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Alleebaum beliebt. Gelegentlich kommen samenlose Früchte, gegabelte Laubblätter und tricotyle Keimpflanzenvor; auch sdieinzwitterige Blüten sind beobachtet worden.
Die Symplocäceae mit vollständig gefächerten, unterständigen Fruchtknoten und zu Bündeln ver«wachsenen und vor den Kronblättern stehenden Staubblättern mit der einzigen Gattung Symplöcos mitgegen 280 Arten sind gleichfalls Bewohner der Tropen und Subtropen, besonders von Amerika und Südost,asien; und zwar sind es Holzpflanzen mit stets ungeteilten Laubblättern und Steinfrüchten. Am weitesten nachNorden (bis Portsmouth in Virginien, 37° nördl. Breite) reicht S. tinctöria L'Her., am weitesten nach Süden(bis Montevideo, 35° südl. Breite) S. Urugudnsis Brand. Immerhin fehlen die Symplocaceen mit Ausnahmevon S. tinctöria den tropischen Tiefländern vollständig. Sie verlangen eine gewisse Erhebung über demMeeresspiegel; einzelne kleinblätterige Arten reichen bis 4100 m Meereshöhe. Die Blätter einzelner süd»amerikanischer Arten dienen als Surrogat oder als Zusatz des Mategetränkes. Die alkaloidreiche Rindemehrerer Arten (besonders die Lodhrinde von S. rac6mösa Roxb. in Indien) dient als Chininersatz. Andereliefern einen gelben oder roten Farbstoff. Die Blüten verschiedener Arten enthalten als feste Ablagerung inden Zellen bis gegen 50 °/o Tonerde (AI2O3). In Nordamerika geben im Herbst die Blätter von S. tinctöriaL'H6r. einen Leckerbissen für Pferde (daher „horse sugar"). In Gärten befinden sich seit langem S. pani.culäta Wall. (= S. crataegioides Buch.=Ham.) aus dem Himalaya, China und Iapan mit kugeligen, blauenoder blauschwarzen Beeren (die Laubblätter erinnern etwas an jene kleiner Magnolien) und S. cocci'neaHumb. et Bonpl. aus Mexiko mit prächtig roten Blüten in Kultur.
Die Styracäceae mit 6 Galtungen (Pamphilia, Styrax, Bruinsmia, Alniphyllum, Halösia,Pterostyrax) und etwa 120 Arten bewohnen die Tropen und Subtropen der alten und neuen Welt (mitAusnahme von Afrika). Besonders reichlich sind sie in Amerika vertreten; hier reichen sie nördlich bisVirginien und MitteUCalifornien, südlich bis Uruguay. Es sind wiederum Holzpflanzen mit meist ganzrandigenoder gesägten, häufig lederigen, nebenblattlosen Laubblättern und mit einzeln stehenden oder zu Trauben oderRispen angeordneten, kleinen bis mittelgrossen, zwitterigen, meist 5« (seltener 4» bis 7»)zähligen Blüten. DieStaubblätter, doppelt so viele als Kronblätter und paarweise vor ihnen stehend, sind am Grunde miteinanderverwachsen und bilden einen Quirl. Der ober« oder unterständige Fruchtknoten mit langem Griffel istgewöhnlich nur im unteren Teil gefächert; jedes Fach enthält eine oder wenige umgewendete, hängende oderaufrechte, von einem Integument umgebene Samenanlagen. Die Frucht ist eine fleischige oder trockene,zuweilen 3«klappig aufspringende, seltener eine geflügelte Steinfrucht. Häufig treten weisse oder bräunlicheSchuppenhaare, seltener Büschel» und Sternhaare auf. Von Styrax officinälis L., einem 4 bis 7 m hohen,laubabwerfenden Strauch mit unterseits weissfilzigen Laubblättern, stammt das ehedem (noch gegen das 18. Jahr«hundert) vielfach verwendete wohlriechende Harz „Styrax" oder „Storax" (Resi'na störax), auch „festerStyrax" geheissen. Das Harz wurde namentlich zu Räucherungen (Judenweihrauch) benützt und kam inKörnerform, oft in Schilf» oder Palmblätter eingerollt (daher auch Storax calamitus) in den Handel. Es gehörtzu dem schon von Moses vorgeschriebenen heiligen Räucherwerk. Der Strauch bildet in Griechenland einBestandteil des Auenwaldes und erscheint dort in Gesellschaft von Platanus Orientalis, Myrtus communis,Nerium Oleander und verschiedenen Weiden. Das heute als Storax in den Handel gelangende Harz stammtwohl ausschliesslich von Liquidambar Orientalis Mill., einer in Kleinasien (besonders in der Landschaft Karlen)vorkommenden Hamamelidacee (vgl. Bd. IV 2, pag. 656). Viel wichtiger sind die Benzoebäume Styrax Ton»kin6nse (Pierre) Craib, Styrax benzoides Craib und Styrax B6nzoin Dryander (= Benzoin officinäleHayne), letzterer ein immergrüner, in Hinterindien und im Malayischen Archipel beheimateter Baum, welcher daswohlriechende, nach Vanille duftende, offizinelle (Pharm. Helv.) Harz Resina Benzoe(oder Gum Benjamin) liefert.Dasselbe wird durch Rindeneinschnitte, aus denen es als eine schnell erhärtende Flüssigkeit austritt, erhalten.Im unverletzten Stamme fehlen Harzbehälter; dieselben entstehen erst als Resultat von Verwundungen. ImHandel erscheint die Benzoe in Form loser, homogener Stücke (Tränen) oder als Mandelbenzoe. Weiterwerden unterschieden! Siam.Benzoe (die beste Sorte), Calcutta», Palembang», Padang«, Sumatra, und Penang»
Benzoe. Das Siambenzoeharz besteht aus einem Gemenge von BenzoSsäure.Siaresi notannolester (C12H13O2
O—COCeHfs) und Benzoesäure.Benzoresinolester (CieHäsOs—O—COCsHs); Zimtsäure kommt weder frei noch alsEster gebunden in der Siam.Benzoe vor, wohl aber in der Sumatra.Benzoe, dagegen enthält erstere 0,15 "/oVanillin, freie Benzoesäure und 1,6 bis 3,3°/o holzige Verunreinigungen. Benzoe war bereits im altenAegypten, anscheinend aber nicht den Griechen und Römern bekannt. 1461 wurde sie von den ägyptischenSultanen mit anderen Kostbarkeiten dem Dogen von Venedig zum Geschenk gemacht. Im 16. Jahrhunderttaucht sie als Asa dülcis auf; 1571 wird sie in der Esslinger Arzneitaxe genannt. Heute wird sie in derParfümerie in ausgedehnten Massen verwendet zu wohlriechenden Essenzen, Pomaden, zur Darstellung vonAnilinblau, zur Parfümierung von Spiritusladcen und Firnissen, als Zusatz zu Räucherpulver, in der Heilkundeseit langer Zeit zur Bereitung von Tinctura Benzoes, von Acidum benzoicum oder Benzoesäure (CsHs-COsH)gegen rheumatische Schmerzen, als schweisstreibendes und Auswurf beförderndes Mittel, mit Kreosot bei