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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1714
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anlagen. Letztere sind tenuinuzellat und werden von 2 Integumenten umgeben-, sie sitzen an der basilärenoder frei aufsteigenden Plazenta.

Die kleine, nur 5 Gattungen (Theophrästa, NeomSzia, Deherainia, Clav 1' ja undJacquinia) mit 35 Arten zählende Familie der Theophrastdceae, die früher zu den Myrsinaceae gezogenwurde, umfasst Bäume und Sträucher mit einfachen, lanzettlichen, gewöhnlich an den Enden der Aestebüschelig stehenden Laubblättern. Die meist zwitterigen, seltener eingeschlechtigen, mittelgrossen, strahligenBlüten enthalten ausser den 5 fertilen, epipetalen Staubblättern noch 5 episepale, staminodienähnliche Zähne.Der oberständige, einfächerige Fruchtknoten entwickelt sich zu einer 1» bis 5 sämigen Sdiiiessfrucht, Steinfruchtoder Beere. Die 5 Gattungen sind auf das wärmere Amerika (von den Key.Inseln Floridas bis Nord-Paraguay)beschränkt, wo sie im Unterholz tropischer Wälder bezeichnende Schopfbäume darstellen. In grösseren Gewächs»häusern werden gelegentlich Theophrästa Jussieüi Lindl, aus Haiti und St. Domingo, Clavija ornäta

Don (= C. longifölia [Jacq.]Mez), Jacqinia auran«tiaca Ait. und J. barbäscoL. (= J. armilläris Jacq.) gehal»ten. Die Früchte der letzterenArt werden in Westindien zuRosenkränzen verarbeitet.

Die Myrsinäceaesind vorwiegend Holzpflanzenmit einfachen, häufig immer»grünen, lederartigen, abwech»selnden Laubblättern, die wieRinde, Mark und Blütenschizogene Sekretlücken auf»weisen. Dadurch, sowie durchdas vollständige Fehlen derepisepalen Staubblätter, unter»scheiden sich die MyrsinaceenvondenTheophrastaceen, vonden Primulaceen abgesehenvon der Tracht durch dieFrüchte (Steinfrüchte oderBeeren). Die Blüten sind öftersdiözisch. Die Myrsinaceenmit 32 Gattungen und etwa1000 Arten sind über die ganzewärmere Zone verbreitet. Dieartenreiche Gattung Ardisia(235 Arten) bewohnt als einzigebeide Erdhälften; die GattungMeesa (104 Arten) ist Asien,Ozeanien und Afrika gemein«sam, die Gattungen Embolia (92 Arten), Räpanea(136 Arten), Aeg iceras (2 Arten) und Myrsfne(4 Arten)Asien und Afrika. Aegiceras (Ziegenhörn") bildet einen Bestandteil der altweltlichen Mangrovewälder. Ae.corniculätum (L.) Blanco (= Ae. maius Gaertn. ist an den Gestaden des Indischen und Stillen Ozeans ver»breitet) Ae. flöridum Roem. et Schult, ist viel seltener und auf einige Inseln des Stillen Ozeans beschränkt(vgl. pag. 769). Die Früchte von Myrsine Africäna L., ein von Mittelchina bis Südafrika, Abessinien undbis zu den Azoren verbreiteter Strauch, sind unter dem NamenTatzii" als Bandwurmmittel bekannt undwurden früher auch nach Europa eingeführt. Dem gleichen Zwecke dienen in Abessinien die Früchte (Saora")von Maesä picta Höchst, und M. lanceoläta Forsk., auf Madagaskar die Frucht (Tanterakala") vonEmbolia micräntha DC. In Indien haben die Früchte (Vaivarang",Wawrung", im SanskritVidanga")von Embelia Ribes Burm. seit langer Zeit als wirksames Taenifugum, als Tonicum, Stomachicum, Carmi»nativum und Purgativum grössere Bedeutung. Sie werden auch als Verfälschung für Cubeben und Pfefferangegeben. Seit 1887 kommt die Droge (Früctus Embe 1 iae ribes) nach Europa und Nordamerika. Alsleicht zu kultivierende Zimmerpflanze wird wegen ihres hübschen Wuchses, des glänzenden, immergrünenLaubes, der weissen Blütentrauben und der erbsengrossen, scharlachroten, im Winter lange am Strauche

Fig. 2706. Ardisia crispa (Thunb.) DC. a Blühender Spross. Ardisia paniculataRoxb. b Zweig mit Beeren, c Längsschnitt durch die Frucht.