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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1902
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1902

dickt, 2=Iappig, seltener kopfig. Frucht eine Beere, Steinfrucht, Kapsel» oder Spaltfrucht. Samenmeist einzeln, selten bis 4 oder mehr, hängend oder aufrecht, mit fleischigem oder knochen»artigem oder auch fehlendem Nährgewebe und geradem Keimling, mit gewöhnlich flachenKeimblättern und mit kurzem auf» oder abwärts gerichteten Würzelchen.

Die Familie umfasst 22 Gattungen mit annähernd 400 Arten und besiedelt die ganze warme, sowiedie gemässigten Zonen, besitzt aber ihren grössten Formenreichtum im südlichen und östlichen Asien. DieHälfte ihrer Arten gehört zur Gattung Jas min um L. Dann folgt Fräxinus mit über 60 Arten und etwasweniger umfangreich die Gattungen Mayep6a Aubl., Ligustrum L., Ölea L. usw. Zu den monotypischenGattungen zählen u.a. Hesperelaea Gray auf der Insel Guadelupe bei Niederkalifornien, TessarändraMiers in Brasilien und Nyctänthes L. in Ostasien. Jasminum erstreckt ^ch als einzige Gattung überalle 5 Erdteile; Fraxinus besiedelt fast ausschliesslich die nördlich gemässigte Zone. Olea tritt in Afrika,

Asien, Polynesien und Europa auf.Die übrigen Gattungen sind aufzwei oder zumeist auf einen einzigenKontinent beschränkt. Die Artenstellen meist Sträucher oder Bäume,selten Halbsträucher dar und sind

f 't. JI l / I V' -' n 'hrer Tracht sehr verschieden.

L VMVtfP Ein Teil ist sommergrün, die Mehr«

za hl i Winter» und immergrün, inj A letzterem Falle nicht selten mit dick»

J.' ' rS f*"*!;, \L) lederigen, am Rande eingerollten

'"fltwW 9- JJ\ 1 und mit Schülferhaaren bedeckten

^ lri\ C Laubblättern versehen. An auf»

/ t\V fallenden Erscheinungen der vege»' \ (/ \Y{ 'ativen Organe sind ferner das Auf»

treten von akzessorischen Knospenund Sprossen (Nebenknospen und

Fig. 2893a. Forsythia suspensa Vahl. a Beblätterter Zweig, b Geschlechtsorgane Nebensnrossenl in den Achseln derder langgriffeligen, c der kurzgriffeligen Bliite (nach O. Kirchner). i\eoensprossen] in aen /\cnseln der

Laubblätter, extraflorale Nektarien

(Beziehungen zu den Ameisen), Ringelborkenbildung usw. zu nennen. Die extrafloralen Nektarien, die vonE. Schwendt (Zur Kenntnis der extrafloralen Nektarien, Diss., Göttingen, 1906) für Ligustrum Regeli»änum Koehne, L. vulgäre L., Syringa Chinin sis Willd. und S. Persica L. untersucht worden sind,finden sidi in grösserer Zahl auf der Unterseite der Laubblätter, sind in eine flache Einsenkung der Epidermiseingelagert und bestehen aus einem epidermalen, sezernierenden Teile und einem darunter liegenden, wohldifferenzierten Drüsengewebe (Fig. 2897). Entwicklungsgeschichtlich stellen sie Tridiome dar, die aus je einerEpidermiszelle entstehen. Ob sich solche Honig abscheidende Gebilde, wie D e 1 p i n o angibt, auch beiFraxinus Pennsylvänica Marsh, finden, ist nach A. Lingelsheim sehr zweifelhaft. Vielmehr dürftees sich um eine starke Anhäufung gewöhnlicher, nicht Honig abscheidender Drüsenhaare handeln, wie sie z. B.bei Fraxinus Americ&na L. und F. quadranguläta Michx. vorkommen. Die oft farbenprächtigenBlüten werden zum grössten Teile durch Insekten bestäubt, doch sind bei Jasminum.Arten auch Kolibris fest»gestellt worden; andererseits darf die Windblütigkeit gewisser Eschen (z. B. Fraxinus excelsior) wohl als einesekundäre Einrichtung angesprochen werden. Diese Gattung zeichnet sich überhaupt durch eine grosse Veränder»lidikeit in der Ausbildung der Blüten und der Verteilung der Geschlechter aus. Die Gattung Forsythia,sowie eine Anzahl von Jasminum.Arten besitzen heterostyle Blüten. Die Verbreitung der Samen erfolgt teilsdurch Tiere (bei den stein» und beerenfrüchtigen Gattungen Olea, Ligustrum usw.), teils durch den Wind (beiden flügelfrüditigen Gattungen Fraxinus, Fontan6sia Labill.) oder aber selbsttätig durch die Vorgänge beimAufspringen der trodeenen Kapseln (bei Forsythia, Syringa usw.). Die nächsten verwandtschaftlichen Beziehungender Familie weisen auf die Loganiaceen und weiterhin auf die Gentianaceen, Apocynaceen und Asclepiadeen.Diese Familien weichen aber in anatomischer Hinsicht durch den Besitz von bikollateralen Leitbündeln, diebeiden letztgenannten weiterhin durch das Vorkommen von Milchsaft röhren ab. Die nächststehenden Logani»aeeen unterscheiden sich ferner besonders durch die Gleichzähligkeit von Krone und Andröceum. R. Wett»stein hält allerdings einen derartigen Anschluss auf Grund der verschiedenen Plazentation, des Fehlens vonintraxylärem Phloem usw. für unwahrscheinlich und reiht die Familie daher an die Salvadoraceen (pag. 1901)an, mit denen vereinigt er die Reihe der Ligustrales bildet. Die ältesten Spuren der Familie reichen bis indie jüngere Kreide von Grönland (vgl. Fraxinus). Unter Mistelbefall scheint nach K. v. Tubeuf die Familie nur