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viel Feldspat, so z. B. auf den Verwitterungsböden des Granits in den Südsevennen, wo sich ihnen Calluna,Genista pilosa, Pteridium aquilinum, Arenaria montana, Ornithopus perpusillus, Myosotis versicolor, Jasionemontana, Rumex Acetosella usw. beimischen. Diese Bestände bleiben indes fast ganz auf die niederschlagsreicheBuchenstufe und in der Hauptsache auf die atlantische Abdachung des Gebirges beschränkt. In den atlantisdienKüstengebieten tritt Erica cinerea sehr zahlreich, mitherrschend in der Ulex Europaeus«Heide auf. Dieselbe bildetstellenweise, z. B. in den Landes, auf trockenem Sandboden eine „edaphisdie" Dauergesellschaft. Ein Beispieldavon westlich von Morcenx (Landes) zeigte folgende Zusammensetzung: Ulex Europaeus (dorn. 5), Ericacinerea (3), Calluna (2), Pteridium aquilinum (2 bis 3), Erica scoparia (1 bis 2), Agrostis setacea (2), Ulex nanus (1),Polygala dunönsis (1), Molinia caerulea (t), Carex pilulifera (4), Crataegus (t), Stereodon cupressiforme (1 bis 2)andere Moose (1), Cladoniae (1). Die Ulexheide bietet eine kärgliche Schafweide. In der Wankumer.Heide
ist die graue Heide insbesondere mit Calluna, Erica Tetralix■sSsP'Silä? und Molinia caerulea vergesellschaftet. In Norwegen ist Erica
£, Karl» a » cinerea (mit Hymenophyllum peltatum) wohl die bezeichnendste
f^J 1 We? Pfl anze der äusseren Zone der atlantischen Flora. Die innere
W J? (Hex») Zone wird durch Itex Aquifolium, Carex binervis, Vicia
\Li3w X" ä WW Orobus, Bunium flexuosum, Primula acaulis, Digitalis purpurea,
I rfwlrf m »v Centaurea nigra usw. charakterisiert.
W'lt Auffallend ist das gänzlich isolierte Vorkommen von
II fys/ir Erica cinerea im Ligurischen Apennin. Die Art dürfte hier mitwtl llß|07«!? 9- einer Reihe anderer atlantischer Arten mit völlig disjunktem
\ MUT ÄiiSiPir Areal als Zeuge eines früheren (interglazialen?) Vorstosses des
atlantischen Elementes aufzufassen sein j wir hätten es also mit
einem Reliktvorkommen zu tun. Die nächstliegenden Fundstellen
der Art, durch Alpenkette und Rhonedelta getrennt, liegen
mehrere 100 km westlich in den Südsevennen. Auch die vor«
geschobenen nordatlantischen Lokalitäten sind eher Reste einer
früher zusammenhängenderen Verbreitung, als durch sprungweise
Wanderung erworbene Neusiedelungen wie Wille annimmt.
Die Blüte ist sehr honigreich und bietet daher eine
gute Bienenweide. Die Bestäubungsverhältnisse sind denen von E.
Tetralix ähnlich. Warming fand die Art schwach proterogyn.
Besucher sind ausser Apis mehrere Bombus»Arten, kurzrüsselige
Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Um mühelos zum
Honig zu gelangen, wird die Blüte oft von Hummeln am Grunde
angebissen. Bei ausbleibendem Insektenbesuch ist spontane Selbst»
bestäubung möglich. Nach Hagerup treten bei Erica cinerea
\W ^ II W ' e k e ' E. Tetralix'neben den meist 4.zähligen nicht selten auch
h «Hfl 5>zählige Blüten auf. Gewöhnlich liegt dann, wie dies bei 5«zäh«
\4ß rK ~ Ilgen Blüten die Regel ist, das mediane Kelchblatt auf der Rücken«
1 1 Seite. Es kann aber auch bisweilen auf der Vorderseite der
Blüte stehen, wodurch dann ein Diagramm vom Lobelia-TypusFig . 2704. Erica cinerea L. a Blühender Zweig. , . i w - , « , mttl
b Blattquirl, c Blüte. zur Ausbildung gelangt. Ausserdem sind vergrunte und gefüllte
Blüten sowie solche, bei welchen die Staubblätter und bisweilen
auch die Krone (f. anändra) unterdrückt waren, beobachtet worden. Ren die erwähnt auch einen Fall von
Bracteomanie (bezw. Petalomanie), bei welchem die Spitzen der Blütenzweige mit dicht gedrängt stehenden
petaloiden Blättchen besetzt waren, während die eigentlichen Blüten fehlten.
Den Ericaceen steht die etwa 340 Arten umfassende Familie der Epacriddceae ausserordentlich
nahe. Der Hauptunterschied besteht in dem Vorhandensein eines einzigen Staubblattkreises (5 episepale) Staub«
blätter, die dem Innern der Kronröhre entspringen oder am Rande des hypogynen Diskus eingefügt sind. Es
sind meistens Sträucher oder Halbsträucher, seltener kleinere Bäume (Richöa pandanifölia auf Tasmanien wird bis
10 m hoch), mit spiralig angeordneten, starren, gewöhnlich ganzrandigen, myrten« oder nadeiförmigen, oft spitzen,
am Grunde zuweilen scheidig«umfassenden, drazaenenartigen Laubblätter und mit 4« bis 5=zähligen, strahligen,
einzeln achselständigen oder zu endständigen Trauben angeordneten, röhren« oder trichterförmigen Blüten.
Weitaus die Mehrzahl der 23 Gattungen ist auf Australien (einschliesslich Tasmanien und Neu«Seeland) beschränkt
und zwar vor allem auf Westaustralien. Nur wenige Arten dringen bis Neu.Kaledonien, Neu»Guinea, bis
zum Malayischen Archipel und Hinterindien (als Bergpflanzen) und den Hawai-Inseln vor. Mit einer einzigen
Art der Gattung Lebetänthus ist die Familie in Südamerika (Feuerland und Patagonien) vertreten. Ver»