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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1890
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1890

a v^elonqatamontana-alpina +arctica"xHalleri* r (fossil) , ^ .

irw-plantagmea ®mont.-purpurea <* ßottendorfensis

Fig. 2885. Verbreitung von Statice Armeria L. var.elongata (Koch) und var. Halleri (Wallr.) mit subvar.ßottendorfensis (Schulz), St. montana Miller var.a 1 p i n a (Hoppe) und var. purpurea (Koch), St. planta-gin ea All., sowie der bisher als St. arctica und St. ma-ritima (+) bestimmten Fossilfunde. Orig. von H. Gams.

Nur im westlichen Harz in den Tälern der Ecker, Olser^ Grane, Innerste (bis unterhalb Hildesheim),Sieber und Sose, östlich bis Ilsenburg und Wieder. Fast ausschliesslich auf Schlackenhalden von Erzbergwerken

(Zink», Blei, und Kupfererz), angeblich auch auf Kohlen,meilern, regelmässig mit Alsine verna und der ebenfallsvon Ha 11 er 1738 im Harz entdeckten CardaminopsisHalleri (vgl. Bd. IV, pag. 425) und auf Flussgeschiebe, wooft gleichfalls in Menge neben Alsine verna und allmäh»lieh in die vorige var. übergehend. Die var. Halleri ge»hört mit gewissen Rassen von Alsine verna, Cardamin»opsis Halleri, Thlaspi alpestre, Viola lutea (Bd. VI/ 1,pag. 607) und Moosen der Gattungen Mielichhoferia,Scopelophila und Cephaloziella (vgl. Gams und Mor»ton, Höhlenpflanzen, Speläol. Monogr. Bd. V, 1925) zuden scheinbar Schwermetallsalze (besonders Sulfate vonZink, Kupfer, Eisen und Blei) fordernden Pflanzen, fürdie jedoch wohl nur das gemeinsam ist, dass sie ausser»ordentlich saure Reaktion vertragen und daher besondersauf den Sulfatböden gegen Konkurrenz geschützt sind.Damit dürfte zusammenhängen, dass var. Halleri gegenKalk weniger empfindlich sein soll als var. elongata.lieber ihre Herkunft sind die Ansichten geteilt: Rouy hieltdie var. Halleri für eine Verwandte der St. Muelleri (Huetde Pav.) aus den Pyrenäen, Aug. Schulz (Ueber dieauf schwermetallhaltigem Boden wachsenden PhanerogamenDeutschlands. XI. Jahresber. Westfäl. Prov. Ver. f. Wiss.und Kunst, 1914) dagegen für einen Abkömmling einerausgestorbenen nordischen Pflanze (St. arctica?, s. unten),andere für eine blosse Standortsmodifikation der var.elongata. Ebenfallsschwermetallhold" scheinen einigedie var. maritima und var. Halleri verbindende Zwischenformen zu sein, so die von der var. Halleridurch noch niedrigeren Wuchs (Laub«

blätter 3 bis 5 cm, Schäfte i 15 Y ///'

bis 20 cm), unten dicht behaarte /ff i i

Schälte und Laubblälter, dicht be« Jf / -s- ^

haarte Kelche und hellere Blüten»

färbe verschiedene subvar. Botten» V* wjfffj

dorfönsis (Aug. Schulz) (als subsp. \i}V/ I

von Armeria vulgaris) von devoni» Q %'/ b ' A j; J,

schem Porphyrkonglomerat bei Bot» cSJjIi i i \

tendorf an der Unstrut (ebenfalls lixji , « ^77~AVi //

mit Alsine verna) und die durch V \ i Vv 7

ebensolchen Schaft, längere Hüll» \ I / ' / \ ' ' / ^ j A\ '

blätter und lebhaftere Blütenfarbe ab» \JLJJ i / \ i jjweichende subvar. Horn b u rg 6nsis I jj jfl )|!;

(Aug. Schulz) von kupferhaltigem Por. »| V/M)' Juf} J 6

phyrkonglomerat am Galgenberg bei |u l! n WWm iLisl

Hornburg südöstlich Eisleben. Risse r> \i lM Wim ^ '

fand in den Wurzeln der Statice.Form \| W (j[ Ylffl

von Aachen und Südbelgien, die jf

daselbst mit Alsine verna und Sileneinflata var. glaberrima fast nur aufGalmeiboden (Zinkkarbonat) wachsensoll, 3,58 °/o Zinkoxyd.

Das Kraut diente ehedemals Diureticum gegen Durchfall und

Blutfluss. Hugo Schulz teilt mit, dass er die getrockneten Blüten als Bestandteil eines Geheimmittels gegen Epilepsiekennengelernt habe. Die Asche der var. maritima enthält Fluor, Brom, Jod, Chlor, SiOs, CaO und NaaO.

Fig. 2886. Fruchtkelche von «Armeria arctica" aus der Mammutflora vonBorna, bArmeria maritima" aus der Glazialflora von Ludwinow, c Staticemontana Miller var. purpurea rezent von Memmingen, d var. alpina rezentaus den Südalpen. e Statice plantaginea All. Untere Blattepiderniis mitSpaltöitnungen und Licopoliorgan. (Fig. a nach C. A. Weber, b nach J.

Z tnuda, c und d Orig. von H. G a m s, e nach M aur y).