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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1876
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1876

In Deutschland an der Nord» und Ostseeküste ziemlich verbreitet, nach Osten hin abnehmend,immerhin noch in Westpreussen im Kreis Putzig am Wiek bei Grossendorf (dann wieder in Livland und Estland).Im Binnenland besonders in Thüringen (Stotternheim, Luisenhalle, Schwansee und Alperstedter Pferderied,Erfurt, bei der Numburg, bei Frankenhausen, Ottenhausen, Brembach), in der Mansfelder Gegend und umHalle; im Harz selten (Westerhausen und Helsunger Bruch). Ferner in Westfalen und in den Rheinlanden inder Sandebene bei Dinslaken (Dinslakener und Hiedfelder Bruch), am Dümmer, Bocholt, zwischen Wessumund Wüllen, in der Meteler Heide, bei Emsdellen, Rheine, Ratenhorn, Rodde, Tecklenburg, Lengerich beiVortlage, Lotte, um Osnabrück und Münster (mehrfach), Körheide, Albersloh, Salzkotten, Delbrück bei

Westerloh, Matinghausen, Salzuffeln, Hülser Bruch, Bärendonk beiKempen, Stendener Bruch, Oedt, Gangelter Bruch, bei Krefeld,Viersen, in der Eifel; bei Saarbrückens in Lothringen (mehrfach)-, imElsass, in Baden, in der Rheinpfalz und in Hessen in der Rheinebenestellenweise verbreitet, so noch um Mainz, Laubenheim, Ingelheim,Rauenthal, Gross« und Kleinkarben usw. Fehlt in Württemberg; imnördlichen Bayern bei Kitzingen, Grosslangheim, zwischen Grettstadtund Oberspiesheim bei Schweinfurt; in Sachsen an der Grenze beiDölzig, im Erzgebirge angeblich bei Hohenstein; in Brandenburgziemlich verbreitet; in Posen früher im Kreis Wirsitz; fehlt in Schlesien. In Oesterreich sehr vereinzelt in Böhmen (Ouzic bei Kralup)und in Mähren (zwischen Grussbach und Nikolsburg), in Niederösterreichhäufig im südlichen Wienerbecken, stellenweise im Marchfeld, zwischenWülzeshofen und Zwingendorf; in Südtirol um Bozen verbreitet, fernerbei Riva und in Judikarien (Val di Ledro, V. dAmpola, V. Vestino), imKüstenland in salzauswitternden Wiesen, in Gräben und Röhrichten inder Nähe des Meeres (Muggia, Sabba, Capodistria, Unterfriaul); imübrigen Oesterreich fehlend. In der Schweiz sehr selten bei Genf(Roelbeau, Bellerive), bei Aigle und Bex im Kanton Waadt (also imGebiet der ausgebeuteten Salzbrekzie), bei Altnau und Güttingen amBodensee (Kanton Thurgau).

Allgemeine Verbreitung: Kosmopolit:Ganz Europa mit Ausnahme des hohen Nordens, mittleresAsien bis Kamtschatka und Japan, gemässigtes Nordamerika,atlantische Küste von Südamerika, Südafrika, Südwest»australien.

Aendert ab: f. subacaülis Justus Schmidt. Blütentraubensehr stark verkürzt; unterste Blüte nahe der Blattrosette entspringend(bei Plön). H. Glück erzielte durch Kultur in 20 bis 30 cm tiefemWasser eine sterile f. submärsa mit längeren, schmäleren, zartenLaubblättern, die bei der Kultur wieder in die f. terr6stris übergeht.

An den deutschen Meeresufern ist Samolus ein bezeichnendes Glied der Atropis maritima .Wiese(siehe Bd. I, pag. 324). Auf den Salzstellen des Binnenlandes bildet er eine Leitpflanze der Agrostis distans«Bestände (vgl. Glaux maritima pag. 1866). Im allgemeinen ist Samolus Valerandi als Salzpflanze zu bewerten,ohne indessen unbedingt auf Salzboden angewiesen zu sein (alsofakultativer Halophyt"). Angeblichsoll er einen Rubidium.haltigen Boden bevorzugen, während die Blätter Lithium aufweisen sollen. Fockebezeichnet sein Verhalten als scheinbar launisch. So kommt die Pflanze (nach Schulz und Koenen) imBecken von Münster in Westfalen an vielen Stellen auf Chlornatrium.armem, vielleicht sogar Chlornatrium,freiem Boden vor. In der Rheinebene (bei Ludwigshafen) tritt er in Gesellschaft von Sparganium ramosum undS. simplex, Butomus umbellatus, Hydrocharis morsus ranae, Scirpus maritimus, Lemna trisulca, Nasturtium amphi«bium und Sium latifolium auf, andrerseits auf sumpfigen, sandigen Flächen mit Cyperus flavescens und C. fuscus,Triglochin palustre, Trifolium fragiferum, Helosciadium repens, Erythraea pulchella, Chlora serotina oder aufSumpfwiesen mit Allium angulosum, Epipactis palustris, Orchis palustris, Thalictrum flavum, Lythrum Hyssopifolia,Viola stagnina, Hydrocotyle vulgaris, Gentiana utriculosa und G. Pneumonanthe, Teucrium Scordium, Gratiolaofficinalis, Senecio spathulaefolius, Cirsium tuberosum, Ophioglossum vulgatum u. a. Vom französischen Uferdes Genfersees (Sciez) nennt sie C h o d a t aus Cariceten mit Allium Schoenoprasum, Orchis laxiflorus, Ranun»culus Flammula und R. repens var. reptabundus, Viola pumila, Hydrocotyle vulgaris und Gratiola officinalis.

Fig. 2876. SamolusValerandi L. a Blütemit Hüllblatt, b Krone nach Entfernung desKelches, c, d Blüte aufgeschnitten (die Schlund-schuppen und der Griffel sind nicht einge-zeichnet). e, / Frucht, bei / aufgerissen.g Laubblatt.