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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Asterolinum sind einjährig, ebenso viele Anagallis« (siehe dort!) und einige Lysimachia« Arten. Bei manchenfremden Anagallis« und Lysimachia.Arten, sowie bei den einheimischen Anagallis tenella, Lysimachia Nummu«laria und L. nemorum liegt der oberirdische Spross der Erde auf. Während er an der Spitze weiter wächstund aus den Knoten wurzelt, stirbt er hinten ab, und durch Adventivsprosse, die später frei werden, vermehrtdie Pflanze sich vegetativ. Bei Lysimachia punctata, L. vulgaris und L. thyrsiflora, sowie bei Trientalis treibtdie blühende Grundachse im Hochsommer einen oder mehrere unterirdische, bewurzelte Seitensprosse ausden Achseln schuppenförmiger Niederblätter und stirbt hierauf ab. Diese Erneuerungssprosse sind kürzer

oder länger, oft sehr lang und tragen an dem aufgerichteten Endedie Knospe, aus der der nächstjährige beblätterte Spross hervor,geht (vgl. die Keimlingsentwicklung von Lysimachia vulgaris L.)Als Verbindungsglied von dieser Sprossentwicklung zu der«jenigen der Androsaceae kann Frimula farinosa betrachtet werden,da bei ihr die unterirdischen Sprosstücke auch jedes Jahr absterben,die Erneuerungssprosse aber sehr kurz bleiben und sogleichzur Bildung einer Blattrosette schreiten. W a r m i n g (loc. cit.)schlägt für die unterirdischen Ausläufer in der Art von Lysimachiadie BezeichnungSubolen" vor. Bei Trientalis schwillt der Subolusunmittelbar hinter der Knospe knollig an und wurzelt nur imknolligen Teil, der ganz wie bei der Kartoffel zum Nahrungs«Speicher für den kommenden Spross wird. Ausserdem findensich bei Trientalis Europaea gelegentlich oberirdische, beblätterteAusläufer (Stolonen im Sinne von Warming), die ihren Ur.Sprung aus den Achseln der unteren Stengelblätter nehmen.Lysimachia thyrsiflora besitzt einen 3-achsigen Sprossbau. An den Lysimachia vulgaris=Typus schliesst sichGlaux maritima an. Die Erneuerungsknospe sitzt seitlich am unterirdischen Ausläufer (wodurch auch dieseArt 3»achsig wird) und besitzt eine besondere, fleischige Ernährungswurzel (siehe dort). Bei SamolusValerandi erfolgt die Erneuerung ähnlich wie bei einzelnen Primeln (z. B. P. Juliae) durch wurzelnde Sprosse ausden Achseln grundständiger Blätter. In der Gattung Cyclamen entsteht aus demHypokotyl des Embryo der knollige Wurzelstock, dessen Dickenwachstum durch dieTätigkeit des Markgewebes bedingt ist und der die meist ebenfalls ausdauerndenbeblätterten und blühenden Sprosse trägt (siehe die Gattung). Schliesslich hat die Familieder Primulaceen in wärmeren Gebieten auch verholzende Formen hervorgebracht,so strauchige Lysimachia«Arten auf den Hawaii-Inseln, die halbstrauchige L y s i m ä ch i aMaurit&nia Lam. an den Küsten des stillen Ozeans, die ebenfalls halbstrauchigePrimula suffrut£scens A. Gray in der Hochgebirgsregion der SierraNevada in Kalifornien.

Der anatomische Bau der Primulaceen ist vielgestaltiger als man nachdem recht einheitlichen Blütenbau, der die Familie in natürlicher Weise begrenzt, er«warten würde, namentlich in der Gattung Primula. Der Stamm weist normalerweise(Fig. 2713) einen einfachen Leitbündelzylinder auf, der von einer Endodermis mitdeutlichen Casparyschen Punkten umzogen wird, ferner ein parenchymatisches Markund eine ebensolche Rinde. Von diesem normalen Bauplan weichen die Stämmchenvieler Primula«Arten ab und zwar in so hohem Masse, dass die Grenzen einer näherenVerwandtschaft weit überschritten werden, um so mehr, als wir nicht, wie etwa beiHottonia, von Anpassungserscheinungen an besondere Lebensweise sprechen können.

Nach Fr. Kamienski (Vergleichende Anatomie der Primeln. Dissert. Strassburg,

1875) und Van Tieghem (Groupement des Primeveres d'apres la structure deleur tige. Bull. Soc. Bot. France 33 [1886]) lassen sich in dieser Gattung 2 Haupt«typen (Kamienski 4 Typen) des Rhizombaues unterscheiden. Der erste Haupttypusweist normalen Bau auf; Mark und Rinde werden getrennt durch die in einem Hohl«

Zylinder angeordneten Leitbündel. Bei einer ersten Gruppe dieses Typus (P.

Sinensis u. a., Fig. 2713) bleibt es bei diesem einfachen Bauplan. Das Rhizom besitztein bedeutendes Dicken Wachstum, wodurch das Rindenparenchym gesprengt undabgeworfen wird, sodass die Endodermis oft an die Aussenfläche zu liegen kommt.

(Primeln der Sektion Vernales, 2. Typ von Kamienski [Fig. 2714] schliesst sich an den Sinensis«Typ an. Dochentsteht ausserhalb des Leitbündelringes, im Perizykel ein neues Kambium, von dem ein zweites Leit»bündelsystem seinen Ursprung nimmt. Dieses umgibt netzförmig das System der Blattspuren und versorgt

Fig. 2713. Primula obconica Hance. Quer-schnitt durcli das Stämmchen, a Epidermis, b Rinde(dünnwandig, unverholzt), c Endodermis, d Bast,e Cambium, / Holzteil, g Mark. Sekundäres Holzund Bast in ziemlich regelmässigen Reihen angeord-net (Orig. von W. Liidi).

Fig. 2714. Primula ela-tior (L.) Schreb. Quer-schnitt durch ein mehrjähri-ges Stämmchen. Geiässedurch kleine Kreischen bezw.grössere Punkte angedeutet,Bast fein punktiert, Skleren-chym schwarz, Endodermisals schwarze Linie. Rindeund Mark aus dickwandigen,unverholzten Zellen mitTüpieln.In derRinde2Neben-wurzeln, eine dritte verlässtden Zentralzylinder (Orig.von W. Lüdi).

Eine andere Artengruppe