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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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schiedene Arten werden wegen ihrer zierlichen, bunt gefärbten Blüten im Gebiet in Kalthäusern gezogen, soz.B. E. longiflöra Cav. (Fig. 2705 a, b), E. irnpressa Labill., E. obtusifolia Sm. (Fig. 2705 e, f), Styphelia Sond6ri F.v. Muell., St. lanceoläta Sm. (Fig. 2705 c, d), Spreng^lia incarndta Sm. usw.

Die nur 12 Arten zählende Familie der Diapensiäceae besitzt teils rasen« oder polsterbildende,kriechende Halbsträucher mit ungestielten, schmalen, ganzrandigen Laubblättern und einzelnstehenden Blüten(Diapiänsia, Pyxidanth6ra), teils Stauden mit unterirdisch kriechendem Wurzelstock, langgestielten, herzförmigenoder rundlichen, netzaderigen Laubblättern und zu Trauben oder Aehren angeordneten Blüten (Shörtia[= Sherwöodia], Schizocödon, Gälax und Berneüxia). Die strahligen, regelmässig 5=gliederigen Blüten besitzeneinen oberständigen, 3=fächerigen Fruchtknoten mit zahlreichen, zentralwinkelständigen Samenanlagen; die Fruchtist eine 3-fädierige, fachspaltig sich öffnende Kapsel. Die Familie, die auch mit den Saxifragaceen und Linaceen(im erweiterten Sinne) in Beziehung gebracht wird, ist im arkti-schen Gebiet und in den anschliessenden Gebieten der benach»barten Kontinente zu Hause. Diapdnsia Lappönica L.,eine rasenbildende Pflanze mit einzelnen, langgestielten, milch-weissen Blüten, ist arktisch»zirkumpolar und kommt auch inFennoskandinavien und auf Island vor. Pyxidanthßrabarbuläta Michx., ein niederliegender Halbstrauch bewohntdie sandigen Kiefernwälder des östlichen Nordamerika,

Shörtia galacifölia Torr, et Gray die Hochgebirge vonNordkarolina, Gdlax aphylla L. mit grundständigen, ge»stielten Laubblättern und weisser Blütentraube die bewaldetenGebirge von Virginien und Georgien. Zwei Arten der GattungSchizocödon mit zierlich gefranstem Kronsaum (ähnlichSoldanella) und Shörtia uniflöra Maxim, kommen inJapan, Berneüxia Thib^tica Dcene. im östlichen Tibet vor_

Die Familie der Clethräce a e mit der einzigen GattungCl6thra (mit30 Arten) wird hauptsächlich wegen des o-fächerigenFruchtknotens von den Ericaceen abgetrennt und an den Anfangder Ericales gestellt. Es sind Sträucher oder niedrige Bäumemit wediselständigen, immer» oder sommergrünen Laubblättern,die in der Jugend und auf der Unterseite meist mit einemrostroten oder gelblichen Filz von Stern» und Wollhaarenbedeckt sind. Die 5»gliederigen, strahligen Blüten stehen inTrauben oder Rispen; die Kronblätter sind frei (choripetal).

Die Gattung ist in den Tropen und Subtropen beider Erd»hälften und zwar (besonders in den Hochländern) vertreten.

C161hra alnifölia L. mit 3 Unterarten und C. acuminätaL., beide mit sommergrünen Laubblättern und weissen, nachMaiglöckchen duftenden Blüten, bewohnen die atlantischenStaaten von Nordamerika und können wie C. barbindrvisSieb, et Zucc. aus Japan in der Landschaftsgärtnerei verwendetwerden. C. arbörea Ait. ist ein immergrüner, reich rispiger Strauch, eine Charakterpflanze von Madeira, diein Warmhäusern gehalten wird.

Die besprochenen 6 Familien, die Clethraceae, Piroldceae, Empetraceae, Ericdceae, Epacriddceaeund Diapensiäceae bilden die Reihe der Ericäles oder Bicörnes *). Es sind Holzgewächse oder Kräuter miteinfachen Laubblättern und mit zwitterigen, in der Regel strahligen, 5» oder 4«zähligen Blüten. Die Zahl derStaubblätter beträgt (5) 10 oder 15 (die epipetalen sind zuweilen nicht ausgebildet); sie entspringen zumeist imBlütengrunde, seltener an der Krone selbst. Der Pollen ist oft in Form von Tetraden ausgebildet. Der ober»oder unterständige, meist 4» bis 5» (seltener 2» bis viel»)blätterige und ebenso vielfächerige oder im oberenTeil 1 »fächerige Fruchtknoten enthält in jedem Fache 1 bis viele, zentralwinkelstandige, von einem Integumentumgebene Samenanlagen.

Die zweite Reihe, die der Primuläles, mit den 3 Familien der Theophrastäceae, Myrsindceae undPrimuläceae besitzt 5», seltener 4. bis mehrzählige, meist radiäre (selten zygomorphe), haplostemone Blütenmit epipetalen, zumeist 5 Staubblättern; ausserdem sind nicht selten episepale Staminodien ausgebildet. DerFruchtknoten ist in der Regel oberständig, selten unterständig, stets einfächerig und enthält 1 bis viele Samen»

*) Lat. bis = zweimal und lat. cörnu = Horn; nach der Ausbildung der Staubblätter vieler Gattungen.

läta Sm. c Blühender Zweig, d Knospe. Epacrisobtusifolia Stn. e Blühender Zweig. /Blüte.