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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1903
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1903

wenig zu leiden, wenngleich ein vereinzeltes Auftreten von Viscum album und auch von V. cruciatum aufArten der Gattung Syringa, Olea und Fraxinus bekannt geworden ist.

Die Oleaceen werden eingeteilt in die Unterfamilie der Oleideae mit in den Fruchtknotenfächernmeist vom Scheitel herabhängenden Samen und an der Spitze nicht eingeschnürten Früchten und in die Unter,familie der Jasminoideae mit in den Fruchtknoten fächern aufsteigenden, sehr selten hängenden Samen,anlagen und mit stets von der Spitze her durch eine Einschnürung in 2 Teile gegliederten Früchten. Zu derersteren gehören folgende 3Tribus: 1. Fraxfneae. Frucht eine geflügelte, selten eine zuletzt scheidewandspaltigsich öffnendeNuss. Hierzu gehören die beiden Gattungen Fräxinus L. (pag. 1919) und Fontandsia 1 ) Labill.,letztere monotypisch und bisweilen in wärmeren, geschützten Lagen in Mitteleuropa (z. B. in Feldkirch) an«gepflanzt: F. phillyreoides Labill. Bis 3 m hoher, kahler, sparriger Strauch mit ungeteilten, am Randeetwas zurückgerollten, oberseits kahlen, unterseits sehr selten längs der Nerven spärlich behaarten Laub»blättern. Blüten an seitlichen, kurzen Trieben in end» und achselständigen Rispen, klein, zwitterig. Kelchklein, 4«teilig oder ungleich 4.zähnig, Kronblätter 4, am Grunde paarweise zusammenhängend, weiss oderhellrosa. Staubblätter 2, dem Grunde der Krone eingefügt, doppelt so langwie die Kronblätter. Frucht schmal geflügelt, 2«fächerig und 2« bis 4=samig. Zu.meist wohl nur in der in Sizilien, Kiemasien, Syrien und Palästina heimischenund 1787 eingeführten, meist lineal« bis lanzettblättrigen und kurzrispigen (Blütenweiss) Sippe subsp. Mediterränea Lingelsh. (pro var.) in Kultur; seltener dürftedie ostchinesische, 1869 eingeführte, grossblättrigere (bis 12 cm lang) subsp. For.tun£i (Carr.) mit bleichrosavioletten, in lockeren Rispen stehenden Blüten anzu«treffen sein. 2. Syrfngeae. Frucht eine fachspaltige Kapsel. Die Tribus um.fasst die 3 Gattungen Syringa L. (pag. 1908), Schreb6ra Roxb. = NathüsiaHöchst, (in Afrika und Ostindien heimisch) und Forsythia s ) Vahl. Letztere wirdunter den Namen Forsythie, Goldbecher, Goldweide häufig kultiviert und bestehtaus sommergrünen Sträudiern mit gegenständigen, einfachen oder 3=teiligen Laub,blättern. Blüten leuchtendgelb oder rötlichgelb, im Frühjahr vor den Laubblätternerscheinend, einzeln oder bis zu 3 an beschuppten Kurztrieben. Kelchblätter 4.

Kronblätter 4 bis 5, glockig, in der Knospenlage dachziegelig. Staubblätter amGrunde der Kronblätter eingefügt; Staubbeutel auswärts gerichtet. Fruchtknotenmit 4 bis 10 Samenanlagen in jedem Fache. Kapsel länglich, trocken. Samenschmal geflügelt, mit Endosperm. Zu ihr zählen 4 Arten, die alle heterostyl»dimorph (Fig. 2894 b, c) und homogam sind. Selbstbestäubung ist in der Regel aus.geschlossen und kann nur eintreten, wenn das Griffelende und die Staubbeutelauf gleicher Höhe stehen. Die Bestäubung erfolgt durch zahlreiche Insekten, diedurch die leuchtenden Blütenfarben und den reichlich abgesonderten Honig an.gelockt werden. Der Fruchtansatz ist in den kühleren Gebieten sehr gering, kannaber z. T. auch darauf zurückzuführen sein, dass häufig nur Stöcke mit gleichartigen Blüten angepflanzt werden.Bis 1890 waren nur kurzgrifflige Pflanzen von F. suspensa und langgrifflige Stöcke von F. viridissima in Europabekannt und erst in diesem Jahre erhielt Hildebrand die erste langgrifflige Form von F. suspensa, woraufsofort in Freiburg im Breisgau eine reichliche Samenbildung einsetzte. In Japan benützt man eine Abkochungder am Ende des Sommers gesammelten Früchte als Heilmittel gegen Wassersucht, Wechselfieber, bei An.Schwellungen der Lymphdrüsen, gegen Abscesse, bei Hautkrankheiten und als Wurmmittel. In China, wo diePflanze (Frudit) als Droge schon im Shen ts'ao king (einem angeblich aus dem 3. vorchristlichen Jahrtausendstammenden medizinischen Werke) als Droge aufgeführt wird, dient sie vorwiegend als abführendes undtonisches Mittel, als Diureticum, Emmenagogum, Antiphlogisticon. Schimper wies in den Laubblätterngrössere Mengen löslicher Sulphate nach; auch sollen sie ein Glykosid enthalten. Die Forsythia.Arten (und ihrBastard [s. u.J) erfreuen sich einer alljährlich zunehmenden Beliebtheit, da sie leicht zu ziehen sind, keinerbesonderen Pflege bedürfen, in normalen Jahren bereits im Vorfrühling (in ungünstigen Jahren wie 1924allerdings erst im Mai) zu reicher Blüte gelangen und sowohl als Garten», als auch als Zimmerschmuck sehrgeeignet sind. Zu Treibzwecken werden die Zweige auffallenderweise noch wenig verwendet, obgleich sie sichnach Molisch bereits im November und Dezember, wenn in den Gärtnereien grosser Blütenmangel herrscht,leicht mit Hilfe des Warmbades zum Austrieb bringen lassen. So gelangte ein Zweig von F. suspensa, der MitteNovember 12 Stunden lang in Wasser von 25° bis 32° gebadet worden war, bereits nach 12 Tagen zu voller Blüte.

') Benannt nach dem französischen Botaniker Ren6 Desfontaines, geb. 1750, gest. 1833.2 ) Benannt nach dem Engländer A. Forsyth, geb. 1737, gest. 1804, der einige Werke über Baum«krankheiten und Obstbaumkultur schrieb.

pensa Vahl. a Spross imWinter, b Sprossknospe.