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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1895
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1895

Allgemeine Verbreitung: Portugal, Spanien, Frankreich (weit verbreitet mitAusnahme des Nordens, des Vogesen» und Juragebiets) bis Jersey, Belgien und zum Mainzer»becken; Nordwestitalien (Piemont, Ligurien, Murge); angeblich auch in der Toscana, Mittel»und Süditalien und in Dalmatien.

Statice plantaginea ist in höherem Grad als die vorhergehenden eine atlantische Art, trotzdem siexeromorph gebaut ist und Heidewiesen bewohnt, die zu eigentlichen Steppenheiden überleiten, vor allem dieWeingaertneria-Koeleria gracilis-Assoziation, zu deren Charakterpflanzen sieAllorge für das Pariser Beckenzählt und die sie bis ins Mainzer Becken begleitet. Hier wächst sie in der Mombadier Heide nicht nur mitweitverbreiteten Sandpflanzen wie Weingaertneria canescens und Heiichrysum arenarium zusammen, sondernauch mit einer ganzen Reihe echter Steppenpflanzen vor wiegend östlicher Herkunft, wie Adonis vernalis, Sileneconica, Onosma arenarium, Jurinea cyanoides, Carex supina u. a. Ins Wallis konnte St. plantaginea nur überheute vergletscherte Pässe aus dem Valpelline und Valtournanche einwandern.

Von den zahlreichen, z. T. der vorigen Art stark genäherten und von einigen Autoren auf mehrereArten verteilten Formen fallen die meisten für uns ausser Betracht. Die Pflanze des Rheintals gehört zurvar. typica (Rouy) Gams mit langen, lineallanzettlichen, am Grund scheidigen, meist ganz kahlen Rosetten»blättern und lang ausgezogenen äusseren Hüllblättern. In den Westalpen (z. B. am Südfuss des Montblanc)kommt die viel niedrigere var. minor Gaudin mit sehr stumpfen Rosettenblättern, anfangs flaumigem Schaftund stumpfen Hüllblättern vor. Mehrere andere Abarten und Farbenspielarten werden als Zierpflanzengezogen, so die weissblühende f. leucäntha (Boiss.).

Die 4. Reihe der Ebenäles oder Diospyräles zeichnet sich aus durch radiäre, 4= oder 5-gliederigeBlüten und durch 2 oder mehr Kreise von Staubblättern (ist nur 1 Kreis ausgebildet, dann übertrifft die Zahlder Staubblätter jene der Kronblätter bezw. der Kronblattzipfel). Der Fruchtknoten ist ober» oder halbunter-ständig, ganz oder wenigstens unten gefächert (Fig. 2892 f); die Samenanlagen besitzen 1 oder 2 Integumenteund sitzen an zentralwinkelständigen Plazenten. Im wesentlichen sind es Holzpllanzen mit einfachen Laub-blättern der wärmeren Gegenden. Innerhalb der Sympetalen nimmt die Reihe eine isolierte Stellung ein;ebenso unklar ist der Anschluss an die Choripetalen. Die Reihe umfasst die Familien der Sapotäceae,Ebendceae, Symplocäceae und Styracäceae mit zahlreichen Nutz-und Kulturpflanzen. Die Familieder Fouquierdceae wird neuerdings von Engler aus der Reihe der Parietales ausgeschieden und an denAnfang der Ebenales gestellt. Vgl. auch L. Reuter in Bot. Archiv Bd. XVI, 1926, pag. 118 bis 173.

Die Familie der Sapotäceae umfasst etwa 40 Gattungen mit 600, meist baumförmigen, seltenerstrauchigen Arten mit einfachen, fast stets ganzrandigen, abwechselnden, oft lederigen Laubblättern und mitkleinen, einzeln oder gebüschelt in den Blattachseln stehenden, zwitterigen, strahligen, 4- bis S.gliederigen Blüten.Die Kelchblätter, ebenso die Kronblätter, stehen zuweilen in 2 Reihen, die Staubblätter in 2 bis mehrerenWirtein; der äussere Kreis der letzteren ist zuweilen verkümmert (staminodial) oder blumenblattartig aus»gebildet. Der oberständige, 4- bis vielfächerige Fruchtknoten mit einfachem Griffel und nicht verdickter Narbeenthält in jedem Fache eine ± gekrümmte, apotrope, zentral- oder grundständige Samenanlage (letztere mit1 Integument); er entwickelt sich zu einer wenigsamigen Beere mit zuweilen verholzter Aussenschicht. Ana.tomisch sind die Sapotaceen durch das Vorkommen von Milchsaftschläuchen in Rinde, Mark, Blättern und Früchtenund von einzelligen zweischenkeligen Haaren gekennzeichnet. Die grosse Mehrzahl bewohnt die tropischen Regen-wälder ; nur wenige dringen in die Steppen oder in die gemässigte Zone (so Bum6lia in Amerika bis Illinois undArgentinien, Lucüma bis Peru und Chile, Argänia Sideröxylon Roem. et Schult, bis Marokko, Hormögyne cotini-fölia DC. bis Neusüdwales vor. Besonders reich an Gattungen ist der Indomalayische Archipel und Westafrika;beiden Erdhälften gemeinsam sind einzig die Gattungen Mimüsops, Sideröxylon und Chrysophyllum. VieleGattungen sind auf altisolierte Inselgruppen beschränkt. In Europa und im ganzen extratropischen Asien fehltdie Familie vollständig. Wahrscheinlich war die Familie in der Kreide von Grönland und Nordamerika, sowieim Tertiär von Nordamerika und Europa (von Südfrankreich bis zur Ostsee) vertreten. Wirtschaftlich vongrösserer Bedeutung sind die Guttapercha 1 ) liefernden Bäume des Malayischen Archipels (bis Neu>Guinea),als deren wichtigste Paläquium oblongifölium Burck, P. Bornednse Burck, P. Treübii Burck, P. Sup«f iänum Schlechter und Pay6n a Le6rii Benth. et Hook, zu nennen sind; Palaquium Gütta Burck (= IsonändraGutta Hook.),Taban merah", das früher als die Stammpflanze aller Guttaperchasorten angesehen wurde jist heute so gut wie ausgerottet. Weitere Arten liefern ein minderwertiges, im Handel bedeutungslosesProdukt. Die geographischen Grenzen der echten Guttapercha-Bäume liegen nördlich und südlich des 6. Breite-grades zwischen dem 95. und 119.° östlicher Länge (auf (ava kommen echte Guttapercha-Bäume wildwachsend

') Guttapercha ist als Neutrum zu betrachlen. Richtiger ist übrigens Getahpercha (sprich pertscha).Gelah bedeutet bei den Malayen einen klebrigen Milchsaft, percha = Streifen.