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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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bleibenden Beeren Ardisia crispa [Thunb.] DC. (Fig. 2706a) aus Ostasien gehalten. Seltener werden auchA. paniculäta Roxb. (Fig. 2706b) aus Assam und A. )apönica (Thunb.) Blume aus Ostasien kultiviert. BeiArdisia crispa (und einigen anderen Arten) zeigen die Laubblätter am Blattrande deutliche (bereits von blossemAuge sichtbare) längliche, knotenförmige Verdickungen, die zuerst von Hoehnel alsEiweissdrüsen", spätervon H. Miehe alsBakterienknoten" erkannt wurden. Und zwar handelt es sich um einezyklische" oderKnospen.Symbiose" mit Bacillus foliicöla. Beim Fehlen der Bakterien treten an der Pflanze merkwürdigeHemmungserscheinungen (Ausbleiben von normalen Laubblättern, Ausbildung von Achselknollen) auf. Ausser»dem ist die Pflanze (wie Aegiceras) durch Viviparie (das Würzelchen des Keimlings durchtreibt die Frucht«schale noch bevor die rote Frudit abfällt) und durch Polyembryonie ausgezeichnet. Fossil sind im baltischenBernstein Myrsinöpsis succxnea Conw. und B e r 6 n d t i a primuloides Göpp. und B. r o t ä t a Conw. fest-gestellt worden. Blattreste aus dem europäischen und grönländischen Tertiär werden als Arten von Myrsine,Myrsinites Ett., Pleiomerites Ett., Ardisia usw. beschrieben.

104. Fam. Primuläceae (= Anagallidäceae). Schlüsselblumengewächse.

Bearbeitet von Dr. W. Lüdi, Bern (1926).

Ausdauernde oder 1 »jährige, meist 2=achsige Kräuter, selten Halbsträucher. Blätter**tragende Sprosse verkürzt mit Blattrosette und endständigem Schaft oder verlängert. Laubblätterungeteilt oder gelappt, sehr selten fiederteilig, spiralig oder gegenständig, seltener in Quirlen.Nebenblätter fehlend. Blüten einzeln oder in dol» jr\ ,

digen, traubigen, rispigen oder ährigen Blütenständen, J, ] \ V.t

in der Achsel von Hüllblättern. Blüten regelmässig5=zählig (Fig. 2724) mit 2 /s Divergenz oder dachiger odergedrehter Deckung von Kelch und Kronblättern, radiär(nur bei Coris zygomorph), zwitterig. Kelch ver»wachsenblätterig, meist 5»spaltig (seltener 5»teilig),

bleibend. Krone ver»wachsenblätterig mit kur=l 1 zer °der verlängerter

/ I Röhre und radförmigem

/ _ /v II oder trichterförmigem,

fa / \ ,(1 meist 5=lappigem Saum,

\\ | ! j ÖjV seltener glockenförmig/ \ \fc v^JK-V fl oder mit zurückgeschlage«

nen Zipfeln. Staubblättermeist 5, vor den Krön»

blättern stehend, einwärtswendig; selten ausserdem noch mit denStaubblättern abwechselnde Schlundschuppen oder Staminodien.Fruchtknoten oberständig, bei Samolus halbunterständig, 1 »fächerig.Plazenta zentral, gestielt oder sitzend, mit gewöhnlich zahlreichenspiralig oder quirlig gestellten Samenanlagen (Fig. 2746 c); letzterehemianatrop oder etwas kampylotrop, mit 2 Integumenten.Griffel 1, meist fadenförmig; Narbe kopfförmig. Frucht kapselig,sich mit 5 oder 10 Zähnen oder Klappen oder mit einem Deckel öffnend, viel», seltener wenig»sämig. Samen kantig oder abgeplattet (Fig. 2746 d, e), mit kleinem, dem Nabel parallel gehen»den, in dem fleischigen oder hornigen Nährgewebe liegenden Embryo (Fig. 2746 f).

Bei der Keimung entwickelt sich aus dem Samen eine dikotyle Keimpflanze mit Keimblättern vonmeist elliptischer Form (Fig. 2707). Nur bei Cyclamen und Samolus erscheinenpseudomonokotyle" Keim»pflanzen (Fig. 2708). Die Hauptwurzel stirbt in der Regel frühzeitig ab und wird durch Adventivwurzelnersetzt. Erhalten bleibt sie bei den I »jährigen Arten (Anagallis caerulea, Centunculus, Asterolinum, Androsace»Arten der Sektion Andraspis), ferner Androsace Helvetica, A. multiflora, A. carnea u. a. Die Adventivwurzeln

Fig. 2707. Keimpflanzen von: a Anagallis arvensisL., b Soldanella montana Mik», c Hottonia palustris Ld Primula minima L.

Fig.2708. PseudomonokotyleKeimpflanzen von: a bis c Cy-clamen Persicum L., d CyclamenNeapolitanum Ten.