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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1734
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1734

scharf begrenzte Sektion Auricula ist also ein spezielles Sdiöpfungsprodukt der mitteleuropäischen Hochgebirge.Die grosse Mehrzahl der Formenkreise und der Arten der Gattung Primula sind aber auf Hochasien beschränkt.Hier finden sich beinahe 200 endemische Arten, in Japan S, in Zentral» und Vorderasien zirka 20, im Alpen«gebiet zirka 20, in Nordamerika 5, in der Arktis 3, in Abessinien und Arabien 4, auf Java 1 (P. impe«riälis Jungh., vgl. pag. 1741). Den grössten Primel« (und Androsace»)Reichtum beherbergen dieHochgebirge des östlichen Himalaya und Tibet und des anschliessenden Westchina. Jedem Gebirgsstockkommen dort endemische Arten zu, und beinahe alle Sektionen der Gattung sind vertreten. Die Er«forschung dieser Gebiete hat uns in den letzten Jahrzehnten mit einer ganz ungeahnten Fülle vonPrimeln bekannt gemacht; darunter finden sich zum Teil sehr schöne Formen, auch solche von sehrabweichender Beschaffenheit, wie P. Littoniäna Forrest (pag. 1740). Seit der monographischen Bearbeitung

der Familie durch Pax und Knuth

Ganz ähnlich hat sich z. B. im Kau«Fig. 2735. Primula viscosa All., als Typus einer alpinen Spaltenpflanze des 1 , . « c , c

urgebirges. Phot. josef Ostermaier, Dresden. kasus dle monotyp.sche Sekt.on Sre.

dinskya Stein (mit P. grdndis

Trautv.) gebildet. Von den tertiären Stammarten der Auricula*Gruppe, die wohl in tieferen Lagen gelebthaben, hat sich keine Spur erhalten, ebensowenig wie bei den aus gleicher Wurzel hervorgegangenenGattungen Soldanella, Androsace und Gregoria, ganz im Gegensatz zu Ostasien, wo neben den aus ihnenentsprossenen Oreophyten die montanen Stammarten in reichster Ausbildung noch jetzt existieren. Dort findenwir auch die Wurzeln für beinahe alle Formenkreise und in der Sektion Sinenses wohl die primitiven Arten, diean die Wurzel des Stammbaumes zu setzen sind und die Verbindung mit der Gattung Androsace (Sekt. Pseudo«primula) herstellen. In den Alpen ist die tertiäre Flora der Waldstufe grösstenteils zerstört worden; der frühzeitigen(zur Hauptsache wohl spättertiären) Ausbildung von Primula.Oreophyten verdanken wir aber die Auricula«Primeln und damit eine der schönsten Zierde des Alpengebirges. Als Hauptbildungszentrum sind die östlichenAlpen zu betrachten ; die Pyrenäen besitzen, wie aus obenstehender Aufstellung hervorgeht, nicht eine einzigeendemische Primulaart. Keine dieser Arten hat sidi jedoch über ein weites Gebiet verbreitet und nur wenige sind inder Eiszeit an einigen Stellen ins Vorgebirge hinabgestiegen und haben sich dort gehalten (P. Auricula, P. minima);in der Mehrzahl sind sie auch heute nur auf kleinere Teile des Alpengebirges beschränkt. Deshalb müssenwir diese Primelgruppe nach ihrer geographischen Verbreitung zum endemisch.alpinen (oder alpin«mittel«europäischen) Element zählen. Die Arten der Vernalesgruppe können wir als Reste der tertiären Montanflora