1881
manniänum (Regel) O. Kuntze aus Ostturkestan, mit mehrblütigen Aehrchen. — L. eximium (Schrank)O. Kuntze und L. callicömum (C. A. Mey.) O. Kuntze aus China und der Dsungarei, u. a., audi mehrereBastarde, wie L. leptostdchyum (Pomel) X L. Suworöwii (Regel) (= Stätice sup^rba Regel).
Die Arten der im Mittelmeergebiet und auf den Kanaren beheimateten Sektion Pteröclados 1 )(Boiss.) sind durch i breit geflügelte Achsen der Teilblütenstände ausgezeichnet, die bei einzelnen Arten (z. B.L. Thouini) als ganzes abfallen und durch den Wind verbreitet werden. Aus dieser Sektion werden kultiviert:L. Thouini (Viv.) O. Kuntze (Fig. 2887 e bis g). Heimat: Südliches Mittelmeergebiet von Marokko bisAegypten, Kleinasien und Griechenland, eingeschleppt auch in Südfrankreich und im Rheingebiet (Mannheim,Holland). — L. Bonduellei (Lestib.) O. Kuntze, aus der nördlichen Sahara. — L. sinuätum (L.) Mill.(= Statice sinuäta L., = St. hirsüta Presl). Heimat: Mittelmeergebiet, nördlich bis Portugal, Südfrankreich,Sizilien, Kalabrien, Türkei, Cypern, Kleinasien. In deutschen Gärten schon um 1600 kultiviert, z. B. in Eichstättund Schlesien, jetzt auch in mehreren Hybriden. Adventiv im Hafen von Mannheim 1894/97. Leicht ausSamen zu ziehen. —Von den halbstrauchigen bis strauchigen Arten der Kanaren werden besonders L. frtiti«cans (Webb) O. Kuntze (= Statice arbörea Willd.) und L. Bourgeaüi (Webb) O. Kuntze gezogen, seltenerauch L. arbor^scens (Brouss.) O. Kuntze (= Stätice frut^scens Lern.), L. macrophyllum (Brouss.)O. Kuntze (beide von fruticans besonders durch grössere Laubblätter verschieden) und L. pubSrulum(Webb.), das sich von den vorigen durch nur 1 bis 2 (statt 3 bis 6) dm hohe Blütenstände unterscheidet. AlleArten sind auf nährstoffreichen, warmen Böden leicht zu kultivieren und durch Wurzelstecklinge zu vermehren.Die mediterranen und kanarischen Arten verlangen Winterschutz.
1. Blütenstandsachsen nicht oder nur selten schmal geflügelt. Kronblätter meist länger wie dermeist ungefärbte Kelch, blau, bis rosaviolett, selten weiss 2.
1*. Obere Blütenstandachsen breit geflügelt. Kronblätter meist kürzer wie der grosse, oft lebhaftgefärbte Kelch, gelb oder weiss. Sektion Pteroclados Boiss 7.
2. Mehrjährige Arten mit stets ungeteilten Rosettenblättern. Kronblätter nur am Grunde verwachsen 3.
2. Einjährige Art mit meist schrotsägeförmig gelappten Rosettenblättern. Kronblätter weit verwachsen,rosa L. Sttworowti s. pag. 1880.
3. Blütenstandsachsen stielrund oder stumpfkantig. Griffel kahl; Narben fädlich. Sektion Eulimo»nium Pax 4.
3*. Blütenstandsachsen scharf 3.kantig bis schmal#geflügelt. Griffel behaart; Narben kopfig. ImGebiet nur kultivierte Steppenpflanzen. Sektion Goniolimon (Boiss.) 6.
4. Strandpflanzen der europäischen Küsten. Kelch 6 bis 9 mm lang, der Saum höchstens 2 bis2'/ ü mal kürzer als die Röhre, mit grossen, 3.eckigen Zipfeln. Vorblätter krautig, nur am Saum häutig L. vulgare nr. 2216.
4*. Im Gebiet nur kultivierte Steppenpflanzen. Kelch nur 3 bis 5 mm lang 5.
5. Blütenstände unter '/s m hoch. Vorblätter grün, nur mit schmalem Hautrand. Kelchsaum nurV» bis */* s ° lang wie die Röhre L. Gmelini pag. 1880.
5*. Blütenstände oft über '/a m hoch, wie bei den vorigen alle Aeste fruchtbar (bei L. Sareptanumund Caspium pag. 1880 die unteren unfruchtbar). Vorblätter fast ganz trockenhäutig. Kelchsaum nur wenigkürzer als die Röhre L. latifolium pag. 1880.
6. Rosettenblätter verkehrt.eiförmig bis spatelig. Kelchröhre ringsum kurz.flaumig. Krone lila (weissbei L. elatum pag. 1880) L. Tataricum pag. 1880.
6*. Rosettenblätter schmal-lanzettlich. Kelchröhre kahl L. collinum pag. 1880.
7. Meist (ausser L. sinuatum) einjährige Arten aus dem Mittelmeergebiet. Laubblätter buchtig gelappt,rauhhaarig. Teilblütenstände mit den breit geflügelten Achsenteilen abfallend. Krone gelb oder gelblichweiss 8.
J*. Halbsträucher und Zwergsträucher von den Kanaren. Laubblätter ungeteilt und unbehaart. Blüten«Standsachsen nur schmalgeflügelt. Krone weiss 10.
S. Kelch mit 5 durch 5 verlängerte Lappen getrennten Grannen mit bläulichem Saum. Meist nur1 bis 3 dm hoch . . L. Thouini s. oben.
8*. Kelch ± ganzrandig. Grössere Arten 9.
9. Zwei« bis mehrjährig. Kelchsaum blau L. sinuatum s. oben.
9*. Ein« bis zweijährig. Kelchsaum zitronengelb L. Bonduellei s. oben.
10. Blütenzweige deutlich geflügelt. Kleinstrauch L. fruticans s. oben.
10*. Blütenzweige nur kantig bis 2.schneidig. Halbstrauch L. Bourgeaui s. oben.
') Griech. n tigov [pt6ron]
— Flügel und xXdtfog [klados] = Zweig.