert und dort leicht verwildernd F. viridissima Lindl.
3". Laubblätter eiförmig bis eilänglich, 1« bis 2=mal so lang als breit, ganzrandig, selten (an Geil»trieben) klein bis grob kerbig gesägt. Blüten bis 5 mm lang gestielt. Bis über 1 m hoher, dicht verzweigterStrauch mit braungelben Zweigen. Laubblätter einfach, kahl, 0,5 bis 1 cm lang gestielt (Fig. 2894 f). Blüteneinzeln oder bis zu 3 zusammenstehend, hängend. Kelch 4»teilig, mit eiförmigen oder eilanzettlichen, an derFrucht erhalten bleibenden Kelchzipfeln. Krone bis 2,5 mm lang, goldgelb, mit kurzer, weiter Röhre und12 orangegelben Saftmalen; Kronzipfel eiförmig, seitlich am Rande zurückgerollt und deshalb sehr schmalerscheinend, gerade ausgestreckt. In den kurzgriffeligen Blüten die Staubbeutel halb so lang wie die Staubfäden.Frucht eine sehr kurze, schnabelförmig zugespitzte Kapsel. Heimat: Albanien. F. Europaea Degen et Baldacci.
Fi^ 2894. Forsy t h ia s uspensa Vahl X F. v i ri di ssi ma Lindl. a Blühender (Kurz- Spross.b Kurzgriffelige Blüte, c Langgriffelige Blüte im Längsschnitt, d Staubblatt, e Sich belauben-der Langtrieb. — / F. Europaea Degen et Baldacci. Stengelglied mit Laubblatt, g Stengel-glied längs gespalten (mit dem gefächerten Maike). h F. suspensa (Thunb.) Vahl. Stengel-glied gespalten (ohne Mark, nur mit den abschliessenden Markpfropfen).