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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1891
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1891

Fossile Fruchtkelche von Statice sind bisher in folgenden Glazialablagerungen gefunden worden(vgl. Fig. 2S86 a und b): Barn well bei Cambridge (Chan dl er), Leatal bei London (Reid), Borna bei Leipzig(C. A. Weber in Abh. Naturw. Ver. Bremen. Bd. XXIII, 1914), Ludwinow bei Krakau (Zmuda), Krystynopolbei Lemberg (Szafer), Toppeladugärd in Schonen (Nathorst), an 5 Orten in Vendsyssel, Jütland (z.T.interglazial) und Fühnen in Dänemark (N. Hartz). Die Funde aus der Mammutflora von Borna und denenglischen Glazialfloren sind infolge der auf die Haupt, und Nebenrippen beschränkten Behaarung alsAr»meria arctica Wallr." bestimmt worden, welche rein arktische Art heute auf das arktische Nordamerika,Grönland und Nordsibirien (westlich angeblich bis zum Ural) beschränkt ist. Die übrigen Fundstücke sind(mit Ausnahme des für eine Labiate gehaltenen galizischen) als St. maritima bestimmt worden; doch ist mitder Möglichkeit zu rechnen, dass in den meisten Fällen andere Sippen vorliegen, insbesondere St. montana,deren Fruchlkelche (Fig. 2886 c, d) zumal fossil von denen der St. maritima und St. arctica kaum unterscheidbarsind. Die genetischen Beziehungen der einzelnen Sippen sind noch gar nicht untersucht. Der Bearbeiter(G a m s) hält es nicht für unwahrscheinlich, dass die heute um die Ostsee so weit verbreitete var. elongata(Fig. 2885) ein relativ junger Abkömmling von St. maritima einerseits und St. montana andererseits ist, derensich heute nur in Steiermark und vielleicht in Oberitalien berührende Areale im Diluvium viel ausgedehnter waren.

2218. Statice montana Miller (= Armeria alpina Willd.). Alpen = Grasnelke. Fig. 2885,

2886 a bis d, 2887 bis 2890.

Die var. alpina wird Schwundkraut [Heilmittel gegen Schwindsucht], Zigeunerwurz (Nieder»Österreich), Zigeunerkraut (Steiermark), rote G am s würz (Kärnten), Tauernrösel, Goldröserl(Salzburg), Schlernhex[e]

(Südtiroler Dolomiten) genannt.

Die var. purpurea heisst nachihrem Standort Riednelke(Memmingen), am Untersee wiedas mit ihr zusammen wach,sende Allium schoenoprasum,wilder Schnittlauch.

Rosettenstaude mitmeist noch kräftigerer Pfahl-wurzel und stärker ver=holztem Erdstock als beivoriger Art. Rosettenblätter1 bis 3 (selten bis 4 1 /s) mmbreit und 3 bis 8 (bis 15) cmlang, stumpf, mit 1 oder5 Nerven, ganz kahl oderam Grund schwach gewim=pert. Schaft i x /a bis 3 dmlang, kahl. Hüllblätterhäutig, breit, stumpf, höch=stens die äusseren etwaszugespitzt, meist lebhaft braun, mit oft rötlichem Saum. Kelch so lang bis doppelt so langwie der Blütenstiel, mindestens auf den Nerven behaart. Kronblätter zugespitzt, abgerundetoder gestutzt (selten i ausgerandet), hell bis lebhaft karminrot bis violettrot, zuweilen einzelneIndividuen anthozyanfrei. V bis X.

Auf mässig kalkreicher bis kalkarmer, trockener bis nasser Unterlage im Alpen«gebiet, hauptsächlich in der alpinen Stufe.

Allgemeine Verbreitung: Aragonien, Pyrenäen, von den Seealpen bis zu denNiederösterreichischen und Julischen Alpen, Ostkarpaten (Burzenländer Berge), angeblich auchin Jugoslavien (Serbien, Montenegro, Herzegowina).

Fig, 2887. Statice montana Miller var. alpina (Hoppe) auf Kalkgeröll am Hochobir(Kärnten) 2120 m, mit Poa alpina und P. minor, Papaver alpinum subsp. Kerneri, Hutchinsiaalpina, Valeriana elongata, Achillea atrata. Phot. Dr. W, Lüdi, Bern.