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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1885
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1885

sehenen Blätter vom Vieh verschmäht werden. Die subsp. serotinum wächst in den Salzsümpfen der Adria mitSalicornia herbacea, Atriplex portulacoides, Arlhrocnemum macrostachyum usw.; an den Küsten des Schwarzenund Kaspischen Meers wird sie durch L. Caspium (pag. 1880) vertreten.Das Mesophyll ist als grosszelliges,chlorophyllarmes Wassergewebe entwickelt und wird auf beiden Seiten von je 2 scharf abgesetzten Palisaden«schichten umgeben. Die Spaltöffnungen und Schleimdrüsen sind nicht wie bei den steppen» und wüstenbewohnendenLimonium»Arten eingesenkt, sondern sogar etwas emporgehoben (Fig. 2878 c, d). Die jungen Rosettenblätter sindeingerollt (Fig. 2878b) und der Hohlraum (nach Warming besonders auch im Winter) mit Schleim erfüllt.Der Schaft fuhrt 3 bis 4 Ringe von Leitbündeln, dazu mehrere kleinere in der Rinde (Fig. 2880 a.) Die kleinen,aber sehr gehäuften und darum sehr auffallenden Blüten öffnen sich erst Ende Juli oder Anfang August. Siewerden durch zahlreiche Dipteren, Apiden, auch Käfer und Wanzen, möglicherweise auch durch den Windbestäubt. Selbstbestäubung ist ebenfalls möglich. Während W a r m i n g in Dänemark und K n u t h auf den nord«friesischen Inseln nur einerlei proterandrische Blüten fanden, konnte MacLeod an der belgischen Küste viererleiBlüten feststellen: solche mit 7 bis 8 mm langen Griffeln, kurzen Staubblättern und polygonal gefelderten Pollen»körnern (f. macröstyla Mac Leod), solche mit nur 4 bis 5 mm langen Griffeln, langen Staubblättern und nicht gefeldertenPollenkörnern (f. brachystyla), solche mit gleichlangen Griffeln und Staubblättern (f. isöstyla) und schliesslich solchemit verkümmerten Staubblättern (gynodioecische Form). Die Früchte werden wahrscheinlich sowohl durch denWind wie durch das Meerwasser verbreitet, doch fehlen bisher genauere Beobachtungen darüber. Die Keimungist epigaeisch. Eine ausgiebige Vermehrung erfolgt durch Wurzelsprosse und durch die Verzweigung desWurzelstockes. Krümmungen seiner meist senkrechten oder schief aufsteigenden Aeste bewirken, dass beiAufschüttung oder Abtrag des Schlickbodens die Knospen stets ihre Lage an der Oberfläche beibehalten.Auf den Blättern dieser und der verwandten Arten treten der Rostpilz Uromyces limönii (DC.) L6v.und der Mehltau Erysibe polygoni DC. auf.

DLXXXV. Stätice 1 ) L. p. p. em. Miller (= Armeria 2 ) Willd., = PolyänthemumMedikus). Grasnelke, Strandnelke. Franz.: Armelin, armerie, gazon d'Espagne;

engl.: Thrift; ital.: Spilloni.

Rosettenstauden (zumeist Chamaephyten) mit mehrjähriger Pfahlwurzel und kurzem,meist rasenbildendem Erdstock, an dem die zahlreichen, schmahlinealen bis breit=lanzettlichen,parallel 1« bis 7=nervigen Laubblätter und die stets blattlosen Blütenschäfte entspringen. Blütenin kurzen, meist 3=blütigen, zu dichten, kugeligen Köpfen vereinigten Wickeln, mit je einemtrockenhäutigen Deckblatt und einem, an den oberen Blüten jedes Wickels fehlendem Vorblatt.Die äusseren, eine Kopfhülle bildenden Deckblätter am Grund mit langen, abwärts gerichteten,ebenfalls trockenhäutigen Spornen; letztere frühzeitig zu einer den obersten Teil des Schaftes umhül=lenden Scheide verwachsend. Kelch trichterförmig, mit oft behaarter Röhre und trockenhäutigem,5»spitzigem Saum. Kronblätter 5, nur am Grund unter sich und mit den 5 Staubblättern ver=wachsen. Fruchtknoten mit 5 freien, behaarten Griffeln und walzlidien Narben. Frucht amGrund sich ringförmig öffnend.

Die recht einheitliche Gattung umfasst je nach der sehr verschieden vorgenommenen Artumgrenzungetwa 10 bis 60 Arten, die nur zum kleinen Teil halophil und im Gegensatz zur vorigen Gattung vorwiegendatlantisch sind. Sowohl in den eurasiatischen und amerikanischen Gebirgsländern wie in der Arktis (u. a. durchSt. Sibirica [Turcz.]) und Antarktis ist die Gattung vertreten, auf der Südhemisphäre nur in den Andenvon Chile bis ins Feuerland. Aeltere monographische Bearbeitungen der Gattung liegen vor von G. Ebel(De Armeriae genere. Regimontii Prussorum 1840), F. W. Wallroth (Gattung Armeria Willd. in Wallroths

') Gr. (szuiixr [statikti], die hemmende, stauende, bei Plinius Name einer nicht näher bekanntenPfl anze mitrosenähnlichen Köpfen auf 7 Stengeln", die wie Achillea als Stypticum gebraucht wurde. Dale«champ, Tournefort u.a. übertrugen den Namen auf unsere Gattung, in welche Linn6 auch Limoniumeinbezog, auf welche Gattung der Name seit Willdenow 1807 von vielen Autoren beschränkt worden ist.

*) Soll wie Armoracia (Bd. IV, pag. 305) von einem keltischen ar mor = am Meer kommen, nachandern von franz. armoirie, Wappenschild, Wappenblume (?). Die gebräuchliche Einteilung Willdenow's (1807)in Statice (= Limonium) und Armeria muss fallengelassen werden, da nicht nur die auf Tournefort zurück»gehende in Limonium und Statice durch Moehring 1736 und Miller 1737 Rechtskraft erhalten hat, sondernauch Armeria von Linn6 1735 für die heutige Gattung Phlox gebraucht worden ist. Janchen's Vorschlag,Armeria Willd. unter die Genera conservanda aufzunehmen, wurde vom Brüsseler Kongress verworfen.

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