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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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sind entweder dick, fleischig und wenig verzweigt (z. B. Primula Sekt. Auricula und Vernales) oder bilden einGeflecht dünner, stärker verzweigter Fasern (Primula Sekt. Sinenses u. a., die meisten übrigen Gattungen). BeiI.ysimachia Nummularia entstehen die Beiwurzeln zu je 4 in einem Knoten, indem sie an vorbereiteten Stellender Blattachseln, an denen der Bastzylinder Lücken aufweist, austreten, die Rinde durchdringen und die Epidermisabsprengen (vgl. Wettstein, Friedrich. Entwicklung der Beiwurzeln einiger dikotylen Sumpf« und Wasser»pflanzen, Diss. Zürich, 1905).

Die grosse Mehrzahl der Arten sind ausdauernd, wobeisich der Aufbau des Sprosses sehr ver»schiedenartig gestaltet. Gewöhnlich ist er 2.achsig: an der primären Achse sitzen die Blüten in der Achsel von

Laubblättern oder reduzierten Hochblättern. InA\ letzterem Fall finden sie sich oft in einem end»

ständigen, doldigen, traubigen oder rispigenBlütenstand vereinigt. Bei Primula, Cortusa,Soldanella ist der Stamm unterirdisch, mit ver»kürzten Internodien (Rhizom) und endigt mit einerBlattrosette aus der die blattlosen, doldentragendenBlütenstengel oder Einzelblüten entspringen. Soerscheint die Trennung der vegetativen undreproduktiven Teile sehr ausgeprägt. Bei derschaftlosen Primula vulgaris ist die Blütenachseverkürzt und die Blüten entspringen scheinbaraus der Blattrosette. Gelegentlich finden sich beidieser Art und ihren Bastarden mit Primula elatiorund P. veris, sowie bei Androsace Arten derSektion Andraspis grundständige Blüten nebenFig. 2709. Rhizom mit Blattrosette von Primula Auricula L. einem ± entwick eh e n Schaft. In diesem Fall sitzen

die grundständigen Blüten in den Achseln eines Laubblattes, wodurch Infloreszenz und vegetative Teile ver.mischt erscheinen. Die einblütigen Primeln (z. B. Primula minima) werden von P a x als reduzierte Doldenaufgefasst. Einzelne ostasiatische Arten haben bei diesenReduktionsvorgängen auch das Hüllblatt verloren, ver»halten sich also wie einachsige Gewächse. Bei den ein»blütigen Androsace»Arten (Sektion Aretia) und Gre»goria sind die Blüten nur scheinbar terminal, sondernerscheinen in Wirklichkeit in den Achseln der oberstenLaubblätter, was dann besonders deutlich wird, wennausnahmsweise 2 oder mehr Blüten auftreten.

Die Erneuerungsknospe bildet sich bei denausdauernden Arten in der Achsel eines Laubblattesoder Niederblattes und so entsteht eine Sprossfolge vonsympodialem Bau, wobei es allerdings in vielen Fällennicht zur Bildung eines Rhizoms kommt, weil die vor»jährigen Sprosstücke gänzlich absterben. In der Unter»familie der Androsaceae treten grundständige Blatt«rosetten (Blattdeckung */1», 6 /s, */e seltener 8 / e ) und blatt-lose Blütenschäfte auf. In den Blattachseln der Rosetteentstehen Knospen, die sich in absteigender Folge ent»wickeln und eine neue Rosette mit terminalem Blüten«stand bilden können. Gewöhnlich entwickelt sich nurdie Knospe in der Achsel des obersten Laubblattes underzeugt den Erneuerungsspross, dessen untere, mitLaubblättern besetzte Teile ein kurzes Rhizomstück bilden, während der Blütenschaft nach der Fruchtreife ab»stirbt. Das Rhizom *) trägt nach oben gewendet die Narben der Blätter und Blütenschäfte (Schraubelwuchs) ;hinten stirbt es langsam ab; doch kann es bis etwa 10 Glieder umfassen (vgl. Primula viscosa). Bei Primulafarinosa (Fig. 2710) und P. longiflora ist es eingliedrig, da das Rhizomstück des vorhergehenden Jahres regel»

Fig. 2710. Rhizom mit Blattrosette von Primula farinosaL», a von aussen, b im Längsschnitt mit Erneuerungsknospe.

l ) Im Sinne von Warming (Om Jordudlöbere. M6m. Acad. Roy. Sc. Danemark, S6r. 8, t. 2, 1918)ist es allerdings kein echtes Rhizom (wie z. B. bei Anemone nemorosa), da es eine aufrechte Stellung einnimmtund oft teilweise oberirdisch ist. Er schlägt dafür die ältere Bezeichnung Mesocormus vor.