Mehrere mit unserer sehr nahe verwandte Arten treten in den pontisch.pannonischen und aralo.kaspischenSteppen» und Halbwüsten, besonders als Steppenläufer (russisch : perekati=polje) stark hervor, so besondersfolgende: L. Gmelini 1 ) (Willd.) O. Kuntze. Aehnlich L. vulgare subsp. serotinum, aber mit kleineren Blüten.Vom östlichen Mittelmeer und Schwarzen Meer durdi die Südost europäischen Steppen und bis Nordpersienweit verbreitet, Donau aufwärts bis in die Umgebung von Budapest, in Mitteleuropa als Zierstaude kultiviert.Von nahestehenden, oft als Unter« oder Abarten bewerteten, wohl hybridogenen Sippen seien noch L.tomentellum (Boiss.) O. Kuntze (dem L. Cäspium [Willd.] genähert) der nassen Salzböden und L. Sarep»tänum (Becker) (= Stdtice intermedia Czern. non Guss., = St. Büngei Claus, der folgenden Art genähert)
Fig. 2877. Limonium Tataricum (L.) Mill. a und b Teile des Blutenstands, c Blüte und Knospe, d Gynaeeeum.— Limonium Thouini (Viv.) O. Kuntze. e Rosettenblatt. / und g Teile des Blütenstandes.
der pontisch.kaspischen Halbwüstensteppen genannt. — L. latifölium (Sm.) O. Kuntze (= St. latifolia Sm.,= St. coriaria Hoffm) in den Gras« und Gebüschsteppen der pontisdien Schwarzerdegebiete von Podolienbis zur Wolga, in Mitteleuropa zuweilen kultiviert. — Aehnlich den vorigen verbreitet und gleichfalls alsImmortelle in Kultur ist aus der Sektion (Untergattung oder Gattung) Goniolimon 2 ) (Boiss.): L. Tatä =ricum (L.) Mill. (= Statice Tatarica L., = St. trigöna Boiss., = Goniolimon Tataricum Boiss.). Fig. 2877a bis d.Laubblätter ähnlich wie bei den vorigen. Blütenstand 2 bis 5 dm hoch, mit kantigen, oberwärts schmalgeflügelten, doch nicht zerfallenden Achsen. Krone violett»rosa. Vom südlichen Ural und Kaukasus bisBulgarien, Siebenbürgen, Nordafrika bis Algerien; als Gartenflüchtling 1909 in Mannheim beobachtet. — Seltenerkultiviert werden aus derselben Sektion L. collinum (Griseb.) (= St. collina Griseb., = St. incäna Vahl,= St. Tatarica var. trigonoides Poir., = Goniolimon c. Boiss.) aus den Steppen von Thrazien und der Türkeibis Kleinasien und Tripolis und das von den vorigen besonders durch höheren Wuchs (bis 7 l /s dm), l.spitzige(statt 3«spitzige) Vorblätter und weisse Krone verschiedene L. elätum (Fischer) O. Kuntze aus den südrussischenSteppen (wird z. B. in Berlin, München usw. im Winter auf den Strassen feilgeboten). — Von asiatischen Limonien werdenkultiviert: L. Suworöwii (Regel) O. Kuntze. Einjährig, erst 18S1 aus Westturkestan eingeführt. — L. Kauf»
') Benannt nach der aus Württemberg stammenden Botanikerfamilie Gmelin (siehe Bd. V/2,
pag. 1090).
s ) Griech. ytovio. [gonia] = Ecke, Kante und Xeifxwv [leimön] s. vorige Seite; wegen der scharf»-kantigen Zweige.