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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1888
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1888

Allgemeine Verbreitung: Zirkumpolar, die var. Sibirica in Fennoskandien biszum Nordkap, von Grönland bis zum Pearyland 82° nördl. Breite, südlich in Nordamerika bisKalifornien, Ontario und Quebec, in Europa bis an den Oberrhein, die Donau und Mur(die Angaben aus Oberitalien: Castions di Strada, Tonale, Bergamo usw. beziehen sich wohlauf Formen der folgenden Art); nahe verwandte Arten (oder Unterarten) auf den mittel» undsüdeurasiatischen Gebirgen und in Chile.

Die zahlreichen, durchwegs schwer abzugrenzenden Formen werden sehr verschieden bewertet.Während Petri, Kuntze, Fiori und Paoletti auch die beiden folgenden Arten nur als Varietätender St. Armeria bewerten, unterscheiden andere allein innerhalb Deutschland 5 oder 6Arten*.

1. var. maritima (Miller) (= St. maritima Miller, = Armeria m. Willd. und f. typica A. Blytt). Fig. 2882

a bis f. Meernelke. Laubblätter meist nur 2 bis 5 cm lang, stumpf, oft ohne deutliche Nerven. Schaft nur '/s bis

IV2 dm lang, oft flaumig. Aeussere Hüllblätter wie die sehr stumpfen inneren ohne oder nur mit kurzer, dicker

Stachelspitze, oft länger wie die inneren. Kelchröhre meist auch zwischen den Nerven behaart (var. genuina

Godron), seltener nur auf diesen (subvar. Linkii Godron). Kronblätter meist deutlich ausgerandet, blassrosa,

seltener lebhaftrot (f. purpürea Just. Schmidt, = f. rubra hört.) oder wie die ganze Pflanze anthocyanfrei (f. alba

Voss-Vilm.). Zahlreiche Farbenspielarten auch in Kultur,

so f. Laucheäna hört, mit lebhaft karminroter, f.

rubra hört, mit dunkelkarminroter undPink.beauty"

mit hellnelkenroter Krone.

Die var. maritima ist an allen Nordseeküsten

verbreitet, geht dagegen an der Ostsee (z. B. bei

Lübeck) rasch in die folgende var. über. G. T u r e s

son (The genotypical response of the plant species to

the habitat. Hereditas Bd. III, 1922) unterscheidet allein

für Skandinavien 5 verschiedene Oekotypen, von denen

der Inland» und Ostküstentyp schon zu der var. elongata

gehört. Der Oecotypus salinus der norwegischen Küste

(subvar. typica Blytt) ist niedrig, hat flaumig behaarte

Schäfte und meist lebhaft gefärbte Kronen. Er ist be»

sonders für epilitorale oder aerohaline Felsspalten mit

Festuca rubra, Cochlearia officinalis, Plantago maritima,

Matricaria maritima, auch Strandwiesen mit Juncus

Gerardi bezeichnend. Eine wohl mit einem der schwe«

dischen Oekotypen übereinstimmende Form fand Raun«

kiaer mit hoher Konstanz auf den Sandalluvionen der

dänischen Insel Fanö in einer von Juncus Gerardi,

Festuca rubra, Glaux maritima und Plantago maritima

beherrschten Vegetation. Auf salzärmeren Böden finden

sich(z. B. auf den Ostfriesischen Inseln, an der Weser« und

Elbemündung und an der westlichen Ostsee) zahlreiche

Uebergangsformen zur var. elongata, die als var.

Fig. 2883. Statice Armeria L. var. ambilaria (Focke), . . , , . n \ c 1. :t-. r* tt «r

in Marschwiesen bei Geestemünde. Phot. Dr. Joh. Mattfeld, in t e r m e di a (Lam.), f. humilis G. F. W. eyer und var.

Berlin. ambifäria (Focke als Art von Armeria) zusammen»

gefasst worden sind (Fig. 2883). Eine grosse derartigeForm, f. h o r t e n s i s Gaudin (= St. caespitösa Poiret, = Armeria pubescens Link), wird seit langem als.Armeria maritima'' als Rabattenpflanze kultiviert (in Böhmen bei Aussig verwildert). Sie soll angeblich ausPortugal stammen. In Kultur gedeihen alle Formen auch auf chloridfreien Böden gut. In der Asche vonStrandformen ist u. a. Jod gefunden worden.

Die arktische subvar. Sibirica (Turczaninow), die die gewöhnliche maritima nördlich von etwa69° nördl. Breite vertritt und die am weitesten nach Norden (Valmuedalen auf Pearyland 82°) reichendePlumbaginacee ist, unterscheidet sich durch oberwärts etwas verbreiterte Rosettenblätter, oft etwas längere,stets kahle Schäfte und durchwegs abgerundete, fast ganz häutige Hüllblätter.

Sowohl bei der var. maritima wie bei der var. elongata treten sehr häufig Missbildungen der Köpfeauf, besonders Verlängerung einzelner Teilblütenstände und Durchwachsungen, sodass z. B. die Hülle mit derSpornröhre 7 bis 15 cm unter dem Hauptkopf am Schaft sitzen kann. Anscheinend sind einzelne dieser Durch«wachsungen wie auch einzelne der Vergrünungen der Blüten und der Verkrümmungen und Verbänderungen